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Formel 1: Qualifying-Analyse GP Bahrain

Vettel erwartet Start-Krimi gegen Ferrari

Sebastian Vettel Foto: xpb 63 Bilder

Das Rennen in Bahrain am Sonntag (14.3.) wird auf dem Weg in die erste Kurve entschieden. Sebastian Vettel muss die Ferrari-Jäger mit allen Mitteln auf Distanz halten. Sollte Felipe Massa oder Fernando Alonso durchschlüpfen, schwinden die Siegchancen dramatisch.

13.03.2010 Tobias Grüner

Die erste Hürde ist für Sebastian Vettel geschafft. Mit der Pole Position brachte sich der Red Bull -Pilot in die ideale Ausgangsposition. "Leider werden die Punkte erst nach dem Rennen vergeben", warnte Vettel. Am Auftaktsieg können den Deutschen eigentlich nur noch zwei Piloten hindern. Beide sitzen im Ferrari und stehen nur wenige Meter hinter ihm.

Massa und Alonso lauern auf Vettel-Fehler

"Der Red Bull ist auf dieser Strecke unter diesen Bedingungen leicht schneller", erklärte Fernando Alonso , der sich am Start auf Platz drei formatfüllend in Vettels Rückspiegel postieren wird. Allerdings fuhren die roten Autos in den Trainings etwas bessere Zeiten auf Longruns. Und auch der Reifenverschleiß spricht für Maranello. Somit wird das Rennen am Start entschieden, was sich in der letzten Saison nicht gerade als Stärke des Heppenheimers erwies.

Sollte Felipe Massa , der direkt neben Vettel aus der ersten Reihe ins Rennen geht, schon in der Beschleunigungsphase vorbeiziehen, wird es nahezu unmöglich für den Deutschen, die Position wieder gut zu machen. Dass sich die beiden Ferrari gegenseitig in einen Zweikampf verwickeln ist unwahrscheinlich. "Wir werden im ersten Rennen aufpassen", erklärte Alonso. Der Plan: "Am besten fahren wir gemeinsam am Red Bull vorbei."

Webber drückt von Platz sechs

Vettels Teamkollege Mark Webber konnte auf Rang sechs das Potenzial des Red Bulls nicht abrufen. Gleich drei Fehler in seiner schnellsten Runde bedeuteten Platz sechs. Der Australier wird versuchen, sich auf den ersten Metern Lewis Hamilton und Nico Rosberg zu schnappen. Sollte das nicht klappen, können sich die Fans auch im weiteren Verlauf des Duells auf Action freuen.

Für Michael Schumacher auf Rang sieben wird es dagegen schwer. Er will mit seiner Routine am Start Plätze gewinnen. Später durch cleveres Haushalten und eine gute Strategie weiter Boden gutmachen. "Das Podium ist nicht unerreichbar", macht der Rekordchampion seinen Fans Hoffnung. Doch Webber vor ihm sitzt einfach im schnelleren Auto. Das haben die bisherigen Tests gezeigt. Da hilft es auch nicht viel, dass sich Schumi auf den Longruns deutlich wohler fühlt als im Qualfying-Sprint.

Reifenpoker im Kampf um die letzten Punkte

Robert Kubica ist auf Rang neun der erste Pilot, der nicht in einem der vier Top-Autos sitzt. Er wird mit Adrian Sutil und Rubens Barrichello um die letzten Punkte kämpfen. Doch der Pole sieht sich nicht in der Verteidigungsposition. "Ich schaue nicht nach hinten, nur nach vorne." Interessant wird sein, welche Reifenstrategie die bessere ist. Kubica startet auf den weichen Gummis, Sutil auf den harten. Barrichello kann sich die Mischung noch aussuchen.

Keiner weiß, wie sich die Strecke entwickelt. Wie lange die Reifen im Rennen halten und wann der richtige Zeitpunkt zum Wechsel ist. Sutil hofft, dass der weiche Reifen am Ende des Rennens mit viel Gummi auf der Bahn noch schneller ist. "Dafür muss ich am Anfang mit den harten Reifen aufpassen. Da haben die anderen einen kleinen Vorteil." Barrichello kann als Elfter auf ganz frischen Pneus starten, was aber auch nur ein schwacher Trost für den Routinier ist. "Wir hatten uns mehr erwartet. Leider haben einige Teile nicht so gut funktioniert wie beim Testen in Barcelona."

Bahrain nicht perfekt für Sauber

Auch bei Sauber konnte man im Qualifying den guten Eindruck der Tests nicht bestätigen. "Bahrain ist nicht gerade unsere Strecke", erklärt Pedro de la Rosa . "Wir haben viel Abtrieb und viel Luftwiderstand. Die langen Geraden sind da nicht so gut." Ein Blick in die Top-Speed-Tabelle bestätigt den Spanier. Beide Sauber liegen hier im Hinterfeld. Fünf bis sechs km/h fehlen alleine auf das Mittelfeld.

Im Duell der Neulinge lieferte Timo Glock die schnellste Runde im Qualifying ab. Dem Deutschen gelang in Bahrain, was in den vergangenen Jahren nur selten glückte: Er ließ den ehemaligen Teamkollegen und Qualifying-Spezialisten Jarno Trulli knapp hinter sich. Ob das auch im Rennen klappt, liegt nur bedingt im Einflussbereich des Fahrers. Der Virgin konnte im freien Training kaum einen längeren Stint fahren, ohne dass irgendein wichtiges Teil streikte. Die beiden grünen Lotus-Boliden machten einen deutlich standfesteren Eindruck.

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