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Vettel zieht mit Senna gleich

"Sieg für Jules und seine Familie"

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Ungarn - Budapest - Sonntag - 26.7.2015 Foto: xpb 66 Bilder

Sebastian Vettel fuhr in Ungarn einen ungefährdeten Sieg ein. Es war der 41. seiner Karriere. Damit ist er nun gleichauf mit Ayrton Senna. Seinen zweiten Erfolg als Ferrari-Pilot widmete er dem verstorbenen Jules Bianchi.

26.07.2015 Andreas Haupt

Das Mindestziel ist erfüllt. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene forderte vor Saisonbeginn von seinen Fahrern und dem Team zwei Siege. In Malaysia klappte es mit dem ersten bereits im zweiten Rennen. Was die Erwartungen in die Höhe schießen ließ. Doch statt weiterer Erfolge folgte eine Serie von sieben sieglosen Rennen. Was mehr und mehr Kritik hervorrief. Beim GP Ungarn gaben Ferrari und Sebastian Vettel die Antwort mit einem ungefährdeten Triumph.

Vettel gibt Führung nur einmal ab

Den Grundstein legte der viermalige Champion am Start. Auf dem Weg in die erste Kurve bremste er die Mercedes-Doppelspitze Hamilton-Rosberg aus. In den folgenden 69 Runden gab der Heppenheimer nur noch einmal die Führung ab. Im 22. Umlauf aufgrund eines früheren Boxenstopps als der bis dato zweitplatzierte Kimi Räikkönen.

Von der Spitze weg ließen die beiden Ferrari nichts anbrennen. "Wenn du vorne bist, kannst du dein eigenes Rennen fahren. Du hängst nicht in der verwirbelten Luft und kannst die Pace diktieren", erklärte Vettel. Stück für Stück entfernten sich die roten Renner aus dem Sichtfeld von Rosberg. Hamilton hatte sich mit einem übereifrigen Manöver in der ersten Runde bereits um alle Siegchance gebracht.

Mercedes keine Gefahr

Nach 17 Runden knöpfte Vettel dem ersten Silberpfeil bereits 9,9 Sekunden ab. Die Ferrari-Pace konnte Rosberg erst ab der 39. Runde gehen. Nur das Safety-Car, das wegen des Hülkenberg-Unfalls auf die Strecke gesendet wurde, brachte den Mercedes-Piloten wieder in Schlagdistanz. "Bis dahin sah es nach einem einfachen Doppelsieg aus", befand Vettel. Doch dann stieg bei Räikkönen die MGU-K aus, was den Finnen, der später endgültig ausschied, zu einer einfachen Beute für Rosberg beim Restart machte. "Kimi hat am Start einen unglaublichen Job gemacht", lobte Vettel seinen Teamkollegen. "Leider hat er Power verloren, und wenn so etwas schleichend passiert, fangen irgendwann die Systeme an zu spinnen."

Doch auch mit Rosberg im Kreuz hatte Vettel keine Probleme. Nachdem sich Rosberg mit Daniel Ricciardo ins Gehege kam, war das Polster nach hinten auf Daniil Kvyat groß. So fuhr Vettel seinem ersten Ungarn-Sieg entgegen. Und seinem 41. Karriere-Erfolg.

Vettel gedenkt Bianchi

So viele schaffte auch der legendäre Ayrton Senna. "Mit Senna gleichzuziehen ist sehr speziell. Ich kann das gar nicht in Worte fassen." Im Gegensatz zu seinem Idol Michael Schumacher, der in Monza 2000 die Emotionen überkamen, nachdem er mit Senna gleichgezogen war, behielt Vettel die Fassung.

Seinen ersten Platz widmete Vettel dem kürzlich verstorbenen Jules Bianchi. "Der Sieg heute gehört Jules und seiner Familie." Dann gibt der Ferrari-Pilot Einblicke in sein Gemüt. "Es war eine Woche mit unglaublichen Up und Downs. Jules in der Startaufstellung zu gedenken, war sehr emotional für uns alle. Obwohl wir als Rennfahrer verschiedene Personen sind, teilen wir doch alle dieselbe Leidenschaft. Wenn man den Helm aufzieht, konzentriert man sich dann eigentlich nur auf das Rennen. Das Schicksal von Jules ist mir aber nicht ganz aus dem Kopf gegangen, obwohl ich im Cockpit viel zu tun hatte."

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