Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Trulli vor dem Abschied

Landet Jean-Eric Vergne bei Lotus?

Jean-Eric Vergne - Red Bull - Young Driver Test - Abu Dhabi - 17.11.2011 Foto: xpb 45 Bilder

Nach der Unterschrift von Pedro de la Rosa bei Hispania muss Red Bull möglicherweise die Strategie ändern. Statt bei HRT könnten sie einen ihrer Junioren Daniel Ricciardo oder Jean-Eric Vergne bei Lotus parken. Das wäre eine weitere schlechte Nachricht für Adrian Sutil und Rubens Barrichello.

23.11.2011 Michael Schmidt

Hispania ist ein Rennstall mit spanischen Wurzeln. Da lag die Verpflichtung von Pedro de la Rosa auf der Hand. Doch der 40-jährige Spanier war bei keinem der Fahrer auf der Rechnung, die noch ein Cockpit für 2012 suchen. Er blockiert bei Hispania einen Platz, der sonst möglicherweise für einen jungen Fahrer reserviert gewesen wäre. Zum Beispiel einen Red Bull-Junior.

Red Bull hat bereits in diesem Jahr Daniel Ricciardo mit einer bekömmlichen Mitgift bei dem spanischen Rennstall platziert. Damit der Australier Rennerfahrung sammelt. Beim Red Bull-Juniorteam Toro Rosso war noch kein Platz für ihn.

Jetzt ist Ricciardos Ausbildung abgeschlossen. Der Mann aus Perth hat sie mit Bravour bestanden. Obwohl er mitten in der Saison ins kalte Wasser geworfen wurde, hat er schnell gegen Vitantonio Liuzzi die Oberhand gewonnen. Im Training war Ricciardo zuletzt meistens schneller. Im Rennen sowieso. Bei Toro Rosso wackelt eines der beiden Cockpits. Die Frage ist: Wer muss gehen, Sebastien Buemi oder Jaime Alguersuari? Die Entscheidung fällt erst nach der Saison.

Vergne drängt in die Formel 1

Inzwischen hat Red Bull mit Jean-Eric Vergne einen weiteren Nachwuchsfahrer am Start. Der 21-jährige Franzose hat bei den Junior-Testfahrten in Abu Dhabi auf dem Red Bull eine Kostprobe seines Könnens abgegeben. Drei Tage, drei Bestzeiten.

Danach behauptete Vergne in einem Interview mit einer französischen Zeitung rotzfrech: "Ich fühle mich schon für Red Bull bereit." Was Mark Webber kann, könne er auch. Vergne vergisst, dass sein Kollege Ricciardo im Vorjahr auch jeden Tag Bestzeit fuhr. In einem Red Bull ist das offensichtlich nichts besonderes.

Wo parkt Red Bull seine Junioren?

Eines ist klar: Red Bull wird dem Franzosen im nächsten Jahr ein Cockpit verschaffen. Das Modell Ricciardo bei Hispania hat sich bewährt. Doch wenn das Schlusslicht aus Valencia kein Cockpit mehr im Angebot hat, muss ein anderer Ausweichplatz her. Da drängt sich Lotus, das im kommenden Jahr Caterham heißt, geradezu auf.

Die in Monza angekündigte Vertragsverlängerung von Jarno Trulli ist offenbar das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Lotus wäre der ideale Ausbildungsplatz für Vergne. Ein Team, das auf dem Absprung ins Mittelfeld ist, das mit Heikki Kovalainen einen echten Prüfstein als Teamkollegen bieten kann, das wie Red Bull Renault-Motoren fährt und im nächsten Jahr Getriebe und KERS von Red Bull bezieht.

Lotus als letzter Ausweg für Sutil und Barrichello

Für Adrian Sutil und Rubens Barrichello wäre diese Variante eine schlechte Nachricht. Wenn die Türen bei Williams und Renault zufallen, ist Lotus die letzte mögliche Option. Doch da zählen ein paar Millionen von Red Bull im Austausch gegen einen jungen Fahrer wahrscheinlich mehr als die Erfahrung, die Sutil und Barrichello in die Waagschale zu werfen haben.

Barrichello hat offenbar eine böse Vorahnung. Der Brasilianer hat in einem Interview mit einer Tageszeitung aus Sao Paulo schon einmal angedeutet, dass am Sonntag seine Abschiedsvorstellung laufen könnte.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden