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Trainingsanalyse GP Spanien

Qualifying-Duell Red Bull vs. Brawn GP

Brawn GP & Red Bull Foto: dpa 30 Bilder

Die ersten Tests in Barcelona liegen hinter uns. Genaue Prognosen für das Qualifying sind wegen der vielen Updates schwierig. Nur an der Spitze läuft alles auf einen Zweikampf Brawn GP gegen Red Bull hinaus.

08.05.2009 Tobias Grüner

Die schnellsten vier Autos im Feld waren im Training am Freitag noch mit etwas mehr Sprit im Tank unterwegs. Nur im ersten Test am Vormittag sorgte Jenson Button mit seiner Bestzeit für einen Ausreißer nach oben, als er sich früher als die Konkurrenz die schnellen weichen Reifen aufziehen ließ. Im zweiten Test lag das Spitzenquartett dann geschlossen auf den Rängen vier bis sieben in Lauerstellung.

Barrichello stärker als Button

Für WM-Spitzenreiter Button hielt der Tag allerdings eine negative Überraschung bereit. "Rubens kommt mit dem neuen Unterboden deutlich besser zurecht als Jenson", erklärte Ross Brawn am Abend. Da das neue Teil am Freitag nur in einfacher Ausführung vorhanden war, durfte Button am Morgen damit testen, Barrichello probierte es am Nachmittag aus. In der Nacht soll dann endlich der zweite Unterboden an der Strecke eintreffen.

So geht der Brasilianer momentan als leichter Favorit ins Qualifying. Das einzige Team, dass die weißen Renner aufhalten kann heißt Red Bull. "Auf einer Runde sind wir gleich schnell, auf die Distanz hat Brawn GP einen Vorteil", analysierte Red Bull-Berater Helmut Marko. Im Abschlusstraining wird somit wohl die Strategie und die fahrerische Leistung über die Pole Position entscheiden.

Toyota schwächelt

Dahinter sieht die Situation deutlich konfuser aus. Toyota konnte sich in Bahrain noch deutlich als dritte Kraft etablieren, kam aber bei den ersten Tests in Barcelona gar nicht zurecht. "Wir bekommen die Reifen einfach nicht auf Temperatur", skizziert Timo Glock das größte Problem. In der Früh war Teamkollege Jarno Trulli noch Zweiter, später belegte das Toyota-Duo einträchtig die letzten beiden Plätze.

Momentan sieht es eher danach aus, dass Ferrari mit komplett veränderter Aerodynamik wieder in die Spitze vorstoßen kann. "Nach unseren Daten und den Aussagen der Fahrer hat das Paket den erwarteten Fortschritt gebracht", analysiert Technikchef Aldo Costa. In den Trainings fuhren Massa und Räikkönen um Platz zehn herum.

Williams kämpft um Punkte

Ein direkter Konkurrent der Roten um Punkte könnte Williams werden. "Wir sehen uns momentan auf Position neun oder zehn", versucht Nico Rosberg die Situation einzuschätzen. "Wenn wir alles richtig machen, dann können wir hoffentlich Punkte holen." Auch Williams hat ein paar neue Aerodynamik-Teile angebaut. "Das war zwar ein kleiner Schritt, aber auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Ob ein anderes Team einen großen Sprung gemacht hat, wird man erst am Samstag sehen."

Rätselraten herrscht noch bei BMW-Sauber. "Es sieht so aus, als haben die Teile gebracht, was wir vorher berechnet haben", sagte Nick Heidfeld nach dem Training. Am Vormittag verlor der Mönchengladbacher allerdings mit verschiedenen Problemen wertvolle Testzeit, die mit dem komplett veränderten Auto doppelt weh tut. "Wenn man das einberechnet, sind wir noch ganz zufrieden", so Heidfeld. Von den Zeiten im zweiten Training her war der Fortschritt allerdings noch nicht zu erkennen.

Mittelfeldkampf: McLaren, BMW-Sauber & Renault

Im breiten Mittelfeld, zu dem auch Renault gehört, geht momentan alles sehr eng zu. Hier können Zehntel im Qualifying gleich mehrere Plätze nach vorne oder hinten bedeuten. Auch McLaren-Mercedes kämpft mit neuen Teilen um jede Position. Am Nachmittag war der Silberpfeil erstmals mit Doppeldiffusor unterwegs. Die Aufgabe besteht nun darin, das Paket zum Qualifying zum Funktionieren zu bringen. Da es aber immer noch an Abtrieb fehlt, wäre ein Platz im Top-Ten-Qualifying schon eine positive Überraschung.

Am Ende des Feldes sieht es wieder einmal nach dem Kampf Toro Rosso gegen Force India aus. Das Duell im Training hatte keinen Gewinner. Bei beiden Teams gab es große Probleme. Sebastian Buemi verlor viel Zeit mit überhitzenden Bremsen, Sebastien Bourdais verrannte sich gleich zweimal mit dem Setup. Bei Adrian Sutil lief es auch nicht viel besser. Der Deutsche musste die komplette zweite Trainingseinheit mit einem Problem am Tank aussetzen. Nur Giancarlo Fisichella hinterließ mit Rang zwölf im zweiten Training einen positiven Eindruck. Da Toro Rosso in Barcelona aber erstmals viele Teile von Red Bull fährt, erwarten wir von den "Baby-Bullen" zumindest, dass sie nicht ganz hinten stehen.

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