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US F1

Stippvisite der FIA bei USF1

US F1 Foto: US F1 72 Bilder

Nachdem die Zweifel an dem amerikanischen F1-Team USF1 zuletzt immer lauter wurden, hat die FIA das Hauptquartier in Charlotte ein zweites Mal inspiziert. Sport-Vizepräsident Nick Craw zeigte sich beeindruckt von den Fortschritten. Dennoch bleibt das Projekt suspekt.

08.10.2009

Seit Wochen rätselt die Formel 1-Gemeinde über USF1. Das erste amerikanische Formel 1-Team seit Shadow in den 70er Jahren hatte außer zwei Namen, einem Investor und einer Fabrik nicht viel zu bieten. Als Fixpunkte des Teams treten bislang nur die Chefs Ken Anderson und Peter Windsor auf. Youtube-Gründer Chad Hurley hat dem Vernehmen nach 20 Millionen Dollar in das Projekt investiert.

Die FIA fühlte US F1 auf den Zahn
 
Das Hauptquartier in Charlotte ist eine geräumige Fabrikhalle, die allerdings bis Ende August nahezu leer stand. So viele Zweifel machten sogar die FIA nervös. Sie entsandte diese Woche mit Tony Purnell und Nick Craw zwei hochrangige Vertreter nach Charlotte, um dem Team auf den Zahn zu fühlen. In einer Pressemitteilung von USF1 wird FIA-Sportvizepräsident Nick Craw nach der Visite mit den Worten zitiert: "Ich habe das Team im August und diese Woche besucht und bin beeindruckt von den Fortschritten, die seit der Einschreibung in das Concorde Abkommen Ende Juli gemacht wurden.“
 
Teamchef Ken Anderson nimmt die Kritiker unter Beschuss: "Wir haben mit der FIA einen offenen Dialog, seit wir uns für die Formel 1-WM 2010 eingeschrieben haben. Trotz der Gerüchte, die augenblicklich im Raum schwirren, sind wir stolz, der FIA zeigen zu können, dass unsere Fabrik voll eingerichtet ist und dass wir auf einem guten Weg sind, ein ausschließlich in den USA entworfenes Formel 1-Auto zu bauen.“
 
Anderson und Windsor geben keine Details preis
 
Außer viel Pathos bleibt Anderson vieles schuldig. Einziges Detail: "Die Designphase ist abgeschlossen.“ Kein Hinweis über die Ausrüstung der Fabrik, die Mannschaftsstärke, die Ingenieure hinter dem Projekt oder die Fahrer. Immerhin gibt es jetzt endlich einen Zeitplan. Das Auto soll Anfang November zum ersten Mal auf eigenen Rädern stehen und im Januar einem Funktionstest unterzogen werden.
 
Merkwürdig ist, dass auch Andersons Kollege Peter Windsor viele Antworten schuldig bleibt. In seiner Doppelfunktion als Journalist stellte Windsor kürzlich sein Team auf einer Seite in der "New York Times“ vor. Außer Verbeugungen vor dem Standort Amerika und der Geschichte, wie sich Windsor und Anderson zum ersten Mal getroffen haben, erfährt man in dem Artikel, der eher unter der Rubrik "wir über uns" fällt, nicht viel Verwertbares.
 
Nicht nur im fernen Europa wird gerätselt, wie das Duo rechtzeitig zwei Autos an den Start bringen will. In der Rennsportmetropole rund um Charlotte fragt man sich, mit welchem Personal USF1 ein Formel 1-Team betreiben will. Bis jetzt wurden kaum Leute rekrutiert. Auf Stellenanfragen kommt meistens die Antwort, dass es noch zu früh sei. Anderson lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: "Wir haben das richtige Personal, die richtigen Partner und bald werden wir auch die richtigen Fahrer haben.“

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