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Van der Garde gegen Sauber

Australisches Gericht vertagt Entscheidung

Giedo van der Garde - Sauber - GP Bahrain - Test 2 - 9. April 2014 Foto: xpb

Noch immer ist unklar, welche beiden Fahrer für Sauber ins erste Formel 1-Rennen am kommenden Sonntag gehen dürfen. Der Oberste Gerichtshof von Victoria, ein Bundesstaat in Australien, vertagte seine Entscheidung im Rechtsstreit zwischen dem Rennstall und dem Niederländer auf Mittwoch (11.3.2015).

09.03.2015 Andreas Haupt

Das Geduldspiel für Sauber und Giedo van der Garde geht weiter. Wie der Oberste Gerichtshof von Victoria am Montag (9.3.2015) mitteilte, vertagte Richter Clyde Croft eine Entscheidung im Rechtsstreit zwischen dem F1-Rennstall und dem Niederländer auf den kommenden Mittwoch. Bereits zwei Tage später steigt das erste Freie Training zum GP Australien.

Van der Garde wäre laut Sauber eine Gefahr

Sauber argumentierte im Melbourner Gericht laut der Reporterin Kate Jones von 7News Melbourne, dass ein Einsatz van der Gardes aus Sicherheitsaspekten abgelehnt werden müsse. Aus dem einfachen Grund, dass van der Garde noch nie im neuen Sauber C34 gesessen, geschweige denn Kilometer gemacht habe. Sauber-Anwalt Rodney Garratt wird mit folgenden Worten zitiert: "Giedo van der Garde fahren zu lassen, würde in einem inakzeptablen Risiko münden, welches Körperverletzung oder gar den Tod einschließt."

Van der Gardes Anwalt, Tom Clarke, konterte, dass es kein Problem für den Niederländer sei, in den Sauber zu steigen. "Er ist bereit zu fahren." Außerdem würde eine Sitzanpassung nicht zwei Wochen beanspruchen, sondern könne in wenigen Tagen durchgeführt werden.

Van der Garde und Sauber liegen seit Monaten im Clinch. Der ehemalige Sauber-Testfahrer beharrt darauf, von den Schweizern ein Cockpit für die Saison 2015 vertraglich zugesichert bekommen zu haben. Doch statt für Sauber starten zu dürfen, schmiss das Team van der Garde Ende 2014 raus und verpflichtete Marcus Ericsson und Felipe Nasr, was auch das Aus für Adrian Sutil nach sich zog.

Ericsson und Nasr könnten ebenfalls klagen

Sowohl Nasr als auch Ericsson, beide am Montag im australischen Gericht anwesend, bringen eine zweistellige Millionensumme ins Team ein, was dem finanziell angeschlagenen Rennstall das Überleben sichert. Sollte einer der beiden Piloten das Sauber-Cockpit räumen müssen, könnten sie ebenfalls vor Gericht prozessieren.

In einem erstinstanzlichen Entscheid eines Schweizer Schiedsgerichts wurde van der Gardes Antrag auf Wiedereinstellung erst kürzlich stattgegeben. Sauber habe alle Handlungen zu unterlassen, die den Niederländer daran hindern könnten, als einer der beiden Fahrer an der Saison 2015 teilzunehmen. Sauber räumte ein, der Entscheid sei bindend, aber noch nicht rechtskräftig.

Auch Sutil strebt ein Gerichtsverfahren gegen Sauber an. Dabei geht es aber mehr um eine Kompensationszahlung als um eine erzwungene Wiedereinstellung.

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