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Vettel geht die Luft aus

Pirelli-Platzer bleibt mysteriös

Sebastian Vettel GP Abu Dhabi 2011 Foto: xpb 50 Bilder

Ein Reifenplatzer in der zweiten Kurve zerstörte Sebastian Vettels Abu Dhabi-Träume. Warum dem Pirelli hinten rechts nach nur 500 Metern die Luft ausging, blieb auch nach dem Rennen noch ungeklärt. Vielleicht wird es für ewig ein Geheimnis bleiben.

13.11.2011 Tobias Grüner

Pirelli-Sportchef Paul Hembery stand nach dem Rennen ratlos vor seinem Pavillon. Die Medien verlangten nach Antworten, doch der Gummi-Papst der Formel 1 konnte nur mit den Schultern zucken. "Es gibt so viele Möglichkeiten, warum der Reifen geplatzt sein könnte. Wir werden den Grund hier an der Strecke wohl nicht herausfinden, weil wir hier limitierte Mittel haben."

Telemetriedaten geben keinen Aufschluss

Immerhin konnten die Ingenieure die Überreste des zerstörten Slicks bergen. Sie werden jetzt in die Pirelli-Zentrale nach Mailand transportiert und noch einmal genauer untersucht. "Eine kleine Ursache kann eine große Wirkung haben. Vielleicht werden wir den genauen Grund nie herausfinden", so Hembery.

Der erste, der nach der Ursache suchte, war Sebastian Vettel selbst. Kaum zurück an der Box setzte er sich an den Computer und kämpfte sich durch die Telemtriedaten. Doch auch die gaben keinen Aufschluss. "Man kann an den Daten nur erkennen, dass der Reifen plötzlich die Luft verlor", erklärte Teamchef Christian Horner. "Wir haben irgendein kleines Teil in Verdacht, das von einem Rahmenrennen übrig blieb."

Red Bull will sich nun mit Pirelli zusammensetzen, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass Vettel in Abu Dhabi einen Reifenschaden erlitt. Bei den ersten Pirelli-Tests im Vorjahr ereilte ihn das Schicksal gleich zwei Mal. Danach wurden die Gummis aber noch einmal stark verändert.

Mehrere Theorien werden durchgespielt

Den Verdacht, dass Red Bull mit einem zu niedrigen Luftdruck losfuhr, schloss Hembery aus. Ein andere Theorie besagt, dass ein Leck im Auspuff die Reifenschulter weichgekocht haben könnte. Eine weitere Möglichkeit ist ein Problem mit der Bremstrommel, was zu einer Beschädigung der Felge von Innen geführt haben könnte. "Wir werden uns mit Pirelli zusammensetzen und weiter nach der Ursache forschen", erklärte Horner.

Martin Whitmarsh hatte zunächst einen anderen Verdacht: "Wir haben schon befürchtet, dass Lewis für den Reifenschaden verantwortlich war" grinste der Brite. "Deshalb waren wir etwas erleichtert, dass auf den Fernsehbildern klar zu sehen war, dass er weit genug weg war."

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