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Vettel dominiert Teamduell

Webber gibt Reifen die Schuld

Vettel & Webber - GP Singapur 2013 Foto: Wilhelm 29 Bilder

Diese Saison erinnert an das Jahr 2011. Sebastian Vettel hat Mark Webber im Griff. Der Weltmeister gewann alle Trainingsduelle und hat 117 Punkte mehr auf dem Konto. Webber gibt den Reifen die Schuld. Es gibt aber auch noch andere Gründe.

01.10.2013 Michael Schmidt

Die Bilanz nach 13 WM-Läufen ist ziemlich eindeutig. Sebastian Vettel führt im Trainingsduell gegen Mark Webber mit 13:0. Nach Siegen steht es 7:0 für den Weltmeister, nach Punkten 247:130.
 
Die Bilanz erinnert an 2011. Vor zwei Jahren gewann Vettel das Trainingsduell mit 16:3. Er hatte elf Siege auf dem Konto, Webber nur einen. Die Punktedifferenz fiel mit 392:258 ähnlich groß aus wie in diesem Jahr. Webber kam nur zwei Mal vor seinem Teamkollegen ins Ziel. In den Jahren 2010 und 2012 ging es wesentlich enger zu. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Technik eine Rolle spielt.

Red Bull RB7 und RB9 wie Brüder

Der Red Bull RB7 von 2011 und der RB9 von 2013 sind sich sehr ähnlich. Die Anstellung des Autos (vorne tief, hinten hoch) ist praktisch mit der von 2011 identisch. Das wurde möglich, weil Adrian Newey mit dem Auspuff wieder den gleichen Effekt erzielt wie 2011, als die Endrohre noch im Boden münden durften.
 
2012 reduzierten die vom Reglement vorgeschriebene neue Position der Endrohre und die Einschränkungen beim Spätzünden des Motors den Beitrag des Auspuffs zum Gesamtabtrieb. Die Ingenieure tüftelten ein ganzes Jahr, um die Verluste wieder aufzufangen.

Fahrstil bestimmt über Abtrieb

Mit der perfekten Versiegelung des Diffusors kehrten auch die 2011er Abtriebswerte zurück. Das aber verlangt einen speziellen Fahrstil. Der Auspuffstrahl soll möglichst konstant fließen, damit der Abtrieb nicht schwankt. Also auch in den Momenten, in denen der Fahrer vom Gas geht oder nur mit Halbgas unterwegs ist.

Renault hilft zwar mit schlauen Motorprogrammen aus und Red Bull tut mit kurzen Getriebeübersetzungen ein Übriges, doch der Fahrer muss auch noch mitspielen, damit das Puzzle sich zusammenfügt. Webber hat da Mühe, Vettel nicht.

Der Weltmeister kann seinen Fahrstil darauf anpassen. Das Geheimnis liegt darin, wie er bremst, runterschaltet, Gas gibt, KERS einsetzt, welche Linie er in den Kurven wählt, damit der Motor so oft wie möglich am Gas hängt und Auspuffgase produziert, die Anpressdruck bringen.

Webber verlor 2011 nur in der Qualifikation

Mark Webber gibt zu, dass der aktuelle Red Bull in seiner Fahrcharakteristik dem von 2011 ähnelt. "Der 2012er Red Bull war im Vergleich dazu ein normales Rennauto." Er will das aber nicht als Grund dafür sehen, dass ihn Vettel regelmäßig verbläst. "2011 lag ich nur in der Qualifikation klar hinter Sebastian. Das hatte etwas damit zu tun, dass sein Fahrstil besser zu dem Auto passte. Im Rennen war ich aber meistens gleich schnell unterwegs. Das zeigen die vielen schnellsten Rennrunden von mir."

Tatsächlich markierte Webber 2011 sieben Mal die Bestzeit im Rennen. Vettel nur drei Mal. Aber der Australier bezahlte auch vor zwei Jahren für die schlechteren Startplätze. Der Red Bull RB7 war im Verkehr ähnlich schlecht wie das 2013er Auto.

Reifen sind schwer zu verstehen

Webber gibt den Reifen die Schuld, warum Vettel in diesem Jahr deutlich vor ihm liegt. "Sie sind nicht immer leicht zu verstehen. Wenn du sie nicht richtig in das Arbeitsfenster bringst, verlierst du gleich viel Zeit."

Bestes Beispiel war das Training zum GP Singapur. Auf den Medium-Reifen war Webber seinem Stallrivalen ebenbürtig. Auf der Mischung Supersoft verlor er über eine halbe Sekunde. "Mit den Medium-Reifen hatte ich eine gute Fahrzeugbalance. Da konnte ich das Maximum aus den Reifen rausholen. Sobald wir die Supersoft-Reifen draufgemacht haben, war das Auto schwierig zu fahren."

Webber verlor den Großteil seiner Zeit in den letzten neun Kurven. Da hatten seine Hinterreifen ihre beste Zeit bereits hinter sich. Vettel hatte sie auf dem ersten Teil der Runde mehr geschont. Ohne Grip auf der Hinterachse ist man in Singapur jedoch verloren.

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