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Verzögerter Testbeginn

Mercedes ohne Technikcoup

02/11 Mercedes GP W02 2011 Launch Foto: xpb 22 Bilder

Mercedes wird beim Testauftakt der Formel 1 kommende Woche in Jerez als einziges Spitzenteam mit dem alten Auto aufkreuzen. Das neue Auto debütiert zwei Wochen später in Barcelona. Grund dafür ist kein geheimer Techniktrick, der nicht gezeigt werden darf, sondern das Ziel mit einem ausgereiften Auto in den Testwinter zu starten.

31.01.2012 Michael Schmidt

Caterham machte den Auftakt. Das ehemalige Lotus-Team zeigte als erster im Feld sein neues Auto. Mit schlechten Bildern im Internet. In dieser Woche folgen McLaren und Ferrari. Sie bevorzugen noch die klassische Präsentation auf der Bühne. Wenn am 7. Februar in Jerez die Wintertestfahrten beginnen, dann lassen neun der zwölf Teams die Katze aus dem Sack. Sie starten mit neuen Autos in die zwölf Testtage vor den Saisonbeginn.

Silberpfeil 2012 wird am 21. Februar präsentiert

Mercedes ist nicht dabei. Der 2012er Silberpfeil debütiert erst am 21. Februar in Barcelona. In der kommenden Woche wird nur das alte Auto mit ein paar Entwicklungsteilen in Jerez seine Runden drehen. "Aber da ist nichts Spektakuläres dabei", enttäuscht Sportchef Norbert Haug die Kiebize, die dem Vorjahres-Mercedes ganz genau auf die Kohlefaserhaut schauen werden, ob er nicht doch schon ein Geheimnis in sich birgt, das auf das neue Auto hindeuten könnte. Im Mittelpunkt der Testfahrten in Jerez stehen für Michael Schumacher und Nico Rosberg die neuen Pirelli-Reifen.

Inzwischen ist viel gerätselt worden, warum sich Mercedes mit der Präsentation des neuen Autos so viel Zeit lässt. Experten vermuten eine technische Entwicklung, die man gerne bis zum letzten Augenblick geheimhalten möchte. Der Test mit einem F-Schacht im Frontflügel im Freitagstraining zum GP Japan gab den Spekulanten Nahrung. Der Versuch von Lotus, an der Vorderachse eine vom Bremsmoment abhängige Niveauregulierung zu entwickeln, heizte die Gerüchte weiter an. Macht Mercedes etwa das gleiche? Dieser Verdacht ist mittlerweile hinfällig. Was auch immer Lotus geplant hat, es wurde von der FIA verboten.

Warten auf Mercedes-Supertrick vergeblich

Norbert Haug muss die Vermutungen, Mercedes packe in Barcelona den Supertrick aus, enttäuschen. "Da steckt keine Wahnsinnsidee dahinter, die wir jetzt nicht zeigen wollen, um später alle zu überraschen." Der Mercedes-Chef begründet den Aufschub ganz unspektakulär mit dem Entwicklungsprogramm, das die Fehler aus dem Vorjahr vermeiden soll. "Wir waren 2011 früh dran und haben dafür mit einem nicht ganz ausgereiften Auto bezahlt. Jetzt haben wir den Zeitplan so festgelegt, dass wir durch eine profunde Entwicklungsarbeit diese Probleme schon im Vorfeld ausschließen." Es sei, so Haug, ja nicht neues, wenn ein Topteam das neue Auto mit Verspätung zeigt. "Das haben auch Red Bull und McLaren schon so gemacht."

In diesem Jahr allerdings ist der Vorlauf bis zum ersten Rennen kürzer. Statt 15 Testtagen gibt es nur zwölf. Die Teams haben sich darauf verständigt, drei Tage vom Vorbereitungsprogramm abzuknapsen und für einen Test in Mugello nach den ersten vier Überseerennen zu verwenden. Für Mercedes schrumpft die Zeit mit dem neuen Auto damit von zwölf auf acht Tage zusammen. Da darf nicht mehr viel schiefgehen, wenn das Auto das erste Mal ausrückt. "Wir haben uns mit Hilfe von Prüfstandsarbeit gut vorbereitet", wiegelt Haug ab.   

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