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Vettel gibt sich kämpferisch

"Die Saison ist lang"

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 13. März 2014 Foto: xpb 19 Bilder

Sebastian Vettel hat die Titelverteidigung noch nicht aufgegeben. Obwohl er bei den Testfahrten nur 866 Kilometer geschafft hat. Vettel ist darauf eingerichtet, dass er bei den ersten vier Rennen leiden muss. Doch das muss nicht heißen, dass die Saison schon verloren ist.

13.03.2014 Michael Schmidt

Die Vorzeichen stehen nicht gut. Red Bull hat an 12 Testtagen 1.704 Kilometer abgespult. Sebastian Vettel kam auf 866 Kilometer. Weit entfernt von den Bestwerten. Mercedes schaffte 4.972 Kilometer, Nico Rosberg 2.812. Ist damit das Unternehmen Titelverteidigung schon gestorben, bevor die Saison begonnen hat?
 
Vettel widerspricht: "Es wäre unfair, uns schon abzuschreiben. Die Vorbereitung war nicht ideal und wir sind nicht in der beste Position für das erste Rennen, aber die Saison ist ja noch lang. Vor zwei Jahren lag Alonso in der Startaufstellung zum ersten Rennen 1,5 Sekunden hinter uns. Zum Schluss hat er uns den Titel fast noch streitig gemacht."

Vettel will ankommen und punkten

Vettel setzt auf den Red Bull-Faktor. Das beste Team der Formel 1 hat in den letzten fünf Jahren schon oft den Spieß umgedreht. Der Weltmeister geht bescheiden in das erste Rennen: "Ich will ins Ziel kommen, und wenn das möglich ist, so weit vorne wie möglich." Er weiß, dass die Trendwende nicht in den zwei Wochen zwischen dem Bahrain-Test und Melbourne erfolgen kann: "Wir müssen viele Probleme lösen. Das geht nicht über Nacht. Wir müssen es Schritt für Schritt tun. Ich habe Vertrauen in dieses Team, das wir das schaffen."
 
Möglicherweise dauert die Leidenszeit bis zum Ende der Übersee-Tournée in China. "Während der Saison ist der Aufholprozess doppelt schwierig. Red Bull und Renault werden mit jedem Rennen besser werden. Ihr wichtigster Termin aber ist der Test nach dem GP Bahrain. An den zwei Tagen können sie ohne Druck das ausprobieren, was sie bis dahin gelernt haben", urteilt Williams-Technikchef Pat Symonds.

Elektromotoren geben noch nicht volle Leistung

Red Bull-Teamchef Christian Horner teilt den vorsichtigen Optimismus seines Fahrers. "Wir sehen bereits gute Ansätze. Auf der Software-Seite arbeiten wir jetzt mit Renault Hand in Hand. Mechanisch ist der Motor gesund. Wenn die Systeme mal voll aufeinander abgestimmt sind und uns regelmäßig die volle Leistung zur Verfügung steht, dann gewinnen wir gleich ein paar Sekunden."
 
Es ist mittlerweile bestätigt, dass Renault Probleme hat, die volle Leistung der Elektromotoren in den Antrieb einzuspeisen. Dazu kommt es beim Beschleunigen und Runterschalten zu Power-Löchern, die den Fahrern das Vertrauen rauben. So gesehen, waren die Testzeiten von Red Bill nicht einmal so schlecht. Renault-Einsatzleiter Remi Taffin verrät: "Wir haben einen Teil der Software-Probleme abgearbeitet. Wie viel davon gelöst ist, werden wir erst sehen, wenn die Autos fahren."

Mercedes warnt vor Red Bull

Renaults Hoffnungen werden auch von Mercedes-Chefdesigner Aldo Costa geteilt. Er attestiert dem Renault V6-Turbo gute Gene und warnt: "Wenn die ihr Problem in den Griff kriegen, dann ist Red Bull vorne dabei. Wir konnten bei unserer Testanalyse erkennen, dass Toro Rosso auf den wenigen Runden, bei denen sie volle Power fahren konnten, so schnell wie Ferrari unterwegs war. Das Potenzial ist da. Renault muss es nur abrufen können."
 
Williams-Pilot Valtteri Bottas meint: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Red Bull wieder vorne mitfährt." Vettel setzt auf den Faktor Zeit: "Nach den Wintertests muss man Mercedes als Favorit einschätzen. Auf jeden Fall für den Anfang. Ob das dann anhält, werden wir nach drei oder vier Rennen wissen."

Wie viel Autos kommen ins Ziel?

Zum Schluss wurde unter den sechs Piloten auf der Donnerstags-Pressekonferenz noch ein kleines Ratespiel veranstaltet. Die Frage aller Fragen: Wie viele Autos kommen am Sonntag ins Ziel? Neuling Kevin Magnussen gibt die typisch nichtssagende Antwort eines McLaren-Piloten: "22". Bloß nichts Kontroverses sagen, das anecken könnte. Daniel Ricciardo wählt das andere Extrem: "Null". Da spielen wohl eigene Erfahrungen eine Rolle. Kommen wir zu den Realisten. Sebastian Vettel tippt auf 12, Felipe Massa auf 14, Lewis Hamilton auf 15 und Fernando Alonso auf 16 Zielankünfte.

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