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Transfergeschichten

Räikkönen fordert Freiheiten

Foto: dpa 61 Bilder

Kimi Räikkönen ist immer noch die Schlüsselfigur im Transferpoker. Und McLaren-Mercedes der attraktivste Platz. Auch wenn Mercedes bald schon Brawn GP zum Nummer-Eins-Team erklärt. Bei dem Weltmeister von 2007 dreht sich alles ums Geld und die Rahmenbedingungen.

02.11.2009

Langsam lichtet sich das Dunkel. Am Montag nach dem Saisonfinale lüftet Williams ein schlecht gehütetes Geheimnis. Im nächsten Jahr fahren Oldie Rubens Barrichello und Neuling Nico Hülkenberg für den englischen Traditionsrennstall. Noch in dieser Woche erwartet die Szene, dass Renault Timo Glock als Teamkollege von Robert Kubica bekanntgibt. Der 27-jährige Deutsche hatte noch VirginF1 und McLaren als Außenseiterchance in der Hinterhand, doch Experten bis hin zu Bernie Ecclestone rieten dem Hessen, auf Nummer sicher zu gehen.

Wahrscheinliche Toyota-Fahrerpaarung: Trulli und Kobayashi

Renault wird das Team nicht mehrheitlich verkaufen. Sämtliche Übernahmeofferten lehnte Paris bis jetzt ab. Auch das Angebot von Mangrove-Chef Gerard Lopez. Sponsoren, die sich ihr Investment mit Teamanteilen vergüten lassen wollten, sind abgeblitzt. Das sollte Glock die Sicherheit geben, dass es Renault ernst meint. Paris will das beschädigte Image reparieren.

Eines ist sicher. Für Toyota wird Glock nicht mehr fahren. Am 8. November wird Toyota seine Zukunftspläne bekanntgeben. Wenn Firmenpatriarch Akio Toyoda grünes Licht gibt, schafft Glocks Abschied Platz für den Japaner Kamui Kobayashi, der sich mit einem sechsten Platz in Abu Dhabi für ein Cockpit empfahl. Jarno Trulli könnte bleiben, wenn Teamchef John Howett endlich realisiert, dass er umsonst von Kimi Räikkönen und Jenson Button träumt.

Trullis zweite Option ist Lotus. Dort verhandelt auch Jacques Villeneuve, der offenbar einen Geldgeber im Rücken hat. Der Kanadier bezeichnet seine Chancen auf eine Rückkehr in die Formel 1 auf "50 zu 50".

Kimi Räikkönen will nebenher Rallyes fahren, sonst hört er auf

Räikkönen verhandelt nach eigener Aussage nur noch mit McLaren. Er will Rennen gewinnen, nicht nur einfach mitrollen. Toyota bringt sich selbst ins Gespräch, doch Räikkönen hat kein Vertrauen in die Truppe aus Köln. Trotzdem hakt es noch beim Abschluss mit McLaren. Räikkönens Management fordert mehr als McLaren bereit ist zu zahlen. Außerdem fordert der Finne die gleichen Freiheiten, die ihm Ferrari drei Jahre lang einräumte. Wenn er keine Rallyes fahren darf, hört er lieber auf.

Nick Heidfeld ist ein logischer Kandidat für das Nachfolgeteam von BMW, doch vielleicht springt da noch mehr raus. Wenn McLaren sich nicht mit Räikkönen einigen kann, steht der dienstälteste deutsche Pilot ganz oben auf der Liste. Der Rückzug von BMW hat keinen Einfluss auf seine Planungen. "Ich hätte sowieso neu verhandeln müssen." Heikki Kovalainen ist die Warterei bei McLaren zu heiß. Auch er wird mit Toyota in Verbindung gebracht, sollten die Japaner weitermachen. Mit Manor GP, die bald in VirginF1 umgetauft werden, gibt es dagegen konkrete Kontakte. Dort wird er wohl als Partner eines Paydrivers fahren. Lucas di Grassi und Adam Carroll haben mit einer anständigen Mitgift ihre Aufwartung gemacht.

Button und Brawn GP verhandeln noch

Brawn GP und Jenson Button haben sich in ihren Vertragsverhandlungen angenähert, doch noch gibt es keinen gemeinsamen Nenner. Buttons Management droht mit Toyota, McLaren und Renault als möglichen Alternativen. Realistisch ist nur Toyota. Button hat keine Lust auf eine Konfrontation Lewis Hamilton bei McLaren, weil er weiß, wie gut sein Landsmann dort vernetzt ist. Renault fehlt das Geld, um neben Kubica einen zweiten Top-Fahrer zu bezahlen.

Nico Rosberg wird Mercedes-Pilot

Ross Brawn bleibt gelassen: "Wir werden eine Lösung finden." Und was sagt der Engländer zu Kimi Räikkönen? "Zu teuer. Sein Management verhandelt, als gäbe es die Abfindung von Ferrari nicht." Der zweite Mann im Team steht schon lange fest. Auch wenn sich Nico Rosberg windet wie ein Aal, wenn er nach seiner künftigen Adresse gefragt wird. Seine neue Heimat ist das neue Mercedes-Werksteam Brawn GP.

Force India hat die Option auf Adrian Sutil eingelöst, ist aber unter Umständen bereit, sich eine Vertragsauflösung bezahlen zu lassen, wenn ein größeres Team den Gräfelfinger aufnehmen will. Vitantonio Liuzzi hat einen Vertrag für nächstes Jahr. Der ist aber nach den gezeigten Leistungen gegen geringes Geld kündbar. Ein Fahrer mit einem attraktiven Sponsor an der Seite wäre Force India nicht unrecht. Da Bruno Senna Richtung Campos abgebogen ist, könnte das eine Chance für Nelson Piquet sein.

BMW-Rennstall schenkt Nick Heidfeld seinen Formel 1-Renner

Sauber muss auf eine Startgenehmigung warten, bis er mit Fahrern verhandeln kann. Dass der Rennstall Nick Heidfeld das aktuelle Formel 1-Auto geschenkt hat, zeugt von großer Wertschätzung. Heidfeld will Sauber auf seiner Liste nicht ausschließen. Das Team hat auch ein Auge auf Vitaly Petrov geworfen. Der Zweite der GP2-Meisterschaft soll 15 Millionen Euro in der Tasche haben und er öffnet den Zugang zum russischen Sponsormarkt.

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