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Trainingsanalyse GP USA 2013

Einstopp-Rennen mit Red Bull-Show

Sebastian Vettel - GP USA 2013 Foto: xpb 105 Bilder

Die Analyse der Zeiten vom Freitagstraining von Austin zeichnet ein düsteres Bild für das Rennen am Sonntag. Red Bull ist in allen Disziplinen gut unterwegs. Auch von der Strategie gibt es kaum Möglichkeiten für die Konkurrenz. Es sieht alles nach einem Einstopp-Rennen aus.

14.11.2013 Tobias Grüner

Dem achten Vettel-Sieg in Folge beim GP USA steht in der Theorie kaum noch etwas im Weg. Am Freitag (15.11.2013) fuhr der Weltmeister zwar nur mit gut einer Zehntel Vorsprung vor Mark Webber die Bestzeit. Aber selbst der Australier musste zugeben: "Der Rückstand zu Sebastian ist größer als er aussieht."

Die Konkurrenz ist noch weiter entfernt. Die ersten Verfolger von Mercedes sind fast eine halbe Sekunde entfernt. Im Qualifying kann sich Vettel offenbar nur selbst schlagen. Streckenbeobachter sind beeindruckt von der Straßenlage des Red Bull. Vettel nimmt mehr Speed in Kurven rein und beschleunigt am Ausgang 10 Meter früher als seine Konkurrenten. Das summiert sich auf eine Runde.

Grosjean kann Red Bull im Rennen ärgern

Während im Qualifying die meiste Gefahr noch von Mercedes droht, scheint im Rennen Lotus der erste Konkurrent zu sein. Zwar machte Red Bull – vor allem auf den harten Reifen – auch hier den besten Eindruck, aber zumindest Romain Grosjean könnte die Bullen ärgern. "Vielleicht kann ich ja wie in Japan wieder am Start vorbeifahren und sie danach ein wenig länger hinter mir halten", verrät der Franzose seinen Masterplan.
 
Heikki Kovalainen war zwar auf einer schnellen Runde etwas besser als Grosjean unterwegs, im Longrun war der Räikkönen-Ersatzmann allerdings nicht ganz so konstant unterwegs. Mercedes fehlen im Schnitt 5 Zehntel bis 1 Sekunde auf die Red Bull-Pace. Dahinter sind Jenson Button und Nico Hülkenberg auf einem ähnlichen Niveau unterwegs. Ferrari-Fans müssen sich dagegen Sorgen machen. Wenn die Ingenieure nicht noch etwas finden, dann gibt es am Sonntag wohl nur kleine Punkte.

Einstopp-Strategie schnellste Variante

Über die Strategie lässt sich auch nicht viel herausholen. "Es sieht für alle Teams nach einem Einstopp-Rennen aus", muss Pirelli-Sportchef Paul Hembery zugeben. Vor allem für reifenschonende Autos wie den Force India ist das ein Problem. Sie können ihre Stärke nicht ausspielen.

Obwohl die Strecke im Vergleich zum Vorjahr deutlich rauer und griffiger geworden ist, beträgt der Zeitverlust auf den Medium-Reifen nur 0,15 Sekunden pro Runde. Auf der harten Mischung ist teilweise gar keine Abnutzung in den Rundenzeiten zu erkennen. Einzig der große Unterschied in Sachen Pace von 6 bis 8 Zehnteln gibt Hembery noch Hoffnung. "Vielleicht fahren einige Teams zwei Stints mit den schnellen Mediums."

Wäre Soft-Reifen besser gewesen?

Doch warum hat Pirelli nicht einfach den Soft-Reifen mitgebracht, um die Teams vor eine etwas komplizierte Aufgabe zu stellen? Pirelli war das Risiko offenbar zu groß. "Man hat dieses Jahr gesehen, dass der Soft-Reifen nicht einfach in der Nutzung ist. Idealerweise hätte er etwas widerstandsfähiger sein sollen. Die softe Mischung wurde hauptsächlich als Quali-Reifen eingesetzt und im Rennen schnell wieder abgegeben. Ob das gut oder schlecht ist, darüber kann man streiten."

"Für Austin hatten wir aber das Gefühl, dass wir ihn nicht bringen sollten. Leider haben wir nur 3 Mischungen zur Auswahl. Der Supersoft ist ja praktisch nur für Straßenkurse geeignet. Und mit 3 Mischungen muss man immer Kompromisse machen, wenn man geeignete Reifen für alle 19 Rennen bringen will.

Die Bilder vom Freien Training finden Sie in der Fotogalerie.

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