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Formel 1: Probleme für Vettel, Hamilton und Barrichello

Sorgen Steine für Probleme?

Lewis Hamilton Foto: dpa 30 Bilder

Drei Fahrer, drei mysteriöse Defekte. Lewis Hamilton kostete ein Felgenbruch Platz zwei. Sebastian Vettel hätte um ein Haar Rang drei verloren. Und Rubens Barrichello zitterte um zwei WM-Punkte. Drei Schäden, die möglicherweise alle den gleichen Ursprung haben: Steinschlag auf der Strecke.

09.05.2010 Michael Schmidt

Acht Kilometer vor dem Ziel endete der Traum von Platz zwei für Lewis Hamilton ziemlich abrupt. Links vorne schälte sich der Reifen bei Tempo 230 von der Felge. Der McLaren landete im Reifenstapel. Was wie ein Reifenschaden aussah, war keiner. "Die Felge ist gebrochen. Daraufhin verlor der Reifen schlagartig Luft", klärte Teamchef Martin Whitmarsh auf. "Was genau zu dem Defekt geführt hat, können wir noch nicht sagen. Das müssen wir zuhause in der Fabrik herausfinden."

Die Daten waren bis zu dem Vorfall im grünen Bereich. Nichts, was darauf schließen lassen könnte, dass die Felge oder Aufhängung eine Vorschädigung aufwies. "Lewis ist sieben Runden vor Schluss noch die schnellste Rennrunde gefahren." Hamiltons Abgang erinnerte Whitmarsh an einen vergleichbaren Unfall vor zwei Jahren. Damals war Heikki Kovalainen nach einem Felgenbruch unsanft in den Reifenstapel eingeschlagen. Grund war ein Stein, der sich zwischen Felge und Aufhängung verirrt hatte. Dabei nahm das geschmiedete Rad Schaden. "Ich will nicht ausschließen, dass es diesmal etwas ähnliches war", ließ Whitmarsh durchblicken.

Barrichello wird im Training sandgestrahlt

Steine am Streckenrand sind ein Problem in Barcelona. Wer in den Kurven zu weit rausgetragen wird, schleudert sie auf die Strecke oder auf Konkurrenten. So wie es Rubens Barrichello im Training mit Lewis Hamilton passiert ist. Sein Williams war regelrecht sandgestrahlt. Auch im Rennen hatte der Brasilianer eine Begegnung der dritten Art. "Sechs Runden vor Schluss spüre ich plötzlich links vorne ein starken Schlag. Das Rad hat ziemlich stark vibriert. Zuerst dachte ich an einen Reifenschaden, doch mir wurde schnell klar, dass das Problem vom Rad kommen musste. Deshalb bin ich die letzten Runden wie auf rohen Eiern gefahren. Ich hatte nach hinten ja genug Luft."

Barrichellos Erfahrung rettete Williams zwei WM-Punkte. "Weil ich einen Reifenschaden schnell ausschließen konnte, blieb ich draußen. Wäre ich auf Verdacht reingekommen, hätte ich auf Alguersuari 20 Sekunden verloren, hätte meinen ganzen Vorsprung aufgebraucht, und das Problem hätte mich trotzdem weiterverfolgt." Nach der Trainingserfahrung zieht Barrichello einen weiteren Steinschlag in Betracht. "Gut möglich, dass die Felge irgendeinen Stein aufgesammelt hat, der dort dann für die Vibrationen sorgte."

Red Bull rätselt über Vettels Bremsprobleme

Auch bei Red Bull wurde gerätselt, warum sich an Sebastian Vettels Auto die vordere linke Bremsscheibe einseitig delaminierte. Auch hier zog man nach den Geschichten von Hamilton und Barrichello einen Stein als Übeltäter in Betracht. "Wir werden erst in der Fabrik endgültig Klarheit haben", bat Teamchef Christian Horner die Fragesteller um Geduld.

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