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Vettel gegen Rosberg

"Nico trifft keine Schuld"

Vettel & Rosberg - GP Malaysia 2014 Foto: xpb 28 Bilder

Sebastian Vettel sprengt das Mercedes-Duo in der Startaufstellung. Doch hinterher gab es kurz Stunk. Red Bull-Teammanager Jonathan Wheatley fragte bei der Rennleitung nach, ob Rosberg in der entscheidenden Runde im Weg gestanden sei. Der Fall war schnell geklärt. Vettel nahm Rosberg in Schutz: "Ihn trifft keine Schuld."

29.03.2014 Michael Schmidt

Red Bull-Berater Helmut Marko konnte seinen Ärger kaum zügeln. Sebastian Vettel hatte die Pole Position von Lewis Hamilton um 0,055 Sekunden verfehlt, doch der Zerberus des Weltmeister-Teams war trotzdem sauer. "Hat der Rosberg keine Spiegel, oder war er im Regen überfordert?", herrschte er Niki Lauda nach dem Training an.

Lauda musste sich erst einmal aufklären lassen, dass sein Fahrer Vettel in der entscheidenden Runde im Weg gestanden sein soll. Dann keilte der Mann mit dem Kapperl zurück: "Verkehr gibt es überall auf der Straße, auch in Österreich." Später schüttelte Lauda den Kopf: "Warum grantelt der Helmut da herum? Statt sich zu freuen, dass sein Vettel neben einem Mercedes in der ersten Startreihe steht, macht er schlechte Stimmung."

In Kurve 12 nichts mehr gesehen

Red Bull-Teammanager Jonathan Wheatley wurde zur Rennleitung geschickt, um den Fall zu prüfen. Rosberg befand sich zu dem Zeitpunkt auf seiner Aufwärmrunde für den letzten Versuch. Selbst Vettel hielt die Betriebsamkeit seiner Leute für übertrieben.

"Der Nico kann nichts dafür, auch wenn ich mich am Anfang ein bisschen geärgert habe. Er ist zweieinhalb Sekunden vor mir gefahren. Auf trockener Straße hätten wir überhaupt nicht von einer Behinderung gesprochen. Aber durch die Gischt habe ich in Kurve 12 nichts mehr gesehen, wusste nicht wohin und bin dann eine ganz weite Linie gefahren."
 
Vettel brach den Versuch ab, der nach eigener Aussage nicht automatisch zur Bestzeit geführt hätte: "Ich lag zu dem Zeitpunkt ein bisschen über meiner eigenen Bestzeit. Die letzten Kurven hätten schon super passen müssen, um Lewis noch zu kriegen."

Der Weltmeister war gleich doppelt gestraft. Er verpasste die Chance einer weiteren Runde um zwei Sekunden. "Ich habe sofort Fahrt rausgenommen, um Platz zum Vordermann zu schaffen. Auf der Gegengeraden habe ich versucht, die Batterie für eine letzte Runde neu aufzuladen. An so etwas musst du ja heute denken bei diesen Motoren. Dabei ist Nico innen wieder an mir vorbeigegangen. Dann entstand in der Zielkurve ein Stau, weil dort Hamilton und Alonso Abstand zueinander schaffen wollten. Ich wusste nicht, dass es bei mir mit der Zeit so eng war. So habe ich die Ziellinie ein bisschen zu spät erreicht."

Vettel sieht auch Siegchance im Trockenen

Im Regen sind Vettel und sein Red Bull-Renault ein Gegner für die Mercedes. Da darf der Titelverteidiger vom Sieg träumen, weil das PS-Handikap seines Renault V6-Turbo im Nassen eher ein Vor- als ein Nachteil ist. "Die Chance ist immer da", meint Vettel. "Es ist schwer die Mercedes zu schlagen, aber nicht unmöglich. Es wäre schade, wenn ich nicht an einen Sieg glauben würde."
 
Für Vettel ist aber auch bei einem Trockenrennen noch nicht alles verloren, obwohl da die Mercedes noch eine Sekunde pro Runde schneller sind. Der Champion wünscht es sich heiß, sehr heiß: "Schau dir an, wie viel die Mercedes ihre Verkleidung öffnen müssen. Vielleicht kriegen sie ja Probleme mit den Temperaturen." Vettels Red Bull ist im Vergleich zu den Silberpfeile fast voll geschlossen. Trotz der Hitze.

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