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Sebastian Vettel über Platz elf

"War keine Superrunde, aber eine gute"

Sebastian Vettel  - Formel 1 - GP China - 14. April 2012 Foto: xpb 22 Bilder

Was für ein Trainingsergebnis: Zwei Mercedes in der ersten Startreihe, Sebastian Vettel auf Platz elf. Obwohl der Weltmeister zum ersten Mal seit Brasilien 2009 das Top Ten-Finale verpasste, hatte er nichts an seiner Runde oder seinem Auto auszusetzen.

14.04.2012 Michael Schmidt

Da musste man lange blättern, um Parallelen in der Historie zu finden. Die letzte Pole Position eines Mercedes-Fahrers datiert aus dem Jahr 1955. Der Grand Prix, bei dem Sebastian Vettel zum letzten Mal das Top Ten-Finale in der Qualifikation verpasste, liegt etwas näher an der Gegenwart. In Brasilien 2009 startete der Weltmeister nur von Platz 15. Damals war er in einem verregneten Training zur falschen Zeit mit dem falschen Setup am falschen Ort. Diesmal fiel die Schuldfrage schon schwerer.

Mehr war nicht drin

Sebastian Vettel nahm keinen in die Pflicht. "Es war vielleicht keine Superrunde, aber eine gute. Ich bin drei Mal die gleiche Rundenzeit gefahren. Mehr lag nicht drin." Der Red Bull ist nicht mehr das dominante Auto. Und zwischen Platz eins und elf lagen im zweiten Abschnitt der Qualifikation nur drei Zehntel. Ein Wimpernschlag kann in diesem dichten Feld zwischen Sein oder Nichtsein entscheiden. Der falsche Reifendruck, ein falscher Anstellwinkel des Frontflügels, ein winziger Fehler, ein paar Grad rauf oder runter in der Asphalttemperatur.

Vettel war am Ende nur vom Ergebnis enttäuscht, nicht aber von der Form seines Autos. "Wir haben die Balance verbessert. Deshalb bin ich auch dem alten Auspuffpaket treu geblieben. Ich fühle mich wohler damit. Ich hatte einfach keine extra Rundenzeit mehr in der Hinterhand." Dass es Teamkollege Mark Webber mit der neuen Aerodynamikkonfiguration auf Startplatz sieben geschafft hat, ist für Vettel kein Indiz für die Qualitäten der beiden Spezifikationen. "Mark war einfach schneller als ich. Punkt. Hätte ich gestern dass Gefühl gehabt, dass seine Auspufflösung die bessere ist, hätten wir unser Auto umbauen können."

Fahrstil diktiert Auspuffdesign

Für Red Bull ist der GP China ein Test. Der Vergleich der beiden Auspuffsysteme soll mehr Daten liefern, um Antworten auf dringende Fragen zu bekommen. "In der Hinsicht war es ein Erfolg“, bestätigt Vettel. "Wir wissen jetzt mehr als vorher. Einige unserer Verdachtsmomente in Bezug auf den Auspuff wurden bestätigt."

Der Fahrstil diktierte den Red Bull-Piloten die Wahl. Vettel ist der Kurveneingang wichtiger. Da gibt ihm der alte Endrohrposition mehr Sicherheit, weil die dazugehörige Aerodynamikkonfiguration weniger anfällig für die pulsierenden Auspuffgase ist. Mark Webber konzentriert sich eher auf den Kurvenausgang. Da ist der nach außen blasende Auspuff besser. Der Australier erklärte umständlich: "Der Grund, warum wir zweigleisig fahren liegt darin, dass wir versuchen, die optimale Balance an die Stellen zu legen, an denen wir uns wohler fühlen."

Ein Rätsel sind weiter die Reifen. Red Bull kämpft immer noch mit dem Phänomen, dass die Balance des Autos mit frischen Reifen kritisch wird, während der RB8 auf gebrauchten Sohlen mehr verzeiht. Webber konnte nicht sagen, warum er im Top Ten-Finale 0,529 Sekunden auf seine Q2-Zeit verloren hat.

Zeit des Reifensparens vorbei

"Das können minimale Temperaturschwankungen sein. Oder die einzelnen Reifensätze unterscheiden sich. Ich hatte im Q3 nur noch einen frischen Satz übrig, und da hat es nicht gepasst. Vielleicht, weil es nur leicht kühler geworden ist." In einem Punkt müssen die Red Bull-Piloten jedenfalls umdenken. "Die Zeit des Reifensparens ist vorbei", gibt Webber zu bedenken. "Priorität hat für uns, eine Runde weiterzukommen.“

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