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Verstappen vs Räikkönen

Haben die Sportkommissare geschlafen?

Verstappen vs. Raikkönen - GP Ungarn 2016 Foto: xpb 67 Bilder

Es war das Duell des Tages. Kimi Räikkönen gegen Max Verstappen. Räikkönen beschwerte sich über Verstappens Blockademanöver. Hätte die FIA hier reagieren müssen? Wäre eine Strafe gegen den Holländer angebracht?

25.07.2016 Michael Schmidt 5 Kommentare

Es war das Duell des Tages. Kimi Räikkönen gegen Max Verstappen. Räikkönen beschwerte sich über Verstappens Blockademanöver. Die Sportkommissare wurden zwei Mal aufgefordert, sich die Sache anzusehen. Sie sahen aber keinen Grund zum Handeln. Vielleicht zu Unrecht.

Das Duell ging über 18 Runden. Kimi Räikkönen gegen Max Verstappen. Ferrari gegen Red Bull. 36 gegen 18 Jahre. 242 gegen 30 GP-Starts. Der Jüngere gewann. Und nach dem Rennen gab es Zoff. Die meisten Beobachter schlugen sich auf Räikkönens Seite. Weil der Finne beim ersten ernsthaften Angriff in Kurve 2 beim Kontakt mit dem Red Bull die linke vordere Frontflügelendplatte verlor. Und weil er beim zweiten Mal in Kurve 1 in die Auslaufzone geschickt wurde.

Die Kommentare der Beteiligten danach waren eindeutig, und natürlich durch die eigene Brille gefärbt. „Ich habe nur meine Position verteidigt. Natürlich bin ich hart gefahren, aber ich musste darauf achten, keinen Fehler zu machen“, meinte Verstappen ungerührt.

Räikkönen gab zurück: „Seine Manöver waren fragwürdig. Beim ersten Mal hat er zwei Mal die Spur gewechselt. Ich wollte aus der Falle raus, und beim Ausweichen habe ich mir den Frontflügel beschädigt. Später hat er immer auf meinen Zug gewartet und ist mir dann vor die Nase gefahren, so dass mir kein Platz mehr blieb. Es sind schon Leute für viel weniger bestraft worden.“

Red Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete den Kampf als harten aber fairen Motorsport. Maurizio Arrivabene, sein Konterpart von Ferrari, verzichtete auf ein eindeutiges Urteil. „An der Boxenmauer bin ich auf und ab gesprungen. Wir glauben, bei Verstappen zwei Spurwechsel gesehen zu haben. Deshalb haben wir Charlie Whiting kontaktiert. Er hat uns versprochen, dass sich die Sache anzuschauen. Es bringt nichts nachzukarten. Wir müssen unsere Rennen auf der Strecke gewinnen, nicht auf dem Papier.“

Sportkommissare zwei Mal zur Untersuchung aufgefordert

Tatsächlich hat FIA-Rennleiter Charlie Whiting die Sportkommissare zwei Mal aufgefordert, sich die fragwürdigen Szenen des Zweikampfes anzusehen. Ein Mal während des Rennens, ein Mal danach. Die Sportkommissare sahen beide Male keinen Anlass, eine Untersuchung einzuleiten.

Wahrscheinlich wurden sie dabei auch beeinflusst von der Meinung von Fahrer-Kommissar Alan Jones. Der Weltmeister von 1980 war selbst auf der Strecke ein zäher Kämpfer und steht auf dem Standpunkt, dass man sich seine Resultate auf der Rennstrecke hart erarbeiten muss.

Zwei Stunden nach Ende des Rennens warf die Rennleitung einen weiteren Blick in das Duell – nachdem sich Räikkönen öffentlich beklagt hatte. Es ging um die Manöver in den Runden 57 und 67. In beiden Fällen hat Max Verstappen nachweislich zwei Mal die Spur gewechselt.

Die Frage ist, um wie viel, zu welchem Zweck und vor allem wann. Die ersten Spurwechsel wurden so interpretiert, dass Verstappen sein Auto in die bestmögliche Position für die nächste Kurve bringen wollte. Erst die zweiten dienten der Verteidigung. Deshalb habe er auch nur einmal die Linie gewechselt.

Verstappens Spurwechsel zu spät?

Räikkönens Kritik drehte sich hauptsächlich um den Zeitpunkt. Seiner Meinung nach, hatte Verstappen bewusst gewartet, bis er seine Entscheidung getroffen hatte. Und erst dann hat der Holländer zur Verteidigung die Spur gewechselt. Zu dem Zeitpunkt blieb Räikkönen kaum noch eine Möglichkeit zum Reagieren. Das führte beim ersten Mal dazu, dass der Frontflügel zu Bruch ging. „Später in Kurve 1 war mehr Platz zum Ausweichen.“

Tatsächlich interessierte sich Whiting mehr für den zweiten Angriff in Kurve 1. Auf den TV-Bildern ist zu sehen, dass sich Verstappen 125 Meter vor der Kurve leicht nach links auf die Ideallinie driften lässt. Als Räikkönen daraufhin auf die Innenspur wechseln will, geht auch sein Gegner nach innen. 75 Meter vor der Kurve. Also schon in der Bremszone. Räikkönen musste zum Ausweichen nun selbst wieder nach links lenken. Und blitzte natürlich ab.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Spurwechsel beim Bremsen verboten sind, weil sie dem Hintermann kaum Gelegenheit zum Reagieren lassen. Whiting will jetzt in Hockenheim noch einmal mit Räikkönen reden, um sich dessen Standpunkt anzuhören. Für eine Bestrafung von Verstappen ist es allerdings zu spät.

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Bitte lassen die Fahrer wiederr für die Top-Plätze kämpfen. Wie kann es sein, dass ein Ferrari auf weichere Reifen noch drein auch noch ein frischer sind ein Redbull nicht uberholen Es doch noch immer eine alter Formel chapmpion am Steuer zu zitsen ,
das blokieren gehort zu das Spiel .

DRS muss hilfen das eifacher zu machen

oeffeltone 27. Juli 2016, 23:21 Uhr
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