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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Barcelona

Stunde der Wahrheit droht im Qualifying

Timo Glock Foto: Toyota 30 Bilder

Von den fünf deutschen Piloten in Barcelona geht nur Sebastian Vettel zuversichtlich ins Qualifying am Samstag. Für die anderen bleibt wohl nur ein Platz im Mittelfeld oder im Falle von Adrian Sutil ganz hinten.

08.05.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:

Mit seiner achten Trainingsbestzeit der Saison beendete Nico Rosberg den ersten Testtag von Barcelona. "Die Platzierungen interessieren mich überhaupt nicht. Das ist einfach unsere Taktik, dass wir im Training mit weniger Sprit fahren als die anderen. Das ziehen wir durch." Ob es die richtige Strategie ist, wird sich am Samstag im Qualifying zeigen. Bisher konnte Rosberg die guten Trainingsleistungen zu selten in Zählbares umwandeln.

"Ich sehe uns momentan auf Rang neun oder zehn. Wenn wir alles richtig machen, können im Rennen auch Punkte herausspringen", hofft der Wiesbadener. Wichtig ist vor allem der Start, da Überholen in Spanien sehr schwierig ist: "Ohne KERS sehe ich da wenig Chancen. Hoffentlich fahren da vorne wenig Autos mit KERS rum." Genau wie die meisten anderen Teams hat auch Williams neue Teile im Gepäck. "Es war nur ein kleiner Schritt, aber der ging wenigstens in die richtige Richtung", freute sich Rosberg.

Timo Glock:

Timo Glock ist sauer. Platz 18 ist nicht das Ergebnis, das sich der WM-Fünfte für Barcelona erwartet hat. Gerade auf der katalanischen Strecke waren die rot-weißen Autos immer stark. "Ein Scheiß Tag", fluchte Glock. "Die schlechten Platzierungen sind mit der Spritmenge nicht zu erklären. Ich habe einfach keine Balance gefunden. Das Auto war nervös auf der Bremse und beim Rausbeschleunigen aus den Kurven. Mit den harten Reifen hatten wir Untersteuern in der Kurvenmitte und Übersteuern am Ausgang. Keine Ahnung, was da los ist. So schlecht waren wir am Freitag noch nie."
 
Vielleicht liegt es daran, dass der Toyota TF109 mit neuen Flügeln bestückt ist. Und da fehlt mangels Testfahrten einfach noch die Erfahrung, wie man das Auto optimal abstimmt. Ein Indiz dafür: "Dem Trulli ging es nicht besser."

Adrian Sutil:

Wegen eines Problems mit dem Kraftstofftank hat Adrian Sutil das zweite Training aussetzen müssen: "Wir hätten den Tank komplett ausbauen müssen", erklärt der Force India die Auswirkung. "Das hätte zu lange gedauert." So musste er zusehen, wie die Konkurrenz wertvolle Testkilometer sammelte. Auch Force India hat neue Teile an Bord. "Am Vormittag konnte ich erstmals den beweglichen Frontflügel testen. Der hat einwandfrei funktioniert, bringt aber leider nicht viel", klagt der Deutsche.

Dem Qualifying blickt Sutil eher pessimistisch entgegen: "Ich mache mir da wenig Hoffnungen." Toro Rosso sei das einzige Team, mit dem man momentan kämpfen könne: "Die haben heute auch noch nicht viel gezeigt, aber ich denke, dass da morgen noch was kommt." Wenn man hinterherfährt, werden auch Reifenprobleme nicht mehr so schlimm: "Die harte Mischung ist schon schwer auf Temperatur zu bringen. Der Weiche ist deutlich besser."

Nick Heidfeld:

Mit großen Erwartungen ist BMW-Sauber nach Spanien gereist. Per Komplettumbau wurde die Aerodynamik des F1.09 einer Radikalkur unterzogen. "Das hat in etwa das gebracht, was wir vorher erwartet haben", erklärte Nick Heidfeld nach dem ersten Test. Im ersten Training verlor der 31-Jährige allerdings mit Bremsproblemen viel Zeit. "Die hätten wir gut gebrauchen können, um uns an die neuen Teile zu gewöhnen", klagte Heidfeld. "Wir konnten aber am Abend dennoch gute Fortschritte machen."

Vom Fahrverhalten sei vor allem ein Plus an Abtrieb spürbar. "Auch die Balance hat sich etwas verändert. Da muss man sich erst daran gewöhnen." Auch über das Fahren ohne KERS habe Heidfeld viel gelernt. Wo BMW im Qualifying steht, könne man noch nicht sagen: "Das ganze Feld ist so dicht beinander. Da zählt jedes Zehntel." Heidfeld will trotzdem weiter alles geben, auch wenn man nun etwas weiter hinten steht und aufholen muss: "Ich bin immer motiviert!"

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel liegt im Plan. Spritbereinigt waren die Red Bull die Nummer zwei hinter den Brawn GP. Das einzige Problem des Tages war der Funkverkehr. "Ich glaube, ich hatte ein paar spanische Taxifahrer im Ohr", lachte Vettel. "Ansonsten war es ein stinknormaler Freitag. Die neuen Teile am Auto haben sich bewährt. Was sie uns gegenüber der Konkurrenz bringen, wissen wir erst am Sonntag."

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