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Verstappen zu jung für F1?

"Er wird Geschichte schreiben"

Max Verstappen - 2026 Foto: xpb 100 Bilder

Max Verstappen beschäftigt die Formel 1. Der Holländer wird 2015 als 17-Jähriger mit Toro Rosso sein Formel 1-Debüt geben. Ist das nicht zu jung? Die meisten seiner künftigen Kontrahenten meinen nein: Wer die Chance bekommt, muss sie beim Schopf packen.

21.08.2014 Michael Schmidt

Der junge Mann ist noch kein Formel 1-Auto gefahren. Er hat noch nicht einmal einen Führerschein und wird bei seinem Debüt 17 Jahre und 166 Tage alt sein. Und trotzdem war Max Verstappen das Gesprächsthema im Fahrerlager von Spa. Und vielleicht gerade deshalb. Ein halbes Kind, das in der Königsklasse debütiert. Die Formel 1-Gemeinde diskutierte aufgeregt: Ist dieser Wunderknabe zu jung für die Formel 1? Daniel Ricciardo juxte: "Wenn ich das höre, fühle ich mich richtig alt."

Sebastian Vettel meint, dass man die Chancen ergreifen muss, wie sich sich anbieten: "Du wirst nicht jeden Tag gefragt, ob du Formel 1 fahren willst. Wenn du die Chance bekommst, musst du sie ergreifen. Auch mit 17. Vielleicht fährt das Auto am Anfang mehr mit dir als du das Auto, aber er wird es schon lernen."

Fernando Alonso applaudiert Red Bull: "Sie wollten mit der Nummer die Aufmerksamkeit in den Medien, und sie haben sie bekommen. Ich war mit 17 noch nicht bereit für die Formel 1, aber jede Karriere verläuft anders. Einerseits hat es Verstappen leichter, weil die Autos einfacher zu fahren sind als früher, andererseits machen es ihm die Regeln schwerer zu lernen, weil es so wenig Testfahrten gibt."

"Wenn er mir drei Mal durchs Auto fährt..."

Sergio Perez gibt Alonso Recht: "Es gibt keinen vorgezeichneten Weg in die Formel 1. Jeder geht einen anderen Weg. Ich bin mit 17 erst in die Formel 3 gerutscht. Die Formel 1 wäre da definitiv zu früh für mich gekommen. Verstappen wird Geschichte schreiben. Er wird aber auch merken, dass die Formel 1 viel komplexer ist als die Formel 3. Da geht es nicht nur ums Autofahren. Wenn er es schafft, hat er es sich auch verdient."

Teamkollege Nico Hülkenberg differenziert: "17 Jahre ist natürlich extrem. Aber der Junge kann offenbar gut Autofahren. Das Alter ist im Prinzip nur eine Zahl. Kvyat ist erst 19 und macht einen super Job. Ich habe kein Problem damit, dass ein 17-Jähriger Formel 1-Rennen fährt. Erst wenn er mir drei Mal durchs Auto fährt, würde er zum Problem."

Bei Verstappen zählt Talent und nicht Geld

Valtteri Bottas hat Respekt vor der Aufgabe: "In dem Alter ist das eine riesige Herausforderung. In der Formel 1 musst du so viel lernen. Reifen, Chassis-Setup, Motorcharakteristik, Teamwork, das alles ist anders als in der Formel 3. Es ist machbar, aber schwierig. Für meinen Teil war ich froh, dass ich 2012 bei Williams eine Saison als Testfahrer haben durfte. So konnte ich mich optimal für die erste Saison als Fahrer vorbereiten."

Felipe Massa bringt einen anderen Punkt ins Spiel: "Dass Verstappen Talent hat, zeigen seine Resultate im Kart und in der Formel 3. Es ist schön zu sehen, dass Teams Fahrer noch wegen des Talents und nicht nur wegen der Mitgift nehmen. 17 ist ziemlich jung für die große Aufgabe. Ich hoffe, er schafft es und bleibt nicht nur für ein Jahr."

Verstappens künftiger Teamkollege Daniil Kvyat widerspricht: "Die Formel 1 ist weniger kompliziert, als es den Anschein hat." Nico Rosberg kann die Aussage des Russen nachvollziehen: "Ich habe mit 17 zum ersten Mal ein Formel 1-Auto getestet. Vom Fahren her ging es. Physisch war ich überfordert. Die Autos waren damals schneller und daher anstrengender zu fahren."

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