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Verlorene Technik-Trümpfe

Webber sieht kein Problem

Mark Webber Jerez Test 2012 Foto: Red Bull 66 Bilder

Red Bull beendete den ersten Testtag auf Platz vier. Mark Webber zog ein positives Fazit trotz leichter Startschwierigkeiten. Der Australier räumt zwar auch ein, dass Red Bull viele seiner Trumpfkarten verloren hat, aber er ist trotzdem guter Dinge: "Wir sind ein starkes Team, das mit dieser Herausforderung klarkommt."

07.02.2012 Michael Schmidt

Der neue Red Bull RB8 begann sein Leben mit fast drei Stunden Verspätung. Adrian Newey wollte einen neuen Heckflügel ausprobieren, der in den frühen Morgenstunden nach Jerez eingeflogen wurde. Weil aber über dem Flughafen von Jerez bis neun Uhr morgens dichter Nebel hing, musste die Maschine nach Sevilla ausweichen. Die Fahrt von dort zur Rennstrecke beträgt eine Stunde. So ging es für Mark Webber erst um 11.53 Uhr los.

Webber mit gutem Gefühl

Die erste Bilanz fiel trotz Platz vier mit 0,826 Sekunden Rückstand auf Kimi Räikkönen positiv aus. Rundenzeiten bei den ersten Testtagen sind Schall und Rauch. "Ich habe ein gutes Gefühl mit dem RB8. Es ist nicht weit weg von dem ersten Gefühl mit dem Vorgänger. Das neue Auto tut die Dinge, die wir von ihm erwartet haben. Bis jetzt gab es noch keine bösen Überraschungen. Wenn es was zu bemängeln gäbe, dann dass ich nicht so viele Runden gefahren bin, wie ich wollte." Es waren 54, um genau zu sein.

Das Reglement hat Red Bull drei seiner Joker beraubt. Der angeblasene Diffusor, damit verbunden die starke Anstellung des ganzen Autos nach vorne, und den biegsamen Frontflügel. Webber bestreitet das nicht, macht sich aber keine Sorgen: "Wir sind ein starkes Team mit unglaublich guten Leuten. Seit 2009 sind wir ein Siegerteam und haben uns jeder Regeländerung angepasst."

Neuer Red Bull unruhiger

Wer das beste Auto im Feld hatte, hat am meisten zu verlieren. Der Luxus des künstlichen Abtriebs durch den Auspuff ist weg. Das spürt auch der Fahrer: "Natürlich ist das Auto unruhiger beim Bremsen. Es wäre ja auch unlogisch, wenn es nicht so wäre. Dieses Auto ist aber noch auf dem Stand eines Babys. Warten Sie mal ab, wie es am Ende des Jahres aussehen wird."

Zufrieden ist Webber mit der Sitzposition. "Ich sitze etwas tiefer. Das passt mir besser." Das Gewichtshandikap gegenüber Sebastian Vettel ist zwar immer noch da, und es sollte sich mit einem schwerer gewordenen Frontflügel noch stärker auswirken, aber Webber lässt das nicht mehr gelten: "Ich bin mit diesem Auto viel glücklicher als im Vorjahr. Die Dinge haben sich zu meinen Gunsten entwickelt." In Details will Webber nicht gehen. Das kann nur heißen, dass Adrian Newey dem RB8 ein paar Kilogramm abgerungen hat, was Webber mehr Ballast als Spielmasse in die Hände gibt.

Webber im Urlaub mit Haien

Webber wirkt wie neu geboren. Erstmals seit Jahren verbrachte der Australier den Großteil des Winters in seiner Heimat. "Ich war fünf Wochen am Stück dort. Meine Batterien sind neu aufgeladen. Die meiste Zeit haben ich an der Grenze von Queensland zu New South Wales Urlaub gemacht."

Auf dem Programm stand neben dem üblichen Training auch Surfen. Ungewöhnlich für einen Australier hat Webber das Reiten auf den Wellen in seiner Kindheit nicht gelernt. "Ich bin das erste Mal auf dem Brett gestanden. Es war eine tolle Erfahrung. Wir mussten allerdings ziemlich vorsichtig sein. Zu der Zeit waren ziemlich viele Haie in der Gegend."

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