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Unterstützung für Renault

Red Bull mischt beim Motor mit

Red Bull-Renault - Jerez - 2014 Foto: xpb 17 Bilder

Bei Red Bull und Renault laufen die Uhren schon für 2015. Größte Aufgabe ist die Entwicklung des Motors. Red Bull greift Renault dabei mehr unter die Arme als zunächst gedacht. Der Elektro-Part wird in Milton Keynes fitgemacht, der Motor in Viry-Chatillon. Mit der Option die Antriebsquelle einmal ganz in Eigenregie zu bauen.

23.08.2014 Michael Schmidt

Für Red Bull hat die WM 2015 schon begonnen. Im Mittelpunkt der Entwicklung steht der Renault-Motor. Je nachdem, wem man zuhört, fehlen zwischen 40 und 60 PS auf Mercedes. Im Winter geht das Entwicklungsfenster auf. Dann dürfen Mercedes, Ferrari und Renault an ihre Antriebseinheiten ran. Maximal 48 Prozent können modifiziert werden.

Doch wird das Renault reichen, um den Rückstand auf Mercedes bis zum Stichtag, dem 28. Februar 2015 aufzuholen? Auch Mercedes steht nicht still. Deshalb machen Red Bull und Renault gerade mobil.

Red Bull sucht in einschlägigen Fachzeitschriften Fachpersonal für alle Disziplinen des Motorbaus. Vom Elektronikfachmann bis zum Brennraum-Spezialisten. Adresse ist immer Red Bull. Wird da doch ein Motor in Eigenregie gebaut? Renault-Motorenchef Rob White beschwichtigt: "Es ist leichter in England Leute zu rekrutieren als in Frankreich."

Red Bull hält sich Option für eigenen Motor

Red Bull-Teamchef Christian Horner verrät, dass sich der Rennstall und sein Motorenpartner in Zukunft die Arbeit teilen. Motor und Turbolader werden in Viry-Chatillon weitergepflegt. Die Elektromotoren, Energiespeicher und die Simulation wird nach Milton Keynes ausgelagert. Der Elektro-Part gehört fortan in den Zuständigkeitsbereich von Red Bull.

Da passt aber nicht ins Bild, dass Red Bull auch Ingenieure anheuert, die eindeutig mit dem klassischen Motorenbau zu tun haben. Rob White widerspricht: "Es gibt ja da auch noch das neue Red Bull-Technologiezentrum. Auch dafür werden Techniker gebraucht." Gemeint ist das neue Projekt von Technikchef Adrian Newey. Es soll sich um ein Hybridauto für die Straße handeln.

Intern hört man, dass sich Red Bull mit der neuen Aufstellung die Option offenhält, 2016 die ganze Antriebseinheit unter dem eigenen Dach zu bauen, sollte Renault im nächsten Jahr den Rückstand zu Mercedes nicht aufholen können.

Infiniti gäbe dann das Geld dazu. In Silverstone traf sich Infiniti-Chef Andy Palmer mit den Red Bull-Bossen. Es wurde diskutiert, wie viel eine Neukonstruktion kostet. Palmer reiste nach dem GP England zurück ins Hauptquartier nach Hongkong, um dort dem Vorstand das Konzept vorzulegen. Offenbar mit positivem Ergebnis.

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