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Vertrag bis 2015 oder 2017?

Bleibt Vettel langfristig bei Red Bull?

Sebastian Vettel - Bahrain 2014 Foto: xpb 77 Bilder

Bei einem TV-Gespräch zwischen Niki Lauda und Helmut Marko kam überraschend ans Tageslicht, dass Sebastian Vettel einen Red Bull-Vertrag bis 2017 besitzt. Oder handelte es sich dabei nur um einen Scherz unter zwei Österreichern?

04.03.2014 Tobias Grüner

Was war denn da los? Die beiden Spezl Niki Lauda und Helmut Marko trafen sich am Montagabend beim Red Bull-Sender ServusTV zum gemütlichen Plausch über die Saison 2014. Dabei kam es zwischen den beiden Österreichern natürlich auch wieder zu einigen nicht ganz ernst gemeinten Frotzeleien. Das gehört einfach dazu.

Beispiel gefällig? Beim Thema Reifen waren sich beide einig, dass Pirelli dieses Jahr unkritischere Gummis gebaut hat. "Die Mischungen sind weniger riskant. Da ist Sicherheit da", erklärte Marko und fügte an: "Das heißt, Mercedes braucht im Mai nicht wieder einen Extra-Test in Barcelona machen". Lauda grinste verkniffen. Marko hatte die Lacher auf seiner Seite.

Eigentlich ist das Verhältnis zwischen Mercedes und Red Bull nicht das Beste. Marko und Lauda bilden da allerdings die Ausnahme. Lauda nimmt seinen Landsmann regelmäßig mit dem Privatflieger zu Testfahrten und Rennen mit. Dafür kommt der Mercedes-Vorstand regelmäßig beim Red Bull-Pavillon vorbei, um einen Happen zu essen und Neuigkeiten auszutauschen.

Lauda wirbt Red Bull-Personal ab

Beim Thema Personalabwerbungen hört der Spaß allerdings auf. Erst vor wenigen Monaten verlor Red Bull den Chef der Simulator-Abteilung, Mark Ellis, an den Erzrivalen aus Brackley. Das kam in Milton Keynes nicht gut an. Dazu ging mit Peter Prodromou auch noch der Aero-Chef von Bord. Der Ingenieur wechselte zu McLaren.

Ganz oben auf der Wunschliste vieler Teams steht natürlich auch Technik-Chef Adrian Newey. Laut Marko macht auch Mercedes Avancen:

Marko: "Niki kommt jeden Tag vorbei und fragt, ob der Newey geht und ob der Sebastian nicht gleich mitkommen würde. Newey braucht ein Umfeld, wo er seine Art der Arbeit, die ja auch nicht ganz unkompliziert ist, ausleben kann."

Lauda: "Bei Newey und Sebastian erklärst Du mir immer, die haben Verträge bis 2017?!"

Marko: "Richtig."

Lauda: "Also brauchen wir vor 2017 gar nicht darüber reden."

Marko: "Warum kommst Du dann jeden Tag?"

Lauda: "Frühstücken!"

Fans von Sebastian Vettel hörten bei dem spaßigen Dialog ganz genau hin. Offiziell bekannt war bisher nur, dass der vierfache Weltmeister bis 2015 an den Rennstall gebunden ist. Ist Marko hier ein bisschen zu weit vorgeprescht oder handelte es sich nur um einen kleinen Scherz unter Freunden?

Marko erwartet Krach im Ferrari-Lager

Freundschaftlich locker ging es zwischen den beiden auch beim Thema Ferrari zu. Marko erwartet Feuer unter dem Dach der Scuderia. Fernando Alonso bekam mal wieder besonders sein Fett weg. "Alonso ist ganz klar als Politiker die Nummer 1 im Fahrerfeld. Räikkönen ist einer, der sich nicht viel sagen lässt. In Sachen Kooperation und Teamatmosphäre weiß ich nicht, ob das auf Dauer gutgehen wird."

Vor allem die Arbeitseinstellungen der beiden ehemaligen Weltmeister könnte laut Marko ein Thema werden: "Räikkönen geht um 17 Uhr nach Hause. Der andere sitzt bis 21 Uhr an den Daten. Irgendwann wird der auch sagen: Warum mache ich das, wenn der andere davon profitiert."

Zündstoff auch bei Mercedes?

Auch über die Mercedes-Paarung wurde angeregt diskutiert, obwohl es zuletzt harmonisch zwischen Rosberg und Hamilton zuging. Lauda erwartet keine Probleme: "Lewis ist hochtalentiert. Nico ist auch hochtalentiert und technisch versiert. Die beiden ergänzen sich bei der Entwicklung des Autos absolut perfekt. Bei uns wird mit offenen Karten gespielt."

Marko warnte seinen Kollegen jedoch vor Problemen: "Das kommt immer darauf an, wo und wie sie in der WM liegen. Wenn beide um die WM kämpfen, dann ändert sich das ziemlich schnell."

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