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Überbrückungshilfe für Renault

Lotus bestätigt Maldonado für 2016

Pastor Maldonado - Lotus - GP Italien - Monza - Donnerstag - 3.9.2015 Foto: xpb 27 Bilder

Pastor Maldonado wird 2016 seine dritte Saison für Lotus fahren. Damit steht der erste Fahrer des künftigen Renault-Werksteams fest. Das Team braucht das Sponsorgeld aus Venezuela, um die Zeit zu überbrücken, bis Renault offiziell die Übernahme bestätigt.

20.09.2015 Michael Schmidt

Der Deal kündigte sich bereits an. Am Samstag steckten das Management von Pastor Maldonado und Lotus-Chef Gérard Lopez vor dem Lotus-Motorhome eine halbe Stunde die Köpfe zusammen. Einen Tag später wurde die Vertragsverlängerung des 30-jährigen Venezolaners bekannt gegeben.

Maldonado geht 2016 bei Lotus in sein drittes Jahr. Dann wird der Rennstall wahrscheinlich Renault heißen. Mit der Verpflichtung von Maldonado steht auch fest, dass Sergio Perez bei Force India bleiben wird. Perez war die Alternative zu Maldonado.

Lopez lobte seinen Fahrer, dessen Leistungen zwischen Licht und Schatten schwanken. "Es ist positiv für die Zukunft von Lotus. Jeder in Enstone wird bestätigen, dass Pastor ein Mensch ist, mit dem sich gut zusammenarbeiten lässt. Und wir wissen, was er auf der Rennstrecke leisten kann. Die Vertragsverlängerung zeigt, dass wir an ihn glauben. Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft weitere positive Nachrichten vermelden können."

Maldonado garantiert knapp 50 Millionen

Zum Beispiel die, dass Renault den Rennstall übernehmen wird. Der französische Autokonzern hat vergangene Woche eine Kaufoption unterschrieben. Wenn die letzten Vertragsdetails geklärt sind, gibt es eine endgültige Unterschrift unter das Papier.

Dann wird es noch einmal anderthalb Monate dauern, bis das ganze Projekt vorgestellt werden kann. Große Firmen haben einen komplizierten Verwaltungsapparat. Und viele Dinge sind noch nicht geklärt. Der zweite Fahrer und der Teamchef zum Beispiel.

In der Zwischenzeit müssen jedoch weitere Rechnungen bezahlt werden. Und das Auto muss auf den Renault V6-Turbo umgebaut werden. Renault kann in der Übergangsphase aber noch keine Rechnungen bezahlen. Deshalb ist die Unterschrift von Maldonado auch eine Art Überbrückungshilfe. Sein Sponsor PDVSA wird knapp 50 Millionen Dollar an das Team überweisen, das damit wieder flüssig wird.

Maldonado freut sich auf sein drittes Jahr in Enstone: "Damit sind die Spekulationen beendet. Ich fühle mich als Teil der Familie und will auf der Arbeit dieses Jahres aufbauen, um 2016 bessere Resaultate abzuliefern."

Ocon oder Vergne?

Der zweite Fahrer ist noch offen. Die Spatzen im Fahrerlager pfeifen es bereits von den Dächern. Romain Grosjean wird zu Haas F1 wechseln. Offenbar in der Hoffnung, 2017 den Platz von Kimi Räikkönen bei Ferrari einzunehmen. Das eröffnet das Rennen auf das zweite Cockpit bei Renault alias Lotus. Für den französischen Nationalrennstall ist ein französischer Fahrer praktisch Pflicht.

Die offensichtliche Wahl wäre Jean-Eric Vergne. Der frühere Toro Rosso-Fahrer, der zur Zeit für Ferrari Simulatorarbeit erledigt, hat Erfahrung. Und er könnte als Gegenleistung für Grosjean das Lager wechseln. Alain Prost hält viel von dem 25-Jährigen aus Pontoise, der in diesem Jahr für Andretti in der Formel E unterwegs war und für 2016 eigentlich schon für Virgin-DS unterschrieben hat.

Sollte Vergne nicht kommen, stehen die Karten für Esteban Ocon gut. Der Franzose mit spanischen Wurzeln gehört zwar zur Zeit noch zum Mercedes-Kader, doch Mercedes will mit Renault auch auf der Motorenseite enger zusammenarbeiten.

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