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Verhaltenskodex bei Teamduellen

"Bei Crash besser nicht in Box zurück"

Nico Rosberg & Lewis Hamilton - GP Österreich 2016 Foto: sutton-images.com 141 Bilder

Mercedes hat seinen Fahrern einen strengeren Verhaltenskodex für Zweikämpfe auf der Strecke mitgegeben. Doch wie ist das bei anderen Teams? Wir haben Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg und Felipe Massa gefragt.

07.07.2016 Michael Schmidt 5 Kommentare

In keinem Team kracht es so häufig wie bei Mercedes. Deshalb gelten ab sofort für Lewis Hamilton und Nico Rosberg neue Spielregeln. Werden sie nicht befolgt, drohen Strafen. Doch wie wird das teaminterne Duell auf der Strecke bei anderen Teams gehandhabt? Nico Hülkenberg grinst: „Wir dürfen gegeneinander fahren. Aber wir wissen: Wenn es kracht, kommst du besser nicht zurück in die Box. Deshalb hatten wir noch nie ein Mercedes-Problem.“

Felipe Massa gibt zu, dass es bei Williams Absprachen gibt: „In den Strategiebesprechungen wird das immer wieder angesprochen. Man sagt uns, dass wir in der ersten Kurve nicht zu aggressiv fahren sollten. Und dass wir respektieren sollen, dass derjenige Vorfahrt bekommt, der das Rad vorne hat.“

Bei Williams zählt jeder Punkt

Der Brasilianer sagt aber auch, dass man die Situation bei Williams nicht mit der bei Mercedes vergleichen kann. „Bei uns zählt jeder Punkt für das Team. Wir können es uns bei dem engen Kampf im Verfolgerfeld nicht leisten, irgendetwas wegzuschmeißen. Für Mercedes ist das weniger entscheidend. Sie sind so überlegen, dass sie sich im Duell etwas mehr erlauben können. Wenn es um die Weltmeisterschaft geht, musst du eine Fahrer kämpfen lassen.“

Daniel Ricciardo verrät, dass es bei Red Bull keine interne Absprachen gibt. Außer beim Start. „Da ist die Ansage, dass wir uns respektieen sollen. Es gibt danach immer noch viele Runden Zeit zu zeigen, wer der Schnellere ist.“ Und wenn es in der letzten Runde um den Sieg geht wie bei den Mercedes-Piloten in Österreich? „Dann würde ich auch ans Limit gehen. Das Team lässt uns frei fahren. Nur wenn einer von uns deutlich langsamer ist und vorne liegt, kann es sein, dass es vom Team eine Ansage gibt.“

Rosberg hat etwas versucht, was nicht funktionieren konnte

Natürlich haben die Fahrer die Kollision der Silberpfeile genau studiert. Ricciardo kommt zu dem Schluss: „Nico hat mit seinem Fehler in der ersten Kurve Lewis eingeladen, einen Angriff zu starten. Ab da war das Duell für ihn schon verloren. Wenn er ihn in der zweiten Kurve nicht erwischt hätte, dann mit DRS in der dritten. Ich weiß, was Nico vorhatte, aber er hat es nicht so durchführen können, wie er es geplant hatte.“

Auch Massa gibt eher Rosberg die Schuld: „Zuerst habe ich gedacht: Das ist ein normaler Rennunfall. Aber nachdem ich den Unfall ein paar Mal in Zeitlupe angeschaut habe, muss ich sagen, dass Nico ein bisschen über dem Limit war. Ich verstehe, dass er sich nach außen treiben lässt, um einen Angriff von außen abzuwehren, aber er muss Lewis immer noch genug Platz lassen.“

Neuester Kommentar

Dazu muss ich nicht gegen Hamilton in der F1 fahren. Es reichen schon RCN oder Kartrennen. Vielleicht kann ich mich in diese Situation deshalb auch in der F1 besser hineindenken?

Aber einfach nur von der Couch aus, nach zehn Wiederholungen in Super-slow-motion, den Schuldigen auszumachen ist einfach nur dämlich. Wenn sich die Autos dann verkeilt haben (um bei meinem Beispiel zu bleiben) hätte ich es dann auch besser gewusst. Im Nachhinein ist man halt immer schlauer.

Potentat 11. Juli 2016, 15:47 Uhr
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