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Vettel, Glock & Co. - die Deutschen am Nürburgring

Optimismus bleibt trotz Schwierigkeiten

Deutsche Piloten Foto: dpa 38 Bilder

Bei den fünf deutschen Piloten lief am ersten Trainingstag in der Eifel nicht alles nach Wunsch. Technische Probleme, falsche Abstimmungen und Klagen über die Kälte und die Reifen bestimmten das Bild. Trotzdem bleiben alle fünf optimistisch für ihr Heimrennen.

10.07.2009

Sebastian Vettel:

Für Sebastian Vettel lief der Tag mit durchwachsen. Im ersten Training ging plötzlich mitten auf der Strecke der Motor aus. "Da haben wir zwar Trainingszeit verloren. Das war aber nicht allzu schlimm", wiegelt der WM-Kandidat ab. Im zweiten Training hatte Vettel dann keine Probleme mehr und fuhr hinter Lewis Hamilton die zweitbeste Zeit des Tages. "Da lief es wirklich gut. Das Setup passt soweit."

Die kalten Bedingungen sollten dem Red Bull am Nürburgring liegen. Doch einen echten Vorteil gegenüber Brawn GP glaubt Vettel noch nicht: "Ich glaube das ist überbewertet. Der Button war heute genauso schnell. Da ist noch nichts zu erkennen." Das Fazit des ersten Tages mit einem Formel 1-Auto auf der Nordschleife: "Es ist eine super Strecke. Es hat Spaß gemacht."

Adrian Sutil:

Bei Force India herrscht Aufbruchstimmung. Das ehemalige Hinterbänklerteam drängt mit Macht ins Mittelfeld: "Unsere Ziele haben sich verändert", strahlt Adrian Sutil. "Früher wollten wir einfach nur ins Ziel kommen. Heute sind Punkte kein Wunschtraum mehr." Trotz technischen Problemen am Vormittag zog der Deutsche ein positives Tagesfazit. "Das Setup hat von Beginn an gepasst. Wir mussten nicht ein einziges Mal umbauen."

Einzig die Reifen bereiten Sutil noch ein paar Sorgen. "Die harten sind zu hart. Das dauert ewig bis wir die auf Temperatur bekommen." Die weichen sind allerdings auch nicht viel besser. "Auf einer Runde geht es. Aber nach vier, fünf Runden fängt das Graining an. Und irgendwann geht gar nichts mehr. Dann sind die fünf Sekunden langsamer." Auch wenn der Force India nun auch im Trockenen schnell ist, hofft Sutil für den Rennsonntag auf Regen: "Da bin ich noch schneller und habe noch größere Chancen."
 
Nico Rosberg:
 
Nico Rosberg konnte seiner glänzenden Trainingsbilanz am Freitag keine weitere Bestzeit hinzufügen. Im Gegenteil: Mit den Plätzen sieben und 13 war der Wiesbadener ziemlich weit von der Spitze entfernt. "Das hat zwei Gründe", erklärte der Williams-Pilot. "Einerseits haben wir unsere Trainingsstrategie umgestellt. Das heißt, wir sind jetzt mit mehr Sprit unterwegs und werden wohl keine Bestzeiten mehr fahren."
 
Auf der anderen Seite sei der Williams aber im Training auch nicht optimal mit den Bedingungen zurechtgekommen. Wie Adrian Sutil klagt auch Rosberg über die Kälte und die Reifen. "Und dazu noch der böige Wind. Das war wirklich schwierig heute." Seine Zielsetzung für das Rennen hat sich aber nur leicht verändert: "Ich habe gesagt, dass wir mit Glück aufs Podium fahren können. Jetzt brauchen wir einfach noch ein bisschen mehr Glück."

Timo Glock:

Für Timo Glock war es ein erster Trainingstag zum Vergessen. Der Toyota-Pilot landete in den beiden Trainingssitzungen auf den Plätzen 19 und 15. "Es begann mit Balanceproblemen", berichtete Glock. "Das Auto war nervös beim Bremsen, es neigte zum Übersteuern am Kurvenausgang." Arbeit am Setup verbesserte Schritt für Schritt das Fahrverhalten."

Am Anfang der zweiten Trainingssitzung lief es eigentlich ganz ordentlich, doch dann haben wir eine Abstimmungsänderung vorgenommen, und der Schuss ging nach hinten los." Und wie macht sich der neue Renningenieur? "Wir sind noch am Abstimmen untereinander. Und er muss selbst noch dazulernen."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld will sich eine endgültige Meinung über den modifizierten BMW F1.09 bis zum Samstagstraining aufheben. Sein Dienstfahrzeug hat einen neuen Diffusor und eine darauf abgestimmte Motorabdeckung. "Morgen kommt noch der neue Frontflügel. Erst dann habe ich ein klares Bild. Gefühlsmäßig kann ich sagen: Es geht etwas besser."

Das Rätselraten über das Verhalten der Reifen bleibt. Heidfeld schüttelt den Kopf: "Ich fahre zu Beginn des zweiten Trainings mit weichen Reifen raus und bin Zweiter. Am Ende des Trainings habe ich den zweiten Satz weicher Reifen drauf, die Abstimmung des Autos ist absolut identisch und auch die Reifendaten unterscheiden sich durch nichts vom ersten Versuch. Ich fahre exakt die gleiche Zeit wie zu Beginn des Trainings, obwohl viel mehr Gummi auf der Fahrbahn liegt und ich eigentlich viel schneller sein müsste. Das ist das große Rätsel, was wir noch lösen müssen. Das Reifenproblem hat uns schon bei einigen Rennen in diesem Jahr verfolgt."

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