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Urteil nach Singapur-Rennen

6 Wochen Gefängnis für Flitzer

Start - GP Singapur 2015 Foto: Red Bull 54 Bilder

Der 27-jährige Brite, der beim GP Singapur auf die Strecke gelaufen ist, wurde zu 6 Wochen Haft verurteilt. Während des Gerichtsverfahrens wurde ein Video gezeigt, das der Flitzer bei seinem gefährlichen Ausflug mit dem Handy gedreht hatte.

04.11.2015 Tobias Grüner

Richter Yuan Fatt zeigte sich gnädig: Die Maximalstrafe für das unerlaubte Betreten der Strecke betrug 6 Monate. Die Staatsanwaltschaft von Singapur hatte 12 Wochen Haft gefordert. Am Ende wurden es "nur" 6 Wochen für die "fahrlässige Gefährdung von Piloten", wie der lokale Sender "Channel News Asia" auf seiner Webseite berichtet.

Singapur-Flitzer muss 6 Wochen ins Gefängnis

Demnach wurde dem Flitzer von Singapur in der Gerichtsverhandlung am Dienstag (3.11.2015) entlastend ausgelegt, dass er unter dem Einfluss einer Malaria-Impfung gestanden habe, deren Nebenwirkungen laut Wissenschaftlern auch Einflüsse auf die Gefahrenabschätzung haben kann. Der ausgebildete Elektriker hatte eigentlich vorgehabt, wenige Tage nach dem Rennen weiter nach Vietnam zu reisen.

Doch daraus wurde nichts. Schon direkt nach dem spektakulären Auftritt am 20. September wurde er kurz in Sicherheitsgewahrsam genommen. Bis zu seiner Verhandlung durfte der Mann das Land nicht verlassen. Weil eine Haftstrafe als sicher galt, hatte er sich bereits am 16. Oktober freiwillig ins Gefängnis begeben.

Handy-Video zeigt Flitzer in Aktion

In der Verhandlung wurden die ersten Berichte der FIA bestätigt. Auf einem selbstgedrehten Handy-Video, das im Gericht abgespielt wurde, war neben den Geräuschen von rasenden Autos auch klar und deutlich zu hören, wie er nach seinem Durchbruch von Streckenposten zur Rückkehr aufgefordert wurde.

Der Angeklagte habe sich reumütig verhalten und entschuldigt, erklärte sein Verteidiger. Es sei nicht seine Intention gewesen, die Veranstaltung zu stören. Der Anwalt des Briten sprach von einem "kindischen Abenteuer".

Das sah der Richter etwas anders. In seinem Urteil betonte er, dass der Angeklagte die Absperrung mit Entschlossenheit durchbrach. Dabei habe er nicht nur sich selbst, sondern auch die Piloten gefährdet. Die Aktion sei nicht nur fahrlässig gewesen, sondern auch egoistisch und dumm.

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