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auto motor und sport Titel 07/10

Wende in Silverstone

Vettel auf Titelkurs oder nur ein Strohfeuer?

Red Bull hat in Silverstone aufgetrumpft wie zuvor nur Brawn GP. Bedeutet das die Wende im Titelkampf? Sebastian Vettel sieht Anzeichen dafür. Teamchef Christian Horner will mit einer Antwort noch warten.

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Foto: dpa

Vettel kann gemütlich als Erster auf der Ziellinie ausrollen.

Vettel kann gemütlich als Erster auf der Ziellinie ausrollen.
Vettel kann gemütlich als Erster auf der Ziellinie ausro... Silverstone verabschiedete sich mit einem Lächeln aus de... Sebastian Vettel verabschiedete sich mit fetter Beute. Für Lokalmatador Button setzte es eine bittere Heimniede... Kommen wir aber zunächst zur Politik. Die Formel 1-Welt wurde durch die FOTA-Ankündigung einer... Über dem Fahrerlager braute sich etwas zusammen. Max Mosley hatte die Lage nicht mehr im Griff und rief na... F1-Boss Bernie Ecclestone bat die Teams, ein Auge zuzudrÃ... Doch die nahmen die Bitte eher gelangweilt zur Kenntnis. Renault-Teamchef Flavio Briatore versteckte sich gut. So musste Bernie Ecclestone ein anderes Kuschelopfer suchen. Kommen wir aber endlich zu den wirklich wichtigen Themen. Auf der Strecke wurde jede Menge Action geboten. Die Fotografen hatten alles im Blick. Nur Mosley kehrte den Teams demonstrativ den Rücken. Jenson Button versuchte, sich mit einem patriotischen Hel... Mit Erfolg wie man sieht. Wie man es von den Engländern gewohnt ist, pilgerten sie... Auf den Zeltplätzen rund um Silverstone gab es einen ein... Glücklich konnte sich schätzen, wer eine Unterschrift e... Die Kameras konnten gar nicht genug von Button bekommen. Lewis Hamilton blieb deutlich im Schatten seines Landsman... Über Platz 19 im Qualifying war Hamilton Senior allerdin... Genau wie Hamilton Junior. Freundin Nicole Scherzinger musste den geknickten Weltmei... Bei Force India herrschte zunächst deutlich bessere Stim... Die hielt genau so lange an, bis Adrian Sutil eine Bande ... Die beste Laune nach dem Qualifying hatte dieses Duo. Von der Pole Position hatte Vettel das Feld komfortabel i... Dort tauchte als erstes das Gesicht von Rubens Barrichell... Auch die Entennase des Red Bulls von Teamkollege Webber f... Dabei war der Australier mit Rang drei alles andere als z... Er fühlte sich von Kimi Räikkönen aufgehalten, der nac... Bei BMW-Sauber ging es dagegen rapide abwärts. Keines der blau-weißen Autos erreichte die Top Ten. Die Piloten rätselten, wessen Auto schlechter liegt. Auch Buttons Brawn lag nicht optimal. Für Rang sechs mac... Dabei war es gar nicht soooo kühl. Immerhin konnten die Regenreifen in der Garage bleiben. Zum Trost malte Timo Glock dem Briten ein neues Helmdesign. Diese Zeichnung des Kölners kam in die Endauswahl. Kazuki Nakajima war nach seinem fünften Platz im Qualify... Damit verlassen wir die Randsportarten und kümmern uns e... Sebastian Vettel erwischte den besten Start ... ... und bog als Führender in die erste Kurve ein. Unwiderstehlich zog der Heppenheimer an der Spitze davon. Jarno Trulli freute sich nicht lange über Startplatz vie... Fernando Alonso fiel sogar komplett aus den Punkten. Besser lief es bei Ferrari. Mit einer cleveren Tankstrate... Kimi Räikkönen erlebte eine Achterbahnfahrt. Von Startp... Nico Rosberg fuhr ein starkes Rennen und sammelte auf Pla... Nach dem ersten Stopp konnte sich Mark Webber an Barriche... Mit Vettel an der Spitze ... ... und Webber dahinter, kontrollierte Red Bull das Gesch... Für etwas Spannung in der Endphase sorgte der spektakulÃ... Nach 60 Runden konnte Vettel endlich zum Abklatschen an d... Saisonsieg Nummer zwei brachte den Heppenheimer wieder et... Verbeugung vor dem Team, das an diesem Tag ein unschlagba... Ein Dank ging auch ans britische Publikum, das dem Deutsc... Solche Siegessprünge war man eigentlich nur von Michael ... Einen Moment innehalten ... ... und dem Jubel lauschen. Dann konnte die große Sause beginnen.

Sebastian Vettel fuhr ein Rennen nach Maß: Pole Position, schnellste Rennrunde, Sieg. Endlich einer auf trockener Strecke. "Jetzt hat er gezeigt, dass er nicht nur ein Regenmeister ist", freute sich Teamchef Christian Horner, der nach der Champagnerdusche im Red Bull Motorhome erst einmal seine Haare trocknen musste. So wie Vettel und Kollege Mark Webber den GP England dominiert haben, sieht es nach einer Wende in der Weltmeisterschaft aus. Vettel nahm Rubens Barrichello im schnelleren der beiden Brawn GP in den ersten 20 Runden 20 Sekunden ab.

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Saison noch lange nicht vorbei

Das lässt auf eine spannende zweite Saisonhälfte hoffen. Vettel warnt seinen Gegner: "Diese Saison ist noch lange nicht vorbei. Wir sind mit unserem Entwicklungsschritt ein gutes Stück in die richtige Richtung gegangen." Auch Mark Webber glaubt, dass Red Bull die Brawn GP bei den restlichen neun Rennen unter Druck setzen kann. "Das Auto lief unglaublich. Ich kann dem Team nur gratulieren, dass sie so einen Schritt geschafft haben."

Der Australier blieb trotz der Galavorstellung seines Teams auf dem Teppich. "Diesmal haben die Bedingungen zu unserem Auto gepasst. In Istanbul hatte Button den Vorteil. Wir dürfen nicht vergessen, wie er uns da im ersten Turn davongeflogen ist." Je höher die Temperaturen sind, desto mehr kehrt sich die Schwäche der weißen Autos in eine Stärke um. Dann kämpft Red Bull mit dem Reifenverschleiß, während Button und Barrichello vom Reifen schonenden Auto profitieren.

Brawn GP wird nicht abgeschrieben

Rubens Barrichello gab die Niederlage zu, räumte allerdings ein. "Das war eine Red Bull-Strecke. Silverstone ähnelt dem Kurs von Shanghai. Auch da hatten wir Mühe die Reifen auf Temperatur zu bringen. Wir wurden unter Wert geschlagen." Christian Horner gibt dem Brasilianer Recht. "Es wäre dumm von uns, wegen des klaren Sieges Brawn GP abzuschreiben. Jetzt müssen wir auf einem anderen Streckentyp beweisen, dass wir die Form halten können. Wir wissen jetzt, dass unser neues Paket in Highspeed-Kurven und bei tiefen Temperaturen exzellent arbeitet."

Die positive Erkenntnis ist laut Horner, dass der massive Eingriff am Auto auf Anhieb funktioniert hat. "Wir haben die neuen Teile am Freitag ans Auto geschraubt und waren von der ersten Runde an schnell. Besonders erfreulich ist, dass wir auf beiden Reifentypen eine gute Figur abgegeben haben. Wir sind auf harten Reifen bis in die dritte Runde der Qualifikation vorgestoßen."

Bei Brawn GP wird man wegen des Ausrutschers nicht nervös. "Unser Manko waren ganz klar die zu niedrigen Reifentemperaturen. Das Auto selbst ist deswegen nicht schlechter geworden." Für das nächste Rennen am Nürburgring sind aerodynamische Modifikationen angesagt, die in Silverstone wegen der Reifenproblematik auf Eis gelegt wurden.

Button erstmals im Pech

Auch Jenson Button lässt sich vom sechsten Platz nicht aus der Ruhe bringen. Der Engländer weiß, dass er in der Startrunde viele Punkte liegen ließ. Drei Autos zogen an ihm vorbei, weil er hinter Trulli eingeklemmt war. "Als Jenson freie Fahrt hatte, war er so schnell wie Rubens. Er hat es nur im Training nicht geschafft, die Reifen wie Rubens anzuwärmen. Vielleicht liegt es an Jensons weichem Fahrstil."

Barrichello sieht in seinem ersten internen Sieg über Button ein Zeichen der Wende. "Jenson hatte eine Lauf, wo ihm alles zugeflogen ist. Er hat das optimal zu seinem Vorteil genutzt. Ein sechster Platz wirft ihn sicher nicht aus der Bahn, doch manchmal reicht ein Ereignis aus, um das Blatt zu wenden." Barrichello denkt dabei an sich und nicht an Vettel.

Autor: Michael Schmidt
Ist Jenson Button der WM-Titel noch zu nehmen?


MotherGreen | 23.06.2009, 09:13 Uhr

Also ich denke nicht dass Vettel wirklich zu jung ist. Hamilton war bei seinem WM-Titel auch nur 23 Jahre alt. Vettel wird nun im Juli 22.
Man sollte nicht unterschätzen was er in der Lage ist zu fahren, nicht umsonst hat auch er schon 3 Siege zu verbuchen. Dass die Jugend dennoch zu Ungestühmtheit neigt, hat man aber auch bei Hamilton schon gesehen, als er die WM im Kiesbett wegwarf im letzten Jahr. Wieso sollte Vettel dann nicht auch noch den ein oder anderen Fahrfehler machen dürfen wie in der Türkei.
Ich denke er ist nicht zu jung für den Titel, aber mit Jenson Button liegt ein erfahrener Fahrer in der WM ganz vorne, und er wird sich seinen Riesenvorsprung den er hat wohl nicht nehmen lassen und ruhig bleiben auch nach dem 6. Platz in Silverstone, wohl wissend dass bald auch wieder Strecken kommen, die dem Brawn wieder besser liegen als dem Red Bull.

unimog | 22.06.2009, 15:14 Uhr

Bei aller Liebe, aber der Abstand ist doch viel zu groß. Vettel ist auch noch zu unreif für den WM-Titel, der darf ruhig noch mal 1-2 Jahre in die Lehre gehen. Zum Sympathieträger wie es Michael Schumacher war fehlt es bei ihm sowieso an der Austrahlung und Persönlichkeit, auf mich wirkt er immer einfach nur wie ein "Milchbubi" sorry, aber das ist so.

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