Lewis Hamilton 41 Bilder Zoom

Trulli-Strafe in Australien: Sagte Hamilton die Wahrheit?

Möglicherweise muss der Ausschluss von Jarno Trulli beim Saisonauftakt in Melbourne neu aufgerollt werden. Es sind offenbar Zweifel aufgetaucht, ob der Nutznießer Lewis Hamilton bei der Vernehmung die Wahrheit gesagt hat.

Was war beim Saisonauftakt in Australien passiert? Trulli hatte während der zweiten Safety-Car-Phase in der 56. Runde kurz die Strecke verlassen, worauf ihn Hamilton überholte. Die Regeln erlauben das, obwohl normalerweise unter Safety-Car-Bedingungen Überholverbot herrscht. Eine Runde später lag Trulli wieder vor Hamilton. Das wäre ein regelwidriges Manöver, denn wer durch eigene Schuld in einer Gelbphase Plätze verliert, darf diese nicht wieder gutmachen.

Anweisung vom Kommandostand?

Trulli fuhr an Hamilton zwischen den Kurven 4 und 5 vorbei. Der Toyota-Pilot behauptete, Hamilton habe so stark verlangsamt und sei von der Rennlinie abgewichen, dass er der Annahme gewesen sei, der McLaren hätte ein Problem gehabt. Unter diesen Umständen wäre dies erlaubt. Hamilton bestritt den Vorwurf des absichtlich Langsamfahrens. Er habe die Linie gewechselt, weil er damit beschäftigt gewesen sei, die Safety-Car-Instruktionen auf dem Display abzulesen.

Da wurden die Regelhüter im Nachhinein stutzig. Zu dem Zeitpunkt war der Countdown, der vom Beginn der Neutralisation bis zur ersten Boxenpassage gezählt wird, längst abgelaufen. Es gab nichts mehr auf dem Display, was Hamilton hätte ablenken können.

Entscheidung während Sepang-Wochenende?

Die Kernfrage aber ist, ob das Team Hamilton angewiesen hat, absichtlich langsam zu fahren, um Trulli in eine Falle zu locken. Hamilton verneinte das auf Anfrage der Sportkommissare. Nach dem Rennen kursierte folgende Geschichte: Hamilton soll einem Reporter erzählt haben, dass ihn das Team über Funk aufgefordert habe, Trulli wieder vorbeizulassen, um sicherzugehen, dass Hamiltons Überholmanöver nicht als regelwidrig eingestuft wird.

Dieser Widerspruch brachte die FIA-Polizei dazu, sich noch einmal die Aufzeichnungen der Funksprüche anzuhören, was wirklich passiert ist. Obwohl es von offizieller Seite keine Stellungnahme gibt, mehren sich Spekulationen, dass die in Melbourne eingesetzten Sportkommissare noch einmal einberufen werden könnten. Und zwar noch während des Malaysia-Wochenendes.

Lüge hätte Konsequenzen

Es gibt zwei Szenarios. Wenn Hamilton aus Unwissenheit der Regeln Trulli vorbeigelassen hat, dann wäre Trulli rehabilitiert und könnte auf seinen angestammten dritten Platz zurückversetzt werden. Hamilton wäre dann Vierter. Sollte sich herausstellen, dass er den Sportkommissaren nicht die Wahrheit gesagt hat, drohen ernsthafte Konsequenzen. Bis hin zum Ausschluss aus der Wertung. Auch in diesem Fall wäre Trulli wieder Dritter.

Unbenommen davon hat Toyota seinen Einspruch gegen das Urteil der Sportkommissare zurückgezogen. Seit der Hamilton/Räikkönen-Affäre von Spa im letzten Jahr ist bekannt, dass man gegen Schiedsrichterentscheidungen nicht in Berufung gehen kann. Der Einspruch von McLaren gegen das Spa-Urteil wurde abgewiesen. "Aus diesem Grund hat Toyota-Motorsport entschieden, dass aus dieser Aktion kein Nutzen zu ziehen ist", lautete das offizielle Statement aus Köln.

Michael Schmidt

Autor

Foto

McLaren-Mercedes

Datum

1. April 2009
5 4 3 2 1 0 5 0
präsentiert von
Kommentare
WGV Versicherungen
Wertvolles
günstig versichert!
Jetzt versichern und bares Geld sparen! Beitragsrechner
Vergleichen und Sprit sparen
Günstig tanken So finden Sie die günstigste Tankstelle

Jetzt vergleichen und Geld sparen!


Hier gibt es
Mehr tanken als kostenlose App
im Appstore herunterladen im Googleplay Store herunterladen
Anzeige
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle Tests +++
+++ Alle Erlkönige +++
+++ Alle News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Motorsport
  • Videos
  • Markt
  • Fahrzeuge
  • Ratgeber
In Zusammenarbeit mit