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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Abu Dhabi

Deutsches Quartett klagt über Qualifying

Sebastian Vettel Foto: dpa 41 Bilder

Die Deutschen Piloten waren mit ihrem Qualifying in Abu Dhabi nicht ganz zufrieden. Sebastian Vettel hatte zu viel Rückstand nach vorne, Adrian Sutil erlebte ein Debakel, Nick Heidfeld zeigte nicht das ganze Potenzial, und Nico Rosberg ist auf der Geraden einfach zu langsam.

31.10.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel war mit dem zweiten Startplatz zufrieden, nicht aber mit der Rundenzeit. Der Rückstand auf Lewis Hamilton betrug 0,667 Sekunden. Nach heutiger Zeitrechnung ein Klassenunterschied: "Ich habe das Maximum gegeben, aber der Zeitabstand ist zu groß." Vettel verlor allein in Sektor zwei eine halbe Sekunde auf Hamilton. "Der besteht aus einer Haarnadel und zwei langen Geraden", stöhnte Vettel. Der Top-Speed-Unterschied betrug zwar nur einen km/h zugunsten des McLaren-Mercedes, "aber die können es sich dank der Mercedes-Power und dank KERS leisten, mehr Abtrieb zu fahren als wir."

Vettel kam nach eingehender Analyse zu dem Ergebnis: "Diese Strecke ist perfekt für McLaren. Es gibt praktisch keine schnellen Kurven, in denen sie Probleme haben könnten. Die Kurven 2,3 und 4 gehen für alle im Feld voll. Ich bin mal eine engere Linie gefahren und kam trotzdem am Ausgang mitten auf der Straße raus." Die Chancen, Hamilton am Sonntag zu schlagen, sind eher gering. "Es hat wohl wenig Sinn, wenn ich hier einen Regentanz aufführe."

Nick Heidfeld:

Die BMW-Piloten Robert Kubica und Nick Heidfeld starten beim Saisonfinale von den Plätzen 7 und 8. Obwohl zum vierten Mal in dieser Saison beide BMW in den Top Ten gelandet sind, war Nick Heidfeld nicht ganz zufrieden. "Ich habe das Gefühl, dass unser Auto bei den letzten Rennen stärker war als hier. Vielleicht war das Setup nicht optimal. Ich wäre gerne mit etwas weniger Abtrieb gefahren, aber der nächste Schritt weniger Anpressdruck ist bei uns viel zu wenig. Das habe ich im freien Training mal kurz probiert, war prompt zehn km/h auf der Geraden schneller, habe aber in den Kurven zuviel verloren."

Der dienstälteste deutsche Pilot rechnet am Sonntag mit WM-Punkten: "Das Auto ist stark genug, die drei Punkte mehr einzufahren, die wir brauchen, um an Williams vorbeizuziehen. Das wäre schon eine schöne Überraschung zum Abschied, wenn man bedenkt, wie stark der Williams während der Saison war."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg kam mit Ach und Krach in die Top Ten. Zum 15. Mal im 17. Grand Prix dieser Saison. Da der Deutsche merkte, dass nicht viel mehr drin lag, ließ er mehr Sprit in den Tank füllen, um im Rennen besser gerüstet zu sein. Mit 665 Kilogramm hat Rosberg das schwerste Auto der zehn schnellsten Fahrer. Nach den freien Trainingssitzungen hatte Rosberg mit einem besseren Ergebnis gerechnet. "Wahrscheinlich sind die Geraden für uns zu lang."

Mit 309 km/h verlor der Williams-Pilot im Top-Speed neun km/h auf den Klassenbesten Jenson Button. Um in den langen Geradeauspassagen nicht ganz zu verhungern, ließ Rosberg vor der Qualifikation den Abtrieb reduzieren. "Damit habe ich im zweiten Sektor mit den Geraden ganz ordentlich ausgesehen, aber dafür habe ich zuviel Zeit in den engen Kurven am Schluss der Runde liegen lassen."

Adrian Sutil:

Am Freitag malte sich Adrian Sutil noch einen Platz unter den ersten Zehn aus. Am Ende wurde es Rang 18. "Wir haben einfach die falschen Reifen draufgehabt. Ich hatte absolut keinen Grip und bin nur rumgerutscht", erklärte der Force India-Pilot. "Am Vormittag waren beide Reifen noch gleich schnell. Da haben wir am Abend die weichen Reifen draufgemacht. Das war wohl im Nachhinein ein Fehler." Was sonst möglich gewesen wäre, wollte der Gräfelfinger nicht spekulieren. "Das Q2 wäre aber locker drin."

Trotz Platz 18 beim letzten Saisonrennen will Sutil nicht aufgeben. "Ich fahre immer volle Kanne und gebe alles bis die Flagge geschwenkt wird." Allerdings hat sich der Deutsche durch einige unglückliche Manöver zuletzt den Ärger der Fahrerkollegen zugezogen. "Ich fahre jetzt aber nicht anders. Weder aggressiver noch verhaltener. Ganz normal." Allerdings will Sutil am Sonntag auch noch ein paar Plätze gutmachen. "Auf der Geraden sollte Überholen möglich sein. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg."

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