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Unklares F1-Kräfteverhältnis

Streit um die zweite Kraft

GP Australien 2009 Foto: dpa 41 Bilder

Der Saisonauftakt in Melbourne bot Action und Spannung vom Feinsten. Das aktuelle Kräfteverhältnis spiegelte das Ergebnis allerdings nicht wider. Wer ist die zweite Kraft hinter Doppelsieger Brawn GP?

29.03.2009 Tobias Grüner

Trotz mangelhafter Resultate spuckten nach dem Rennen gleich mehrere Teams große Töne. Auf einem Niveau mit dem Doppelsieger Brawn GP sieht sich zwar noch niemand, das Rennen um den Titel "zweite Kraft" ist aber schon eröffnet.

Kubica verpasst den Sieg

Bei BMW-Sauber ist man sich sicher, dass Robert Kubica das Rennen gegen Jenson Button gewonnen hätte, wäre nicht der Unfall mit Sebastian Vettel dazwischen gekommen. "In der Rennmitte konnte Robert die schnellsten Zeiten fahren", freut sich Teamchef Mario Theissen. Als alleiniger Verfolger von Brawn sehen sich die Blau-weißen aber nicht: "Red Bull und Williams waren auch stark. Die Differenzen sind gering, alle drei Teams liegen auf einem Niveau."
 
Bei Red Bull ging man trotz null Punkten schon stärker in die Offensive. "Wir waren heute best of the rest und am nächsten an dem Brawn dran", erzählte Teamchef Christian Horner nach dem Rennen. Nur vier Zehntel haben nach Ansicht des Briten auf Jenson Button gefehlt. Konkurrent Kubica hätte laut Horner vor allem von der Safety-Car-Phase profitiert und sei deshalb am Ende so stark aufgekommen.

Toyota pflügt durchs Feld

Vom Zieleinlauf her hätte sich auch Toyota den Titel als erster Brawn-Verfolger verdient, wenn die Strafe gegen Jarno Trulli nicht gewesen wäre. Timo Glock mochte sich auf Rang vier gar nicht ausmalen, wo er ohne die Qualifying-Strafe gelandet wäre. "Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass wir nach den Wintertests stark aussehen und es ist toll, das wir das auch unter Rennbedingungen beweisen konnten."
 
Der gleichen Meinung war auch das Williams-Team. Nico Rosberg unterstrich mit der schnellsten Rennrunde seine Ambitionen für die nächsten Rennen. "Die Jungs haben mir ein klasse Auto hingestellt", bedankte sich der Deutsche. Auch Technikchef Sam Michael zeigte sich von der Pace angetan: "Als wir freie Fahrt hatten, konnten wir mit allen mithalten." Zu viele Fehler verhagelten am Ende allerdings ein besseres Resultat.

Mit Ferrari stellte noch ein fünftes Team Ansprüche auf einen Spitzenplatz. "Mitte des Rennens konnten wir mit harten Reifen die Pace von BMW mitgehen", erklärte Teamchef Stefano Domenicali. Zunächst sorgten allerdings Probleme mit der Strategie für einen Rückstand, am Ende schlug der Defektteufel gleich bei beiden Autos zu.

Punktewertung sieht McLaren vorne

Schaut man sich die wahre Teamwertung nach dem Rennen einmal an, ist übrigens keines der oben genannten Teams auf Rang zwei. McLaren-Mercedes schob sich durch den dritten Platz von Lewis Hamilton in den Windschatten von Brawn GP. Die Silberpfeile sind aber auch das einzige Team, dass weiterhin mächtig tiefstapelt. "Für Malaysia erwarte ich uns noch weniger konkurrenzfähig", lautete die wenig hoffnungsvolle Kampfansage von Teamchef Martin Whitmarsh.

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