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Vettel von Platz vier auf zwei

"Habe kurz gehofft, Lewis einzuholen"

Sebastian Vettel - Kimi Räikkönen - Ferrari . GP Russland 2015 - Sochi Foto: xpb

Sebastian Vettel fuhr mit seinem zweiten Platz beim GP Russland zum 77. Mal in seiner Karriere aufs Podest. Das elfte Mal in Rot. Während des Rennens hatte der Ferrari-Pilot sogar kurz auf den Sieg gehofft. Doch der blieb Lewis Hamilton vorbehalten.

11.10.2015 Andreas Haupt

Diesmal ging der Start nach hinten los. Beim GP Japan machte Sebastian Vettel gleich zwei Positionen auf den ersten Metern gut. Zwei Wochen später in Sochi klappte es nicht. Stattdessen verlor der viermalige Weltmeister in seinem Ferrari SF15-T eine Position an Teamkollege Kimi Räikkönen. "Ich habe durchdrehende Räder gehabt", entschuldigte sich Vettel.

Durchdrehende Räder am Start für Vettel

Doch trotz des unterschiedlichen Beginns sprang für den Heppenheimer in Russland ein besseres Ergebnis heraus. Weil dieses Mal Nico Rosberg nicht mehr an ihm vorbeiziehen konnte. Der Mercedes-Pilot schied bereits vorzeitig aus. Vettel profitierte davon in doppelter Hinsicht. Mit seinem zweiten Platz nach 53 Runden sammelte er 18 Punkte. Damit überholte er Rosberg und ist nach 15 von 19 Rennen neuer WM-Zweiter. Mit 236 Punkten. Sieben vor Rosberg, mit dem er in den verbleibenden GP wohl um den Vizetitel hinter Lewis Hamilton kämpfen wird.

Kämpfen ist ein gutes Stichwort. Vettel lieferte sich beim GP Russland ein paar sehenswerte Duelle mit Kimi Räikkönen. Den ersten Versuch nach der ersten Safety-Car-Phase konnte der Iceman noch abblocken. Er ließ Vettel auf der Außenbahn verhungern.

Ferrari ließ seine Piloten frei gewähren. Im Gegensatz zu früheren Jahren, wo man gerne mal auf eine Stallregie zurückgriff. "Wir haben nicht an die Meisterschaft gedacht in diesem Moment. Es gab keine Anweisungen", erklärte Teamchef Maurizio Arrivabene.

Vettel und Räikkönen mit engem Duell

Beim zweiten Restart setzte sich Räikkönen wieder nicht entscheidend ab. Eine Schwäche, die man vom Finnen schon öfters gesehen hat. Sein Teamkollege nutzte die zweite Chance besser. Er setzte sich am Ende der Geraden auf die Innenseite. "Ich habe keinen Topspeed", klagte Räikkönen später über Funk.

Nur durch Abkürzen blieb er zunächst im Ferrari-Duell vorn. Bis Räikkönen Vettel später ziehen ließ, um eine Strafe zu vermeiden. So sah es zumindest auf den TV-Bildern aus. "Zwischen Kimi und mir war es sehr eng. Aber es hat geklappt. Ich denke, dass wir beide den Kampf genossen haben. Ich wahrscheinlich ein bisschen mehr als er", freute sich Vettel.

Danach machte er Boden gut auf den bis dato Zweitplatzierten Valtteri Bottas. Als Vettel im Heck des Williams FW37 klebte, wurde der Finne an die Box geholt. Ferrari setzte aufs richtige Pferd und ließ Vettel auf den Supersofts draußen. Zwischen Runde 26 und 30, als Vettel an die Box kam, holte er die entscheidenden Sekunden heraus. "Ich hatte noch mehr Saft in den Reifen als Bottas. Wir konnten relativ komfortabel an ihm vorbeiziehen beim Stopp", erklärte Vettel.

Räikkönen vor Kollision mit Bottas bestraft

Nach seinem Stopp stand ihm nur noch Sergio Perez im Weg. Der Mexikaner war durch einen frühen ersten Reifenwechsel nach vorne gespült worden. Auf frischen Reifen griff der Ferrari mit der Startnummer fünf beim Anbremsen zu Kurve 13 an. "Ich glaube, ich habe ihn ein bisschen überrascht. An dieser Stelle ist es nicht einfach, zu überholen."

Hamilton war zu dieser Zeit schon enteilt. Doch Vettel knabberte ein paar Sekunden ab. "Ich habe mich im Auto puddelwohl gefühlt. Ab einem gewissen Punkte habe ich sogar gehofft, Lewis noch einholen zu können." Daraus wurde nichts. Im Ziel fehlten ihm 5,9 Sekunden auf den Sieger. "Trotzdem ein sehr gutes Ergebnis für uns." Immerhin blieb neben Platz zwei die schnellste Rennrunde in 1:40.071 Minuten. Die erste der Saison.

Teamkollege Kimi Räikkönen kollidierte in der letzten Runde bei einem Angriff auf Bottas. Im Kampf um Platz drei. "Ein Rennunfall", befanden Arrivabene und Räikkönen, der den angeschlagenen Ferrari als Fünfter über die Linie brachte. Die Stewards sahen es anders. Sie verhängten nachträglich eine 10 sekündige Stopp-and-Go-Strafe. Weil Räikkönen seine Strafe nicht mehr antreten konnte, wurde sie in eine Strafzeit von 30 Sekunden umgewandelt. Aus einem fünften wurde ein achter Platz. Was Mercedes im Nachgang zum Konstrukteurs-Weltmeister machte.

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