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Vettel darf spionieren

Rosberg lädt Vettel zu Mercedes ein

Podium - GP Australien 2015 Foto: xpb 71 Bilder

Mercedes hat das erste Rennen mit mehr als 30 Sekunden Vorsprung gewonnen. Nach dem Rennen wünschte sich Nico Rosberg mehr Gegenwehr von der Konkurrenz, um es für die Zuschauer spannender zu machen. Sebastian Vettel nahm ihm dies nicht ab. Doch jetzt hat Rosberg seinen Ferrari-Rivalen persönlich eingeladen, am Mercedes-Ingenieurs-Meeting in Malaysia teilzunehmen. Vettel darf also beim Weltmeister-Team "spionieren".

17.03.2015 Tobias Grüner

Der Kampf zwischen Ferrari und Mercedes ging nach dem Rennen in die zweite Runde. Nico Rosberg beklagte sich in der offiziellen Pressekonferenz darüber, dass die Konkurrenz zu weit entfernt sei. Der erste Verfolger Sebastian Vettel kam mit 34,5 Sekunden Rückstand ins Ziel. "Es wäre nicht schlecht, wenn sie etwas näher dran wären - so lange sie nicht zu nahe kommen", erklärte der Zweitplatzierte.

Sebastian Vettel kaufte seinem Landsmann diese Ansage nicht ab und ging ihn persönlich an: "Denkst Du wirklich so? Ihr habt 30 Sekunden Vorsprung und wollt, dass wir näher rankommen? Willst Du damit sagen, dass Du hoffst, dass ihr langsamer werdet?", fragte der Heppenheimer mit dem typischen Vettel-Grinsen im Gesicht.

Rosberg lädt Vettel zu Mercedes ein

Rosberg versuchte den Verbal-Angriff souverän abzubügeln: "Ich hoffe einfach, dass Ihr uns herausfordert, weil das gut für den Sport ist. Ein Teil von mir denkt auch an die Show. Ich möchte, dass die Leute zuhause oder an der Strecke gut unterhalten werden. Wenn Ihr etwas näher kommen würdet, wäre das also nicht so schlimm."

Damit war Vettel aber noch nicht zufrieden. Der Ferrari-Pilot legte noch einmal nach: "Ich würde vorschlagen, dass Ihr Eure Garage in Malaysia für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Dann können alle einen genaueren Blick riskieren." Ohne Zögern stimmte Rosberg dem Vorschlag zu. Worauf sich Vettel direkt für die Einladung bedankte. "Wir sehen uns dann am Freitag bei Eurem Briefing im Ingenieursbüro."

Mercedes-Teamleitung kneift

Das kleine Wortgefecht entschädigte für den ausgebliebenen Kampf auf der Strecke. Doch wie so oft in der Formel 1 funkten die Bosse dazwischen. Mercedes-Außenminister Niki Lauda hob den Zeigefinger: "Nein, nein... das geht nicht. Sebastian bleibt in seiner Garage. Nico in unserer." Und auch Teamchef Toto Wolff gab seinem Piloten keine Rückendeckung. "Da muss ich Nico überstimmen. Jeder bleibt da, wo er zu Hause ist."

Doch Rosberg blieb hartnäckig und stimmte seine Vorgesetzten um. In einer Kolumne für die Bild-Zeitung schreibt er am Dienstag (17.3.2105): "Mir geht’s ums große Ganze, ein starkes Ferrari-Team hilft der Formel 1. Ich hab das inzwischen mit unserem Teamchef Toto Wolff geklärt. Sebastian darf kommen."

"Also Seb, ich hoffe, du liest das hier: Hiermit lade ich dich offiziell ein, am Freitag in Malaysia bei unserem Ingenieurs-Meeting um 16 Uhr vorbeizukommen. Wir freuen uns auf dich!" Diese Einladung zum "Spionieren" beim Klassenprimus dürfte Vettel sicher nicht ausschlagen. Allerdings kann wohl ausgeschlossen werden, dass Mercedes beim Teamtreffen unmittelbar nach dem zweiten Freien Training zum GP Malaysia Geheimnisse ausplaudern wird. Oder zu sehr in technische Details geht.

Dennoch: Rosbergs Einladung zeigt, dass die Teams auch offen sein können. Zumindest ein wenig. Und sich nicht nur - wie bei den Vorsaisontests gesehen - hinter Stellwänden oder in den Garagen verstecken.

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