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Verkündung in Suzuka

Alonso und Massa 2010 bei Ferrari

Fernando Alonso Foto: Renault 23 Bilder

Die Ausflüchte werden immer schwächer. Dementis hört man gar nicht mehr. Inzwischen haben sich Ferrari und Fernando Alonso auf die Formel geeinigt: In wenigen Tagen gibt das Team die Fahrerwahl bekannt. Kommenden Donnerstag (24.9.) soll es soweit sein.

28.09.2009 Michael Schmidt

Es ist ein schlecht gehütetes Geheimnis. Fernando Alonso wird bereits im nächsten Jahr einen Ferrari-Overall tragen. Sein Teamkollege ist der in Budapest schwer verunglückte Felipe Massa. Kimi Räikkönen muss gehen. Was seit Wochen im Fahrerlager als meist gehandelte Spekulation kursiert, soll am kommenden Donnerstag offiziell gemacht werden. Dann müssen die Beteiligten endlich nicht mehr lügen, wenn die Frage nach der Fahrerpaarung für 2010 gestellt wird.

Santander zahlt die Räikkönen-Zeche

Alonso kommt auf Wunsch von Sponsor Santander ein Jahr früher als geplant. Nach der Saison steigt in Valencia die große Willkommensparty. Ferrari hält Felipe Massa die Treue. Das Festhalten an dem Brasilianer hat auch kommerzielle Gründe. Brasilien ist ein wichtigerer Markt als Finnland. Kimi Räikkönen muss gehen. Da der Finne noch einen Vertrag bis Ende 2010 hat, wird er ausbezahlt. Santander soll die Zeche übernehmen.
 
Intern ist der Wechsel seit einem halben Jahr beschlossene Sache. Ferrari drückte sich nur davor, Räikkönen reinen Wein einzuschenken. Außerdem suchte man nach Wegen, wie man sich die Ablöse für den Finnen erspart. Mit Alonso, Massa, Räikkönen, Testpilot Giancarlo Fisichella und Entwicklungshelfer Michael Schumacher gehen über 50 Millionen Euro für das fahrende Personal drauf. Nach dem Unfall von Massa nahm das Spiel eine neue Wende. Ab da schwingt die Angst mit, dass der Vize-Weltmeister möglicherweise nicht mehr den Speed hat, den man von ihm gewohnt war. Doch man wollte Massa auch nicht einfach so vor die Tür setzen.

Schumacher wird sich Alonso nicht antun

Da auch Michael Schumacher nur bedingt als Aushilfsfahrer in Frage kommt, sicherte sich Ferrari mit Giancarlo Fisichella einen Notnagel für alle Fälle. Schumacher drücken nicht nur die Nachwirkungen seines Motorradunfalls. Der siebenfache Weltmeister wird es sich zwei Mal überlegen, gegen Fernando Alonso anzutreten. "Da trifft er auf exakt den gleichen kompromisslosen Charakter wie er selbst ist", urteilt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Michael weiß, dass Alonso ganz schwer zu knacken ist, und er weiß auch, dass Fernando um 13 Jahre jünger ist. Das wird er sich nicht antun."
 
McLaren profitiert von Ferraris Personalproblemen. Räikkönen wird im nächsten Jahr bei McLaren-Mercedes andocken und mit Lewis Hamilton ein Superteam bilden. "Wir halten Kimi immer noch für eines der größten Talente in diesem Sport", streut Whitmarsh dem Finnen Rosen. Um die Motivation muss sich McLaren nicht sorgen. Hamilton ist für den Weltmeister von 2007 Motivation genug.

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