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Strafe gegen Renault

Alonso-Team in Valencia gesperrt

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 51 Bilder

Update ++ Das komplette Renault-Team ist vom kommenden Grand Prix-Rennen in Valencia ausgeschlossen worden. Die Stewards warfen dem Team fahrlässiges Verhalten in Ungarn vor. Fernando Alonso war mit einem lockeren Rad aus der Box geschickt worden.

26.07.2009 Tobias Grüner

Zweieinhalb Stunden nach Rennende ist das Ergebnis von Budapest endlich bestätigt worden. Für Renault hatte der Grand Prix allerdings ein unerwartetes Nachspiel. Die Rennleitung sprach eine empfindliche Strafe gegen das Team aus. Fernando Alonso muss ausgerechnet beim Heimspiel zuschauen.

"Das Team Renault wird vom nächsten Lauf der Formel 1-Weltmeisterschaft ausgeschlossen", heißt es unmissverständlich im Urteil der Rennleitung. Grund für die harte Strafe war ein Vorfall in Runde 13: Als Fernando Alonso die Box nach seinem Boxenstopp verließ, verlangsamte er zunächst das Tempo. In Kurve fünf löste sich dann plötzlich das rechte Vorderrad vom Auto.

Grob fahrlässiges Verhalten

Die Rennleitung wirft dem Rennstall gleich mehrere Verstöße vor. Alonso soll aus der Box gelassen worden sein, ohne dass der Sicherungsstift für die Radschraube befestigt war. Die Stewards sahen darin ein Indiz, dass die Mechaniker wussten, dass das Rad nicht vernünftig befestigt gewesen sei.

Trotz dieses Wissens habe das Team Alonso nicht daran gehindert, die Boxengasse zu verlassen. Auch die Tatsache, dass der Fahrer nicht über den Fehler informiert worden war, legte die Rennleitung zu Lasten von Renault aus. Alonso sei auch nicht angewiesen worden, angemessen auf das Problem zu reagieren, und das obwohl der Pilot das Team über Funk informiert hat, dass er einen Plattfuß vermutet, heißt es in der Urteilsbegründung.

Berufung gegen das Urteil

Renault hat bereits wenige Minuten nach Bekanntgabe der Strafe angekündigt, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen. Nach den FIA-Regeln muss der Rennstall dazu eine Bearbeitungsgebühr von 6.000 Euro im Voraus bezahlen, was Renault nach eigenen Angaben bereits getan hat. Nach diesem formellen Schritt hat das Team von Flavio Briatore nun 48 Stunden Zeit, den Protest offiziell einzulegen. Weitere acht Tage später muss auch die Begründung bei der FIA vorliegen.

Am Ende sprang das Rad wie ein Gummiball über die Strecke und hätte zu einer Gefahr für Streckenposten und andere Piloten werden können. Die harte Strafe für den Rennstall hat sicher auch mit einem Vorfall in der Formel 2 vom vergangenen Wochenende zu tun. Henry Surtees wurde von einem herumfliegenden Rad getroffen und tödlich verletzt. Der Unfall von Felipe Massa im Qualifying sensibilsierte die Stewards zusätzlich.

Webber verwarnt, Räikkönen ohne Strafe

Neben dem Fall Renault wurden nach dem Rennen noch zwei weitere strittige Szenen verhandelt. Red Bull-Pilot Mark Webber erhielt eine Verwarnung, weil er bei der Ausfahrt aus seiner Box beinahe in Kimi Räikkönen gekracht war. "Unsicheres Verlassen der Box", lautet dies offiziell.

Auch der Finne selbst musste zittern. Gegen Räikkönen lief eine Untersuchung wegen der Berührung von Sebastian Vettel auf dem Weg in die erste Kurve. Der Deutsche beschädigte sich dabei die Radaufhängung und musste später aufgeben. Die Rennleitung sah allerdings kein Fehlverhalten des Ferrari-Piloten und wertete es als normalen Rennunfall.

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