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Trainingsanalyse GP Ungarn

Formel 1-Feld rückt noch näher zusammen

Lewis Hamilton Foto: McLaren Mercedes 31 Bilder

Der Trainingsfreitag in Ungarn hat vor allem eine Erkenntnis gebracht. Die Formel 1 ist noch spennender geworden. Zwischen dem ersten und dem 19. Piloten liegt nur eine Sekunde. Die große Unbekannte ist nach wie vor die Stärke von McLaren.

24.07.2009 Tobias Grüner

Ein Fahrer fiel am Freitag etwas aus der Rolle. Allerdings war es nicht gerade eine große Überraschung, dass Jaime Alguersuari Mühe hatte, dem Rest des Feldes zu folgen. Immerhin hatte der Spanier im Ungarn-Training seine ersten 82 Runden in einem Formel 1-Auto abgespult. Knapp acht Zehntel fehlten dem Neuling am Ende auf seinen Teamkollegen Sebastien Buemi.

Buemi seinerseits musste sich mit seinem 19. Platz nicht ärgern. Nur eine Sekunde betrug sein Rückstand auf die Tagesbestzeit von Lewis Hamilton. "Und wir haben nicht gerade wenig Sprit im Tank gehabt", erklärte Toro Rosso-Teamchef Franz Tost, der damit rechnet, dass zumindest Buemi im Qualifying unter die ersten 15 fährt.

Zweimal Bestzeit von McLaren

"Das ganze Feld ist näher zusammengerückt", stellte auch Sebastian Vettel in seiner Tagesanalyse fest. "Das ist doch Wahnsinn: 19 Autos innerhalb einer Sekunde", kommentierte Mercedes-Sportchef Norbert Haug das Trainingsergebnis. Dabei spielte sein eigenes Team heute die Hauptrolle. Mit zwei Trainingsbestzeiten von Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton setzte sich das Silberpfeil-Team selbst unter Druck.

"Da kann man noch keine großen Schlüsse ziehen", spielte Haug die guten Zeiten runter. "Man kann noch nicht sagen, ob wir im Qualifying fünfter, achter oder zwölfter werden." Allerdings ist der Trend klar erkennbar. Die Silberpfeile holen auf. Mit dem Startvorteil KERS sind sie für alle anderen Autos eine Gefahr. "Wenn es optimal läuft, können wir wieder so nach vorne kommen wie am Nürburgring", hofft Haug.

Dabei gab der Mercedes-Mann zu Bedenken, dass die Tagesbestzeit von Hamilton noch besser hätte sein können. "Er ist seine beste Zeit in der dritten Runde mit den weichen Reifen gefahren. Wenn er es gleich in der ersten Runde hinbekommen hätte, wäre er nochmal ein paar Zehntel schneller gewesen."

Brawn GP-Longrun bereitet Red Bull Sorge

Red Bull und Brawn sind allerdings weiterhin die beiden ersten Anwärter auf den Sieg. Brawn-Pilot Jenson Button zeigte einen extrem guten Longrun und geht deshalb leicht favorisiert ins Rennen. Bei Red Bull ist man auch wegen den Reifen besorgt. Vor allem die weichen haben dem aggressiven Umgang nicht viel entgegenzusetzen. Im Qualifying dürfte das Problem für Red Bull allerdings noch nicht zum Tragen kommen.

Es wird interessant zu sehen, welche Strategie die beiden Top-Teams wählen und wie viel Risiko sie eingehen, um möglichst viel Abstand in der Startaufstellung zu den KERS-Autos zu bringen. Williams sieht sich selbst noch als dritte Kraft, muss aber am Start auf jeden Fall auf das Hybrid-Quartett Acht geben. Im Rennen könnten sich somit interessante Kämpfe und Verschiebungen ergeben.

McLaren dürfte sich hinter Williams als erster Verfolger einrichten. Mit wenig Abstand folgt das breite Mittelfeld bestehend aus Renault, Ferrari und BMW-Sauber. Force India hat dagegen etwas an Vorwärtsdrang eingebüßt. Am Freitag lief das Auto noch nicht besonders gut. Das Team von Adrian Sutil muss wohl wieder mit Toro Rosso um den Einzug in das Q2 kämpfen.

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