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Vergleich Saisonstart 2012 vs 2013

34 statt 16 Führungswechsel

Foto: xpb

Was hat sich über den Winter in der Formel 1 geändert? Es gibt deutlich mehr Führungswechsel, kaum mehr Boxenstopps, keine Safety Cars, und die Rundenzeiten sind trotz der weicheren Pirelli-Reifen nur im Training gesunken. Im Rennen blieben sie gleich.

30.04.2013 Michael Schmidt

Das Reglement blieb bis auf Nuancen gleich. Pirelli lieferte weichere Mischungen. Eigentlich sollten damit die Rundenzeiten schneller werden und die Fahrer ein Mal mehr Reifen wechseln müssen. Doch die Erwartungen wurden nicht ganz bestätigt. Die Rundenzeiten im Training wurden im Schnitt um eine halbe Sekunden schneller. Dafür bewegen sich die Durchschnittsgeschwindigkeiten der Sieger auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Boxenstopps in den ersten 4 Grand Prix ist von 244 auf 263 gestiegen. Dafür musste das Safety Car kein einziges Mal ausrücken. Im letzten Jahr hatte Bernd Mayländer zum gleichen Zeitpunkt bereits 3 Einsätze über insgesamt 13 Runden. Die Fahrer sind noch einmal disziplinierter geworden. Es gibt kaum noch Kollisionen mit Kleinholz. Nur eine Größe hat sich geändert. An der Spitze des Feldes findet häufiger ein Wechsel statt. Insgesamt fanden in diesem Jahr bereits 34 Führungswechsel unter 11 Fahrern statt. Vor einem Jahr wechselte nur 16 Mal die Führung.

Im Training um eine halbe Sekunde schneller

Die Prognosen von Pirelli, dass mit den weichen Mischungen die Rundenzeiten der beiden Jahre zuvor torpediert werden würden, traf noch nicht so ein wie erwartet. Die Grand Prix von Australien und Malaysia entziehen sich einem Vergleich, weil entweder das diesjährige oder das letztjährige Training verregnet waren. 2012 wurde die Gesamtzeit in Australien und Malaysia durch den Einsatz des Safety Cars verfälscht. Dafür lassen die Rennen in China und Bahrain Rückschlüsse zu. Die Pole Position in Shanghai sank von 1.35,121 Minuten auf 1.34,484 Minuten um 0,637 Sekunden. Mit den gleichen Reifentypen "soft" und "medium". Die Trainingsbestzeit in Bahrain lag mit 1.32,330 Minuten nur 0,092 Sekunden unter dem Vorjahreswert. Allerdings wurde 2012 mit der Mischung "soft" gefahren. Diesmal sattelte Pirelli aus Angst vor zu hohem Verschleiß auf den "medium"-Reifen als weichere Option um. Der ist von der Mischung ungefähr mit dem letztjährigen "soft"-Reifentyp vergleichbar. Deshalb auch fast identische Rundenzeiten.

China 2012 so schnell wie 2013

Fast unheimlich ist der Vergleich der Gesamtzeit der letzten beiden GP China. Fernando Alonso verfehlte über 56 Runden, 305 Kilometer und 1.36,26 Minuten Nico Rosbergs Zeit aus dem Jahr 2012 um die Winzigkeit von 0,016 Sekunden. Allerdings musste Alonso drei Mal Reifen wechseln, Rosberg ein Jahr zuvor nur zwei Mal. Insgesamt änderte sich die Zahl der Reifenwechsel aber kaum. 2013 stoppten 22 Fahrer drei Mal mehr als 24 Piloten zwölf Monate zuvor. Die 2013er Ausgabe von Bahrain war 49,508 Sekunden langsamer als das Vorjahresrennen. Dabei brauchte Sieger Sebastian Vettel damals wie heute drei Stopps bis ins Ziel. 2012 wechselte er in den Runden 11, 25 und 39 die Reifen. Diesmal in den Runden 10, 25 und 42. Trotz angeblich so schlechter Reifen eine identische Taktik. Mit zwei Fahrern weniger im Feld gab es zwei Boxenstopps mehr.

Sieben der 34 Führungswechsel waren Überholmanöver

Die erfreulichste Erkenntnis ist, dass sich mehr Fahrer öfter an der Spitze ablösen. In Australien und China fanden jeweils 10 Führungswechsel statt. 7 verschiedene Fahrer sammelten in Melbourne Führungskilometer. Damit zählt der Saisonauftakt statistisch gesehen zu den besten 5 Rennen in der GP-Geschichte. 8  unterschiedliche Spitzenreiter gab es nur in Monza 1971 und Mosport 1973. Sieben wurden außer in Melbourne in Silverstone 1975 und in Montreal 2008 gezählt. Auch der GP Malaysia konnte sich über Action an der Spitze nicht beklagen. Neun Mal gab es eine Positionsverschiebung auf Platz eins. Nur Bahrain lag mit 5  Führungswechseln auf Vorjahresniveau. Der Fairness halber sei dazugesagt: Nur 7 der Positionsverschiebungen waren Überholmanöver auf der Strecke. 27 Mal besorgte ein Boxenstopp den Platztausch.

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