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Vettel besser im Rennen?

Red Bull setzt voll auf Trockensetup

Sebastian Vettel - GP Belgien 2014 Foto: xpb 60 Bilder

Red Bull blieb im nassen Qualifying von Spa deutlich hinter Mercedes zurück. Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo haben ihr Auto konsequent für trockene Bedingungen im Rennen getrimmt. Das Auto verfügt über minimalen Abtrieb.

23.08.2014 Tobias Grüner

In der Theorie hätte Red Bull auf der Power-Strecke von Spa im Regen eigentlich näher an den Silberpfeilen dran sein müssen. Doch im nassen Qualifying lagen Welten zwischen den beiden Spitzenteams. Sebastian Vettel fehlten 2,1 Sekunden auf die Rosberg-Bestzeit. Daniel Ricciardo blieb 2,3 Sekunden zurück.

Red Bull im Regen erster Verfolger

"Der Abstand nach vorne ist etwas zu groß. Das ärgert natürlich. Ansonsten können wir mit dem Ergebnis heute gut leben", zog Vettel ein gemischtes Fazit. Red Bull stimmte sein Auto radikal auf trockene Bedingungen ab – heißt: wenig Abtrieb und hohe Top-Speeds. "Wir haben so wenig Flügel drauf, dass selbst wir auf der Geraden schnell sind", spottete der Weltmeister.

"Mercedes kann es sich erlauben, mehr Flügel zu fahren. Sie haben ein sehr effizientes Auto, das generell schon nicht viel Luftwiderstand bietet. Und sie haben einen starken Motor, so dass sie auf den Geraden noch schnell genug sind. Würden wir genauso viel Abtrieb draufpacken, wären wir vielleicht in den Kurven schnell genug aber auf der Geraden zu langsam. Das wäre im Rennen nicht so praktisch, wenn alle an einem vorbeifahren."

Obwohl die Silberpfeile dadurch im verregneten Qualifying wegfahren konnten, war Vettel mit den nassen Bedingungen nicht unzufrieden. "Im Trockenen hätten Williams und Ferrari ein deutlicheres Wort mitreden können. Da hätten wir wohl nicht auf Platz 3 fahren können. Die Abstände hinter Mercedes waren sehr eng. Es war für uns sehr wichtig, der erste Verfolger zu sein."

Red Bull kämpft um Podiumsplatz

Teamkollege Ricciardo war mit Rang 5 auch zufrieden. "Hätte ich nicht in der entscheidenden Runde einen kleinen Fehler gemacht, hätte es vielleicht etwas besser sein können. Aber unter diesen Bedingungen ist so etwas immer drin. Platz 5 ist keine schlechte Ausgangsbasis. Wir peilen im Rennen Platz 3 an. Mit den flachen Flügeln sind wir in Sachen Top-Speed im vorderen Bereich. Da können wir auf den Geraden kämpfen – nach vorne und hinten."

Mehr als der letzte Podiumsplatz hinter den Silberpfeilen ist wohl nicht drin. "Wenn Mercedes sich dazu entscheidet, uns eine Chance zu geben, dann könnte vielleicht noch etwas mehr gehen. Aber ich erwarte realistisch, dass ich mit Seb, Valtteri, Fernando um den letzten Podiumsplatz kämpfe. Das könnte ein interessanter Fight werden."

Auch Vettel spekuliert mit einer Schwäche der Silberpfeile. "Wenn sich beide sich am Start schwer tun, würde das natürlich helfen. Auf der langen Geraden gibt es zu Kurve 5 immer Windschattenduelle." Ein Fragezeichen steht noch hinter der Strategie. Ricciardo weiß noch nicht genau, wo es hingeht. "Unsere Longrun-Pace im Training war sehr gut. Die Frage lautet: ein oder zwei Stopps. Das ist dieses Wochenende sehr eng. Da keiner im Qualifying Slicks verwendet hat, können alle auf frischen Reifen starten. Mal sehen, wie sich das auswirken wird."

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