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Malaysia-Spezialist Vettel

Ferrari mit neuen Teilen in Sepang

Ferrari - Formel 1 - GP Malaysia - Donnerstag - 29.9.2016 Foto: ams 119 Bilder

Sebastian Vettel hat gute Erinnerungen an Malaysia. Vor eineinhalb Jahren triumphierte er in Sepang erstmals in Rot. Mit neuen Teilen wollen er und Ferrari auch dieses Mal konkurrenzfähig sein – und Red Bull in der Team-WM unter Druck setzen.

29.09.2016 Andreas Haupt

Ferrari hat sich wieder erholt. Beim Heimspiel in Monza waren die Italiener bereits zweite Kraft hinter Mercedes. In Singapur passte die Geschwindigkeit der roten Autos im Rennen ebenfalls – aber die Strategie und Technik nicht.

Singapur als Abziehbild der Ferrari-Saison

Kimi Räikkönen verpasste einen Podestplatz, weil die Ferrari-Taktiker falsch auf den dritten Stopp von Lewis Hamilton reagierten. Statt den Iceman auf der Strecke zu lassen, holte man ihn ebenfalls zum Gummitausch rein. Und verlor den dritten Rang. „Manchmal mache ich Fehler, manchmal das Team. Wir müssen einfach daraus lernen und in Zukunft diese Fehler vermeiden“, sagt Räikkönen und stellt sich auch zwei Wochen nach dem Rennen hinter seine Mannschaft.

Teamkollege Sebastian Vettel ließ die Technik in der Qualifikation im Stich. Ein gebrochener Umlenkhebel an der Hinterachse bedeutete den letzten Startplatz. Trotzdem arbeitete sich der viermalige Weltmeister noch auf die fünfte Position nach vorne. Und unterstrich damit die starke Ferrari-Pace. Den Mercedes-Ingenieuren zufolge hätte Vettel den GP Singapur sogar gewonnen, wäre er aus den ersten zwei Startreihen losgefahren.

Auch Vettel will Singapur abhaken. „Wir können noch länger über das 'was wäre wenn gewesen' reden. Aber das bringt nichts.“ Trotzdem hält er fest: „Singapur war gewissermaßen ein Abzugbild unserer Saison. Wir hätten besser abschneiden können. Aber es lief eben nicht wie geplant“, erzählt der 29-Jährige.

Vettel schon viermal in Malaysia erfolgreich

In Malaysia soll alles wie gewünscht klappen. Dafür bringt Ferrari Upgrades an das rote Auto. „Wir haben ein paar neue Teile dabei, die wir am Freitag ausprobieren werden. Hoffentlich werden wir dadurch noch konkurrenzfähiger. Wir haben in den letzten Rennen gezeigt, dass unsere Formkurve wieder nach oben geht. Wir wollen diesen Trend aufrechterhalten“, hofft Vettel.

Seinen ersten Auftritt in Sepang hatte Vettel im Jahr 2008. Seine Erfolgsbilanz: Vier von acht Rennen beendete der Ferrari-Star auf dem obersten Podestplatz (2010, 2011, 2013, 2015). Damit ist Vettel der Rekordsieger auf dem 5,543 Kilometer langen Kurs – und ein ausgewiesener Malaysia-Spezialist.

Einen besonders süßen Erfolg feierte er vor eineinhalb Jahren. Damals gewann der 42-fache GP-Sieger sein erstes Rennen für Ferrari. „Ein unvergesslicher Tag in vielerlei Hinsicht“, schwärmt Vettel. Der erste Sieg in Rot treibt auch die Erwartungen für dieses Jahr in die Höhe. „Letztes Jahr kam uns die Strecke entgegen. Vielleicht ist es diesmal wieder so.“

Am Freitag muss sich Vettel wie alle anderen auch erstmal auf die Strecke einschießen. Die Streckenbetreiber ließen die komplette Bahn – inklusive Boxengasse – mit einem dunklen neuen Asphaltband beziehen. Auch die Überhöhung wurde in einigen Kurven geändert. Pirelli bringt erstmals seit Silverstone wieder die härtesten Reifenmischungen.

Welche Auswirkungen wird der neue Asphalt auf die Reifen haben? „Wir müssen erst einmal Runden fahren und Daten sammeln. Es gibt die eine oder andere Theorie, in welche Richtung es mit den Reifen laufen wird – welche Mischung besser funktioniert und welche nicht“, will Vettel noch nicht zu viel verraten. „Der dunkle Asphalt sollte auf jeden Fall die Temperatur in die Höhe treiben.“

Sein alter WM-Rivale, Fernando Alonso, präzisiert das Thema etwas genauer. „Russland, Baku und Österreich haben einen sehr ähnlichen Asphalt. Er ist sehr überall sehr schwarz. Wir haben daher schon gewisse Anhaltspunkte, wie wir mit dem Setup und der Balance arbeiten müssen.“

Platz zwei in der Team-WM im Visier

Den WM-Titel hat Vettel schon abgehakt. Die beiden Mercedes-Fahrer sind schon zu weit enteilt. Der WM-Vierte hat aber noch einige Ziele für die letzten sechs Grand Prix. „Den dritten Platz in der Fahrer-WM“, sagt Vettel. Auf Daniel Ricciardo fehlen ihm aktuell 26 Punkte. „Und in der Team-WM wollen wir noch auf Platz zwei.“

Hier liegt Ferrari 15 Zähler hinter Red Bull. Die gesteckten Ziele erreichen Vettel und sein Team am besten mit Siegen. „Es gibt immer eine Chance, zu gewinnen. Wir wollen alle sechs verbliebenen Rennen ganz vorne beenden. Ich weiß, das ist sehr optimistisch. Wir denken von Rennen zu Rennen.“

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