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Update-Enttäuschung bei McLaren

Neuer Frontflügel nicht FIA-getestet

McLaren Frontflügel GP Spanien 2013 Foto: xpb 82 Bilder

Bei McLaren blieb der erhoffte Fortschritt in Barcelona aus. Die Updates haben nicht den gewünschten Sprung nach vorne gebracht. Der neue Frontflügel kam gar nicht erst zum Einsatz. McLaren ist nicht sicher, ob das Bauteil überhaupt legal ist.

11.05.2013 Tobias Grüner

Bei McLaren ist der Wurm drin. Dabei hätte Barcelona eigentlich der Wendepunkt einer verkorksten Saison werden sollen. Mit einem großen Update-Paket hatte man den Befreiungsschlag geplant. Jenson Button wollte damit locker in die Top Ten fahren. Doch am Ende gab es nur Startplatz 14.

Ein Problem mit dem Reifendruck bremste den Briten offenbar ein. Wie der Fehler passieren konnte, war nach dem Qualifying zunächst nicht klar. "Man pumpt die Reifen auf. Dann heizt man die Reifen auf. Und der Druck, der dann auf der Strecke ankommt, ist noch einmal anders. Das ist also nicht ganz einfach", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh anschließend. "Klar ist nur: Der Druck der Reifen war höher als wir erwartet haben."

Simulationen waren zu optimistisch

Teamkollege Sergio Perez schaffte es mit Ach und Krach auf Rang neun. "Das war das absolute Maximum. Die Runde war einfach gut", strahlte der Mexikaner anschließend. Doch Platz neun ist nicht das, was man erwartet hatte.

Enttäuschte Erwartungen scheint das Motto für die ganze Saison zu sein. "Schon die Simulationen vor der Saison waren etwas optimistisch. Wir haben die Daten etwas zu positiv ausgelegt", erklärte Whitmarsh. "Die Erwartungen hier in Barcelona waren etwas zurückhaltender. Trotzdem hatten wir gehofft, dass wir einen größeren Schritt machen. Wir müssen immer noch lernen. Und wir haben noch jede Menge Hausaufgaben."

Ein Grund für den verpassten Sprung nach vorne war der neue Frontflügel. Das Bauteil wurde erst in letzter Sekunde fertig und schaffte es deshalb nicht mehr rechtzeitig zur FIA-Abnahme. Deshalb verzichtete McLaren freiwillig auf den Einsatz. "Wir waren nicht davon überzeugt, dass er den Regeln entspricht. Wir testen die Teile natürlich intern vorher auf die Toleranzen in Sachen Abmessungen und Steifigkeit. Aber erst die Tests bei der FIA entscheiden, ob ein Bauteil legal ist oder nicht. Und ohne den Test war es uns einfach nicht sicher genug."

McLaren will Saison noch nicht abschreiben

Wie geht es jetzt weiter mit McLaren. Der WM-Zug scheint längst abgefahren. Mit den großen Regeländerungen ist die Versuchung groß, die Ressourcen frühzeitig auf 2014 zu verschieben. Doch Button winkt ab: "Das ist ein großes Team mit vielen Partnern und Sponsoren. Wenn wir in diesem Jahr noch etwas erreichen können, dann wäre es der falsche Weg, die Saison schon abzuschreiben. Natürlich hätte ich gerne ein gutes Jahr 2014. Es ist aber noch zu früh, alles auf eine Karte zu setzen. Wir haben leider nicht den Schritt gemacht, den sich alle erhofft haben. In der Fabrik wird so hart gearbeitet. Aber wir müssen weiter positiv bleiben."

Auch Whitmarsh übt sich weiter in Duchhalteparolen. "Wir haben uns schon aus schlimmeren Situationen befreit. Wir haben ein starkes Team. Wir werden zurückkommen." Seinen eigenen Job sieht der bisher glücklose Teamchef nicht in Gefahr. "Von solchen Diskussionen habe ich noch nichts mitbekommen." An Aufgabe oder Rücktritt denke der Brite auch nicht.

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