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Upgrades laufen ins Leere

Probleme für McLaren, Sauber und Williams

Sergio Perez - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - 10. Mai 2013 Foto: xpb 88 Bilder

Für McLaren, Sauber und Williams sollte die Saison in Barcelona neu beginnen. Dafür haben die Ingenieure mehr oder weniger große Ausbaustufen entwickelt. Doch die Probleme laufen den drei Sorgenkindern hinterher. Nach dem Freitagstraining waren die drei Teams dort, wo sie auch bei den ersten vier Rennen standen.

10.05.2013 Michael Schmidt

Die Hoffnungen waren groß. Nach einem verkorksten Saisonauftakt wollte McLaren zurück an die Spitze. Sauber und Williams hatten Force India, den Spitzenreiter des Mittelfeldes, im Visier. Dafür haben die Entwicklungsabteilungen mächtig Dampf gemacht.

McLaren baute das halbe Auto um: Frontflügel, Heckflügel, Seitenkästen, Unterboden, Kühlung, Hinterachse. Williams brachte ebenfalls große Frachtkisten mit nach Barcelona. Neu sind die Flügel vorne und hinten, die Kufe des Unterbodens und die Heckverkleidung. Sauber hatte den Unterboden und den Heckflügel modifiziert.

Zu wenig Zeit zum Testen

Die drei Sorgenkinder hätten jeden Kilometer gebraucht, doch Petrus machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die ersten 70 Minuten der ersten Trainingssitzung konnte man abschreiben. Die nasse Piste ließ nicht einmal eine vernünftige Datenerfassung zu. "Die Pitotrohre sind mit Wasser vollgelaufen. Da ging nichts mehr mit Messen", erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Somit waren McLaren, Sauber und Williams dazu gezwungen, fast das ganze Programm in den zweiten 90 Minuten abzuspulen. Das war offenbar nicht genug. Die Probleme, die den Saisonauftakt verhagelt hatten, waren immer noch da. "Nur anders", stöhnte Jenson Button.

Sauber-Fortschritt nicht messbar

Die Uhr kennt keine Gnade. McLaren lag 1,498 Sekunden hinter der Bestzeit auf den Plätzen 12 und 13. Williams fehlten 2,080 Sekunden auf Sebastian Vettels Red Bull. Die Vorjahressieger landeten auf den Plätzen 14 und 16. Bei Sauber fiel der Rückstand noch größer aus. Nico Hülkenberg meinte zu dem Abstand von 2,359 Sekunden: "Das ist zu viel." Er platzierte sich an 15.Stelle, sein Teamkollege Esteban Gutierrez auf Rang 17. Die Unruhe beim Einlenken ist verschwunden. "Das Auto ist jetzt relativ stabil. Uns fehlt einfach Grip", bedauerte Hülkenberg. Da die Reifentemperatur im grünen Bereich lag, bleibt nur ein Schluss: Dem Sauber C32 fehlt es an Abtrieb.

Auch bei Williams haben sich die Probleme verschoben. Die Nervosität am Kurveneingang ist weg. Die Piloten lobten das neue, giftige Einlenkverhalten. Doch ab dem Scheitelpunkt der Kurve geht die Misere los. Zuerst fallen die blauen Autos ins Untersteuern, dann schwenkt das Heck am Kurvenausgang abrupt herum. Valtteri Bottas kommt mit diesen Fahreigenschaften besser zurecht als Pastor Maldonado.

Zu kalte Reifen bei McLaren

McLaren kam ebenfalls auf keinen grünen Zweig. "Wir kriegen keine Temperaturen in die Reifen", klagte ein Ingenieur. Das klang beim Saisonstart in Melbourne ähnlich und kann eigentlich nur heißen, dass die McLaren wieder einmal zu hart abgestimmt sind, um die spitze Aerodynamik im optimalen Fenster zu halten.

Die Pressemitteilung schweigt die Probleme tot. Whitmarsh lobt stattdessen die Produktionsabteilung, die in langen Tag- und Nachtschichten das Unmögliche möglich machte. Selten war ein Upgrade so umfangreich ausgefallen. Selten hat es aber auch so wenig gebracht. "Wir brauchen mehr Zeit, die neuen Teile zu testen. Da steht uns noch viel Arbeit bevor", schwächt Button ab.

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