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Sebastian Vettel exklusiv im Interview

"Ich habe die Kontrolle verloren"

Button vs Vettel Foto: xpb 36 Bilder

Sebastian Vettel erlebte in Spa ein aufregendes Rennen. Zunächst krachte er in den McLaren von Jenson Button. Später platzte auch noch ein Reifen. Während Lewis Hamilton und Mark Webber vorne fett punkteten, ging Vettel am Ende leer aus.

29.08.2010 Michael Schmidt

Es war ein ziemlich aufregendes Rennen. Wie lief es aus Fahrersicht?
Vettel: Der Start war eigentlich gut. Leider habe ich eine Position dann an Jenson (Button) verloren. Nach dem Restart konnte ich an Robert (Kubica) vorbei. Ich war von Anfang an schneller als Jenson. Der wurde dann auch immer langsamer. Von hinten kam Robert und ich wusste, dass der mühelos vorbeifährt, wenn er nahe genug dran ist. Ich war ein paar Mal nahe genug dran, konnte aber nicht überholen, weil ich mich auf der Geraden nicht ansaugen konnte.

Wie kam es zum Crash?
Vettel: Bei der Anfahrt zu Kurve 18 habe ich versucht mich außen vorbeizubremsen. Da wurde ich plötzlich überrascht und habe auf der Bodenwelle die Kontrolle über das Auto verloren. Da habe ich Jenson leider auch noch mit rausgenommen, was natürlich keine Absicht war. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Kontrolle mehr.

Danach gab es aber trotzdem noch die Chance auf Punkte?
Vettel: Ja, aber als ich beim Überholen an Tonio (Liuzzi) schon vorbei war, hat er den Frontflügel reingestellt und mir das Rad aufgeschlitzt. Mit dem Safety-Car und dem Chaos am Schluss wäre da absolut noch was möglich gewesen.

Am Ende kam noch mal der Poker auf Full Wet-Reifen. Was war da der Hintergedanke?
Vettel: Einfach was anderes zu machen als die anderen. Es war die falsche Entscheidung im Nachhinein. Aber irgendwas mussten wir ja probieren. Wenn so viel Wasser gekommen wäre, dass man Aquaplaning bekommen hätte, wäre es vielleicht aufgegangen.

Was bedeutet das jetzt für die WM? Webber und Hamilton haben voll gepunktet.
Vettel: Jetzt schauen wir erst einmal. Es sind ja noch ein paar Rennen. Man sieht ja, wie schnell so etwas passieren kann. Monza wird schwer für uns. Heute hätten wir zumindest aufs Podium fahren können. Es ist noch alles drin. Kopf hoch, weiter geht’s. Wird schon noch.

Hätten Sie die Hamilton-Zeiten an der Spitze fahren können, wenn das Überholmanöver an Button geklappt hätte?
Vettel: Absolut. Ich habe die Hamilton-Zeiten durchgefunkt bekommen. Der war konstant bei 1:52,4 Min. bis 1:52,7 Minuten. Wir fuhren hinter Jenson bestenfalls 1:53,2 Min. Das hätte ich also locker fahren können.

Mercedes hat viele Plätze dadurch gewonnen, mit den Trockenreifen so lange draußen zu bleiben, bis es regnet. War das auch eine Option?
Vettel: Ich denke, das hat sich das ganze Feld überlegt, wenn man sieht, wie lange der erste Stint auf weichen Reifen dauerte und wie sehr die Reifen bei allen abgebaut haben. Im Normalfall wechselt man und versucht den Vordermann durch einen Boxenstopp zu überholen. In dem Fall haben alle gewartet, bis der Regen kommt. Irgendwann musste man dann natürlich reagieren.

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