Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vergne kämpferisch

"Habe gezeigt, zu was ich fähig bin"

Jean-Eric Vergne - GP Singapur 2014 Foto: xpb 32 Bilder

Jean-Eric Vergne kämpft um seinen Platz in der Formel 1. In Singapur egalisierte der Toro Rosso-Pilot mit Platz 6 das beste Ergebnis seiner Karriere. "Ich habe der Welt gezeigt, zu was ich mit einem vernünftigen Auto fähig bin", erklärte der Franzose anschließend stolz.

24.09.2014 Tobias Grüner

In einem Toro Rosso auf Platz 6 zu fahren, ist nicht so einfach. Vitantonio Liuzzi schaffte das Kunststück 2007 in Shanghai. Und natürlich konnte auch Sebastian Vettel vor seiner Red Bull-Zeit im Toro Rosso häufiger glänzen. Doch mit seinem zweiten sechsten Platz ist Jean-Eric Vergne mittlerweile nach Punkten der beste Toro Rosso-Pilot aller Zeiten.

Nach dem Qualifying hatte es in Singapur allerdings noch nicht nach diesem Ergebnis ausgesehen. "Ich hatte einen Fehler gemacht. Aber ich habe dem Team versprochen, dass ich das wieder gutmachen werde", erklärte der Franzose anschließend erleichtert.

Vergne kommt wieder einmal spät in Fahrt

Das Singapur-Wochenende war ein Spiegelbild seiner Karriere. Beim Kampf um die besten Startpositionen zeigt Vergne regelmäßig Schwächen. Das war auch der Hauptgrund, warum nicht er sondern Daniel Ricciardo zu Red Bull befördert wurde. In Sachen Rennpace war zwischen den beiden Teamkollegen im Vorjahr kaum ein Unterschied festzustellen.

Am Start zum GP Singapur sah es allerdings noch nicht nach der großen Aufholjagd aus. Vergne hing zunächst hinter seinem Teamkollegen Daniil Kvyat fest, der einfach nicht am Magnussen-McLaren vorbeikam. Erst nach 8 Runden drehte die Teamleitung die Reihenfolge der Toro Rosso-Piloten. Doch da waren auch die Reifen von Vergne so schlecht, dass auch er keinen Angriff starten konnte.

Vergne wollte das aber nicht als Ausrede gelten lassen. "Vielleicht wäre es etwas einfacher gewesen, wenn ich früher vorbeigedurft hätte. Aber das ist Rennsport. Da muss man überholen und nicht darauf vertrauen, dass andere einen vorbeilassen." Mit einem frühen Stopp kam er schließlich doch noch vorbei an Magnussen.

Vergne rast trotz Strafe auf Rang 6

So richtig in Rampenlicht fuhr sich Vergne aber erst in den Schlussphase. Nach seinem dritten Stopp in der 44. Runde überholte er mit frischen Reifen ein Auto nach dem anderen. "Das war nicht so einfach. Überholen ist hier immer schwierig. Aber ich habe einige gute Manöver zeigen können, mit denen ich wirklich glücklich bin. Das hat richtig Spaß gemacht."

Vergne fuhr mit dem Messer zwischen den Zähnen. Die Rennleitung hatte ihm wegen Verlassens der Strecke eine 5-Sekunden-Strafe aufgebrummt. "Ich musste in den letzten Runden wahnsinnig Gas geben, um die Strafe wettzumachen. Ich wusste gar nicht, dass ich auf dem 6. Platz war. Ich habe einfach nur gepusht", grinste der Pilot später.

Vergne hofft, dass die Glanzleistung bei der Suche nach einem neuen Cockpit hilft. Nach 3 Jahren bei Toro Rosso wird er 2015 durch Max Verstappen ersetzt. "Ich denke, das war ein gutes Rennen von mir. Vor allem der Zeitpunkt war wichtig. Ich habe der Welt gezeigt, zu was ich mit einem vernünftigen Auto fähig bin."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden