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Update-Feuerwerk beim GP Belgien

Bananen-Flügel, Delta-Flaps und mehr...

Mercedes - Technik - GP Belgien 2015 Foto: Wilhelm 31 Bilder

Beim GP Belgien kamen Technik-Freunde voll auf ihre Kosten. Die Ingenieure entwickelten für die Highspeed-Strecke viele spezielle Aero-Teile. In unserer Galerie zeigen wir die interessanten Updates wie gewohnt anschaulich im direkten Vergleich mit den alten Versionen.

27.08.2015 Tobias Grüner

Als die Mercedes-Mechaniker am Donnerstag vor dem Rennen in Spa-Francorchamps erstmals den neuen Heckflügel montierten, trauten Beobachter ihren Augen kaum. Das Heckleitwerk präsentierte sich im Zentrum durchgebogen wie eine Hängematte. Solch eine ungewöhnliche Form hatte man in der Formel 1 schon seit Jahren nicht mehr gesehen.

In den sozialen Netzwerken wurde das Update mit Skepsis und Spott beäugt. "Waren die Ingenieure besoffen?", "hat sich da ein Elefant draufgesetzt?" oder "hat der Flügel zu lange in der Sonne gestanden?", waren noch die freundlicheren Kommentare. Doch am Ende waren es die Ingenieure, die zuletzt lachten. Der Flügel funktionierte. Mercedes fuhr einen Doppelsieg nach Hause.

Mercedes-Flügel wird an der Strecke angepasst

Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin erklärt, warum man beim GP Belgien ein besonderes Aerodynamik-Paket benötigt: "Für Spa braucht man einen sehr effizienten Flügel. Man versucht möglich viel Abtrieb zu erhalten, aber gleichzeitig den Luftwiderstand wegen der sehr langen Geraden zu minimieren. Diese Form sieht sehr effizient aus, also haben wir es in der CFD-Simulation getestet. Dann probieren wir das Design im nächsten Schritt im Windkanal aus."

"Danach steht das Finetuning auf dem Programm. Wir müssen sicherstellen, dass wir an das Abtriebslevel an der Rennstrecke in kleinen Schritten verändern können. Wir wissen zwar, wie schnell wir fahren können, aber erst wenn klar ist, wie schnell Red Bull und Ferrari ist, passen wir uns daran an, ob wir schneller auf den Geraden oder in den Kurven sein wollen."

"Die Form des Flügels muss zur Luftströmung passen, die auf ihn trifft. Die wichtigste Frage lautet aber, wie viel Abtrieb und wie viel Luftwiderstand er produziert. Die Fahrer wollen im Sektor 2 so viel Grip wie möglich. Dort sind alleine fast so viele Kurven wie anderswo auf der ganzen Strecke. In Sektor 1 und 3 geht es nur um hohe Top-Speeds. Da kann man mehr Abtrieb nicht gebrauchen."

"In Monza wird der Flügel sogar noch flacher. Spa und Monza sind die einzigen Strecken, auf denen man sich anpassen muss, wenn man keine Performance einbüßen will. Im Rest der Saison gehen wir dann wieder zurück auf die großen Flügel."

Ferrari rüstet auf alten Technik-Stand zurück

Auch bei Ferrari gab es einen Großumbau in der Sommerpause. Allerdings rüsteten die Italiener in vielen Punkten zurück. Die Seitenkästen mit Bügelflügeln entsprachen wieder dem Stand vor Barcelona. Die Finnen an den hinteren Radträgern hatte man zuletzt in Spielberg gesehen. Es gab aber auch Neues am roten Auto. Ein spezieller Low-Downforce-Frontflügel zeigte ein neues, radikales Design.

In unserer großen Technik-Galerie aus Spa haben wir wie gewohnt neue und alte Versionen im direkten Vergleich. So erkennen Sie sofort, in welchen Details die Ingenieure ihre Autos weiterentwickelt haben.

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