Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Transfermarkt spielt verrückt

Kein deutsches National-Team bei Mercedes

Fernando Alonso & Sebastian Vettel Foto: xpb 17 Bilder

Am Donnerstag geisterten zwei Gerüchte durch das Fahrerlager von Budapest. Fernando Alonso zu Williams, Sebastian Vettel zu Mercedes. Beide sind falsch. Im Fall von Alonso lässt sich der Weg der Story rekonstruieren. Fernando Alonso war tatsächlich kürzlich in der Williams-Fabrik.

25.07.2014 Michael Schmidt

Es ist die Zeit der Transfergerüchte. Kurz bevor die Formel 1 in das große Sommerloch fällt, werden Fahrer von A nach B verschoben. Der Hungaroring eröffnet traditionell die Spekulationsbörse. Auch diesmal war auf den GP Ungarn Verlass. Zwei Meldungen wurden am Donnerstag im Fahrerlager heiß gehandelt. Fernando Alonso flirtet mit Williams. Und Mercedes will Sebastian Vettel.

Die Kombination Alonso und Williams würde noch Sinn machen. Der Spanier ist frustriert. Er fährt sich seit fünf Jahren die Seele aus dem Leib, doch sein Ferrari ist nicht weltmeisterreif. In diesem Jahr wird es wahrscheinlich noch nicht einmal für den Vize-Titel reichen.

Alonso wurde deshalb schon mit McLaren-Honda verheiratet. Doch dort sind die Fragezeichen noch größer. Honda ist neu im Geschäft, McLaren steckt in der Krise. Bei Williams wären die Perspektiven klarer. Der Mercedes-Motor ist eine feste Größe. Das Team zeigt stark ansteigende Form. Und Technikchef Pat Symonds kennt Alonso aus gemeinsamen Renault-Tagen.

Falscher Alonso ist Chef bei Airbus

Genau dieser Pat Symonds entkräftete das Gerücht um Alonso schnell und verrät, wie es dazu kam. Fernando Alonso war tatsächlich in der Woche vor dem Rennen in Hockenheim in der Williams-Fabrik in Grove. Doch es war der falsche Alonso. Der Mann, der Frank Williams einen Besuch abstattete, ist Vize-Präsident und Testpilot von Airbus. Frank Williams war immer ein Flugzeugnarr. Deshalb die Verbindung.

Der falsche Alonso, Jahrgang 1956 aus Madrid, hat den Rollstuhlgeneral nach Toulouse auf einen Testflug mit einem der neueren Airbus-Modelle eingeladen. Williams twitterte zwar offiziell, dass es sich bei Alonso nicht um den gleichnamigen Rennfahrer handelte, doch das Gerücht hielt sich trotzdem hartnäckig.

Kein Bedarf an Vettel und Alonso bei Mercedes

Bei der Geschichte Vettel zu Mercedes wurde die Lunte wahrscheinlich im Lager von Red Bull gelegt. Um Lewis Hamilton zu destabilisieren und Unruhe im Titelkampf zu stiften. Und vielleicht auch, weil man damit Vettel aus der Reserve locken will. Gut möglich, dass Red Bull den Vertrag mit seinem Superstar verlängern will, der aber auf Abwarten spielt. Wer weiß schon, wie die Formel 1 nach 2015, Vettels Vertragsende bei Red Bull, aussehen wird?

Das sieht auch Niki Lauda so. "Wir haben noch nie mit Vettel über einen Vertrag oder eine Zusammenarbeit geredet. Warum nicht? Weil wir zwei Fahrer haben. Mit Nico haben wir gerade den Vertrag verlängert, mit Lewis reden wir. Es besteht der Wunsch, auch seinen Vertrag zu verlängern. Es macht für uns gar keinen Sinn, einen neuen Fahrer zu suchen. Auch Alonso nicht, sollten jetzt Gerüchte in diese Richtung losgehen." Dazu passt die Aussage von Konzernchef Dieter Zetsche, der in Hockenheim sagte: "Wir haben nicht den Wunsch, ein deutsches Nationalteam zu gründen."

Lauda rät Vettel und Alonso zum Abwarten

Lauda versucht sich aus Sicht eines Rennfahrers in die Situation von Vettel und Alonso hineinzuversetzen: "Vettel wäre Ende 2015 frei. Zu Mercedes kann er nicht, weil wir keinen Bedarf an neuen Fahrern haben. Er könnte zu Ferrari oder McLaren-Honda. Will er sich Ferrari mit Alonso als Teamkollegen antun? Oder die unsichere Karte McLaren spielen? Wenn Red Bull sein Motorproblem löst, erwarte ich die bald wieder ganz vorne. Und Red Bull ist Sebastians Familie. Ich würde als Vettel warten und mir in Ruhe meine Karten anschauen. Es gibt keine Eile, irgendetwas zu unterschreiben.

Gleiches gilt aus Laudas Sicht für Alonso: "Ferrari hat einen Vertrag mit ihm. Sie wollen, dass er bleibt, weil er aus dem Auto das Maximum herausholt. Sollte Alonso Leistungsklauseln in seinem Vertrag haben, die es ihm erlauben zu gehen, was würde er machen? Zu Mercedes kann er nicht. Zurück zu McLaren mit einem neuen Motor, den keiner abschätzen kann? Das ist ein großes Risiko. Da tut er sich leichter, wenn er bei Ferrari bleibt und die Lage prüft, bevor er sich festlegt."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden