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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Istanbul

Deutsches Quintett am Bosporus auf Punktejagd

Timo Glock Foto: Toyota F1 75 Bilder

Nachdem es beim letzten Rennen in Monaco nicht viel für das deutsche Formel 1-Quintett zu ernten gab, gehen Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil in Istanbul mit neuem Selbstvertrauen an den Start.

04.06.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Wie immer begann Sebastian Vettel das Grand Prix-Wochenende mit einem Rundgang um den Kurs: "Das ist immer eine gute Gelegenheit, genauer zu sehen, was sich an der Strecke geändert hat und dabei mit den Teammitgliedern die neuesten Geschichten auszutauschen", erklärt die deutsche WM-Hoffnung. Das verkorkste Wochenende von Monaco sei endgültig abgehakt: "Das ging relativ schnell. Ich habe da nicht wochenlang wegen des Ausfall geweint." Die sportlichen Ziele des Rennens in Istanbul seien die gleichen wie sonst auch: "Prognosen sind schwer, aber wir sind hier um zu kämpfen und zu siegen", gibt sich der Red Bull-Pilot bekannt selbstbewusst.

Vettel hat allerdings allen Grund optimistisch zu sein: "In Monaco hat unser neuer Doppeldiffusor noch keinen großen Unterschied gemacht. Jetzt wird man endlich sehen, was die neuen Teile wirklich bringen." Dabei ist sich Vettel sicher, dass die Strecke in Istanbul mit ihre vielen schnellen Kurven dem Auto liegt. Um Jenson Button im Kampf um den Titel noch abzufangen, müssen nun schnellstens Siege her. "Wenn sie so weitermachen, wird es sicherlich schwierig. Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen uns nicht darauf verlassen, dass sie irgendwann mal Fehler machen."

Nico Rosberg:

In Istanbul fährt Nico Rosberg seinen 60. Grand Prix. Dabei geht die Williams-Mannschaft mit viel Optimismus ins Rennen. "Wir haben viele neue und gute Teile mitgebracht", blickt Rosberg voraus. "Wir sollten nicht so schlecht aussehen." In den letzten Rennen lief es dagegen nicht optimal: "Wir haben durch Fehler einige Punkte liegengelassen. In Monaco hätte ich einen Platz besser landen können, in Barcelona waren es vielleicht sogar zwei."

Mit dem Rennen in der Türkei ist die Formel 1 nur noch zehn Grands Prix von Saisonende entfernt. Da macht sich Rosberg schon Gedanken über seine Zukunft. Am Ende des Jahres läuft sein Vertrag mit Williams aus. "Klar, dass ich mich da schon umschaue. Allerdings ist es schwer zu sagen, welches Team im nächsten Jahr gut sein wird." Trotz des aktuellen Streits zwischen FOTA und FIA glaubt Rosberg allerdings schon, dass es im nächsten Jahr weitergeht. "Bisher haben die Beteiligten noch jedes Mal eine Lösung gefunden."

Nick Heidfeld:

Bei BMW-Sauber weiß man immer noch nicht genau, warum das Team in Monaco so schlecht ausgesehen hat. "Neben der nicht optimalen Nutzung der Reifen haben sicherlich noch andere Faktoren mitgespielt", erklärt Nick Heidfeld. "Da wir aber nicht noch mal in Monaco fahren, können wir leider nicht überprüfen woran es genau lag." Mit neuem Aeropaket blickt der Mönchengladbacher trotzdem zuversichtlich auf das Rennwochenende in Istanbul. "Wir haben ja nicht nur den neuen Doppeldiffusor sondern noch andere neue Teile", erklärt der BMW-Pilot.

Mit dem Upgrade sollte es auf jeden Fall einen Schritt vorangehen. Um die neuen Teile ungestört zu testen, verzichtet BMW-Sauber sogar auf den geplanten Einsatz des Hybrid-Systems KERS. "Wir haben am Freitag leider nicht genug Zeit, das Setup ständig hin- und herzubauen. Da würde KERS nur stören." Auch der Regen, der noch am Donnerstag über Istanbul niederging würde die Testarbeit laut Heidfeld stören. Ansonsten verliert Heidfeld nur lobende Worte über die Strecke in der Bosporus-Metropole: "Es ist definitiv eine tolle Strecke. Vor allem natürlich wegen Kurve 8."

Timo Glock:

Timo Glock hat die zwei Wochen zwischen Monte Carlo und Istanbul viel auf dem Rad verbracht. "290 Kilometer an fünf Tagen, viel Auf und Ab durch den Odenwald." Dort wohnt er jetzt wieder öfter, nachdem er sein Appartement in Köln aufgegeben hat. Und was hat Toyota gemacht, um den TF109 in Form zu bringen? "Wir haben viel analysiert. Aber so richtig wissen wir immer noch nicht, was in Monte Carlo schiefgelaufen ist. Für eine Runde haben wir die Reifen nicht zum Arbeiten gebracht. Im Rennen lief es dann ganz gut. Ich wurde schneller und schneller." Sind die Reifen der Feind des Toyota? "Wenn wir das wüssten", seufzt Glock. "Im Winter hatten wir diese Probleme nicht. Wir wurden von den Schwankungen im Bereich der Reifen selbst überrascht, als die Saison losging."

Glock hofft, dass der Rückschritt von Barcelona und Monte Carlo ein streckenbedingter Ausrutscher war. Nun ist auch der dreiteilige Frontflügel wieder zurück, allerdings in modifizierter Form. "Es war uns klar, dass die anderen während der Saison näher kommen. Wir müssen jetzt kämpfen, um dort wieder hinzukommen, wo wir waren. Das war ja schon immer in meiner Karriere so. Letztes Jahr haben wir in der zweiten Saisonhälfte zugelegt. Es gibt keinen Grund, warum das nicht wieder so sein kann."

Adrian Sutil:

In Monaco konnte Force India zuletzt einen Erfolg feiern. Beide Autos kamen in die zweite Runde des Qualifyings und Giancarlo Fisichella landete mit ein wenig Glück sogar auf Platz neun in der Nähe der Punkte. "Das wäre schön, wenn wir das hier wieder schaffen. Aber wir wissen auch, dass es sicher sehr schwer wird." Dabei haben die Ingenieure nicht viele Neuteile für den Force India parat: "Leichte Verbesserungen am Heckflügel, an den Aufhängungen und neue Radkappen vorne - wenigstens ein paar Kleinigkeiten fürs gute Gefühl."

Ein besonderes Gefühl ist auch die Belastung für den Nacken. "Istanbul ist einer der wenigen Kurse, bei denen es links herum geht. Dann noch die extreme Kurve acht - da muss man am Ende mit der Kondition kämpfen." Bei Sutil selbst sei es kein großes Problem. "Fahrer, die schon länger in der Formel 1 sind, haben da Vorteile mit der Nackenmuskulatur." Entspannen kann sich der Gräfelfinger bei einem Spaziergang am Bosporus: "Mir gefällt die Stadt einfach sehr. Sehr asiatisch, etwas chaotisch aber auch sehr aufregend."

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