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Valencia-Nachlese: Alonso und Hamilton im Glück

Fernando Alonso GP Europa  2012

Der GP Europa liegt zwei Wochen zurück. Trotzdem fand er in der Sitzung der Teammanager ein Nachspiel. Sie wurden von den FIA-Vertretern belehrt, dass Lewis Hamilton und Fernando Alonso knapp an einer Strafe vorbeigeschrammt sind.

Diese Formel 1 ist eine echte Bürokratie. Zu viele Regeln, und nicht alle sind sinnvoll. Aber man kann darüber stolpern, wenn man sie verletzt. Und wenn die Konkurrenz besser aufpassen würde. Aber offenbar kennen sich selbst die Teams in dem dichten Regelgestrüpp auch nicht immer in allen Details aus.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hätten in Valencia zwei Fahrer in ernsthafte Schwierigkeiten kommen können, hätte es einen Protest von den Gegnern gegeben. Das wurde den Teammanagern bei einer turnusgemäßen Sitzung in Silverstone erklärt.

Hamilton bereits vor dem Start zu schnell

Der erste Fall betrifft Lewis Hamilton. Nicht was Sie als aufmerksamer Leser jetzt vielleicht denken. Hamilton war unter gelben Flaggen an der Grenze des Erlaubten gefahren. Da hatten ihn die Sportkommissare freigesprochen. Der strittige Punkt passierte bereits vor dem Start. Hamilton überholte in der Formationsrunde den Trainingsschnellsten Sebastian Vettel gleich zwei Mal - verboten! Hätte sich ein Konkurrenzteam beschwert, hätte das zu einer Strafe führen können.

So wie bei Michael Schumacher 1994 in Silverstone. Die Regel für die Formationsrunde wurde seitdem nur in einem Punkt geändert. Sollte ein Fahrer aus einem triftigen Grund im Feld zurückfallen, darf er an seinen angestammten Platz zurückkehren, wenn er nicht vorher vom ganzen Feld überholt worden war.

Alonso verstößt gegen Parc Fermé-Regel

Auch Sieger Fernando Alonso hätte Ärger bekommen können. Er ließ sich von einem Streckenposten eine spanische Flagge ins Cockpit reichen. Da ist der Weltverband ziemlich unentspannt. Kein Fahrer darf vor dem Parc Fermé Teile von außen ins Cockpit annehmen.

Alonso hat sich vermutlich nichts dabei gedacht, weil Lewis Hamilton beim GP Kanada zuvor in der Auslaufrunde mit dem Union Jack um die Strecke gefahren ist. Auch das war streng genommen illegal. Eigentlich schade. Denn die Flaggen-Nummer ist ein schönes Zeichen für Emotionen in diesem Sport.

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Michael Schmidt

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