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USF1

Ein Team auf einer Mission

Foto: USF1

Die Ankündigung eines neuen Formel 1-Teams aus den USA hat in der Szene für viel Wirbel gesorgt. Mit einer "Made in America"-Kampagne ist der Rennstall in spe nun in den USA auf Sponsorensuche.

18.02.2009 Tobias Grüner

Wenn es nur nach den Punkten Optimismus und Engagement ginge, wären die USF1-Projektleiter Ken Anderson und Peter Windsor schon längst reif für die Königsklasse. Allerdings lässt sich mit diesen Tugenden nur schlecht ein Rennstall finanzieren. Und so hängt wieder einmal alles am Geld.

Damit das Team wie geplant in der Saison 2010 an den Start gehen kann, müssen noch einige Sponsoren gefunden werden. Die Taktik dabei ist klar: "USF1 ist kein gewöhnliches Formel 1-Team aus Europa. USF1 ist Made in America", lautet das Versprechen an mögliche Investoren. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal sollen vor allem Geldgeber aus den Staaten dazu gebracht werden, in das Projekt zu investieren.

Mittelfristig konkurrenzfähig

An Selbstbewusstsein mangelt es den beiden Teamchefs nicht: "USF1 wird beweisen, dass ein konkurrenzfähiges F1-Auto auch in der heutigen Zeit in den USA geplant und gebaut werden kann", lautet die Kampfansage an die zukünftige Konkurrenz. Mit zwei US-amerikanischen Stammpiloten will man mittelfristig voll konkurrenzfähig werden.

Noch besteht der Rennstall allerdings einzig aus einem großen Traum und einem Logo. Wie viel Geld nötig ist, um den Traum zu verwirklichen, ist noch nicht klar. F1-Boss Bernie Ecclestone würde die Amerikaner auf jeden Fall mit Kusshand begrüßen. Nach dem Wegfall von Super Aguri und Honda, sind noch einige Plätze in der Boxengasse frei, deren Platz USF1 sofort einnehmen könnte.

Bei ihren Bemühungen setzen die Unternehmer voll auf die Sparpläne von FIA-Präsident Max Mosley. Während andere Teams sich erst an die neuen Gegebenheiten mit Kostenbegrenzungen, mehr Standardteilen und weniger Personal gewöhnen müssten, könne USF1 von Beginn an nach dem neuen Reglement aufgebaut werden, lautet ein Teil des möglichen Erfolgsrezepts.

Budget näher an Nascar als an F1

Auch die restliche Taktik haben sich Anderson und Windsor bereits genau überlegt: "Wir werden mit einem kleineren, aber vielseitig verwendbaren Mitarbeiterkreis arbeiten, der für kurzfristige Projekte nach den besten Spezialisten sucht." Dabei will sich USF1 bei der Entwicklung auf bestimmte Kernpunkte konzentrieren, die wichtig für die Konkurrenzfähigkeit sind, und dadurch die Investitionen effizienter einsetzen. Das Budget soll deshalb näher an einem NASCAR-Team, als an einem F1-Teams liegen.

Damit diese Investitionen langsam anrollen, wurde für die Marketingabteilungen von US-Konzernen ein Cocktail aus Patriotismus, Unternehmergeist und großen Visionen gemixt. Auch vor großen Vergleichen wurde dabei nicht zurückgescheut: "Unser Streben, Amerika auf die F1-Landkarte zurückzubringen, zieht seine Inspiration zum Teil aus der "Anything is possible"-Mentalität", verkündete das Team. Die gleiche Mentalität sei es auch gewesen, die die Amerikaner auf den Mond brachten.

Ob die Bemühungen erfolgreich sind, soll sich schon in den nächsten Wochen zeigen, wenn der Rennstall offiziell präsentiert wird. Ganz amerikanisch ist das Team übrigens nicht: Mitinitiator Peter Windsor ist in England geboren und hat früher lange für englische Firmen in der Formel 1 gearbeitet.

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