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Vettel, Glock & Co. - die Deutschen in Barcelona

Viermal Enttäuschung im deutschen Lager

Sebastian Vettel Foto: dpa 60 Bilder

Obwohl drei Piloten Punkte einfuhren, war im deutschen Lager schlechte Stimmung angesagt. Nur Heidfeld konnte seinem siebten Platz etwas Positives abgewinnen. Vettel, Glock, Rosberg und Sutil schoben dagegen Frust.

10.05.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Wie in Bahrain wurde Sebastian Vettel lange aufgehalten und konnte seine wahre Stärke nicht zeigen: "Das ist schade. Das Auto war schnell genug, um ganz vorne mitzufahren", klagte Vettel anschließend. "Ich hab mir 63 Runden lang den Nippel abgekämpft, um an Massa vorbeizukommen, aber es hat einfach nicht sollen sein." Auch von der Strategie war Vettel nicht gut aufgestellt: "Wir kamen immer gleichzeitig rein. Das hat nicht geholfen."
 
Als sich das Problem drei Runden vor Schluss erledigte, war Vettel zuerst verwundert. "Ich habe mich gefragt, wo sein KERS bleibt, weil er es immer in der letzten Ecke angewendet hat. Es war etwas ungewohnt, das Ferrari-Heck plötzlich nicht mehr vor mir zu haben." Zuerst habe er sich gefreut, aber am Ende blieb die Enttäuschung. "Es war einfach zu spät. Da war das Rennen schon längst vorbei."

Nico Rosberg:

Obwohl es auf Platz acht noch einen WM-Punkt gab, war Nico Rosberg nach dem Rennen angefressen. "Das war heute eine Katastrophe. Ich hätte locker auf Rang fünf fahren können." Die Hinterachse bereitete dem Wiesbadener Probleme. "Ich kann noch nicht genau sagen, was los war, aber es hat mich mindestens sieben Zehntel gekostet." In den ersten zehn Runden lief noch alles normal. "Da hatte ich einen guten Speed und war sogar schneller als Alonso."

Die Situation wurde dadurch verschärft, dass das Problem nicht konstant auftrat: "Das war von Kurve zu Kurve verschieden. Mal ging es und dann tauchte es wieder auf." Trotzdem gibt es auch positive Ansatzpunkte. Im Qualifying konnte ich eine schnelle Runde drehen und zu Beginn haben die Zeiten auch gestimmt." Deshalb blickt der Williams-Pilot auch optimistisch nach vorne: "In Monaco werden wir hoffentlich wieder stark sein."

Adrian Sutil:

Das Rennen von Adrian Sutil war relativ schnell beendet: "Ich bin am Start eigentlich ganz gut weggekommen, aber vor der ersten Kurve wurde es plötzlich eng und ich musste den Notausgang nehmen." Der Force India-Pilot fuhr freiwillig nach links raus und kehrte kurz vor der zweiten Kurve wieder auf die Strecke zurück: "Und dann kam plötzlich Trulli aus dem Nichts angeschossen."

Der Toyota, der seinerseits von rechts auf die Piste zurückkehrte, rammte den Boliden des Deutschen auf Höhe des Seitenkastens und beförderte ihn unsanft ins Aus. "Das ist schade, weil wir eigentlich im Rennen immer etwas besser sind als im Training", klagte Sutil. "Aber ich hatte wirklich keine Chance. Als ich ihn gesehen habe, hat es auch schon gekracht."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld zauberte sich endlich mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Sein siebter Platz wurde im weißblauen Lager als Erfolg gewertet. "Wenn man in Barcelona vom 13. Startplatz auf Rang sieben fährt, muss man happy sein", strahlte Heidfeld. Zumal er beim Start mit Glück durch die Kollision der ersten Kurve kam. "Einige Autos standen quer, ich bekam einen Schlag von hinten und konnte das Auto gerade noch abfangen." Viel besser als die zwei WM-Punkte ist die Bestätigung, dass es mit dem Auto aufwärts geht. "Barcelona war eine Standortbestimmung, wo jeder nach dem großen Nachrüsten steht. Wir haben unser Ziel erreicht. Das modifizierte Auto ist ein klarer Schritt nach vorne."

Optimistisch stimmt der zukünftige Fahrplan: "Den Doppeldiffusor und das KERS haben wir noch in der Hinterhand. Wir sind also noch nicht an unserem Limit." Am Ende des Rennens hatte Heidfeld sogar noch Platz sechs im Auge. "Ich wollte eigentlich schon die Drehzahl reduzieren, als mir das Team sagte, dass ich gasgeben solle, weil Massa ein Problem hat. In der letzten Runde habe ich ihn dann am Horizont gesehen. Ich war in Kurve 7, er in Kurve 9. Da hoffte ich kurz, dass es noch reicht." Am Ende fehlten 1,4 Sekunden auf den Ferrari.

Timo Glock:

Timo Glock spielte beim GP Spanien keine große Rolle. Als Zehnter landete der Toyota-Pilot erstmals in dieser Saison außerhalb der Punkteränge. "Am Start wollte das Auto nicht wegziehen", bilanzierte Glock. "Da Trulli auch einen schlechten Start hatte, könnte es sich um das gleiche Problem gehandelt haben. Das müssen wir analysieren."

Der Sechste des Trainings fand sich am Ende der ersten Runde auf Platz acht wieder. Vor ihm lag Nico Rosberg. "Ich kam einfach nicht an ihm vorbei. Immer wenn ich im Windschatten aufschloss, bauten die Reifen ab." Am Ende rutschte der WM-Sechste noch aus den Punkterängen. "Später im Rennen war mein Auto nicht mal auf freier Strecke perfekt."

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