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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Istanbul

Premiere: Deutscher Fünfer in Runde zwei

Nick Heidfeld & Lewis Hamilton Foto: BMW 11 Bilder

Zum ersten Mal haben alle fünf deutschen Piloten die erste Runde des Qualifyings überlebt. Trotzdem war nicht das ganze Quintett mit dem Resultat zufrieden. Beste Laune herrschte allerdings bei Sebastian Vettel, der zum dritten Mal in seiner Karriere ganz vorne steht.

06.06.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Der jüngste Deutsche überstrahlte wieder einmal alle. Mit seiner dritten Pole Position konnte sich der Red Bull-Pilot endlich wieder einmal vor die beiden Brawn GP stellen: "Da bin ich wirklich froh, dass mal keiner der Jungs in weiß vor mir steht." Erleichtert zeigte sich der Youngster auch darüber, dass im Gegensatz zu den letzten Rennen kein KERS-Auto von hinten droht. Obwohl Vettel bei seinen ersten beiden Pole Positions auch zum Sieg fahren konnte, warnte der Heppenheimer vor zu viel Optimismus: "Leider gibt es heute noch keine Punkte. Morgen im Rennen wartet der Hauptteil der Arbeit."

Die Pole Position kam so gelegen wie unerwartet: "Wir hatten hier wirklich nicht damit gerechnet. Vor allem nachdem ich mit dem Motorschaden am Freitag im Training viel Zeit verloren habe." Einen speziellen Dank richtete der 21-Jährige an sein Team: "Wir haben in letzter Sekunde noch neue Teile bekommen, die wir auch gleich eingebaut haben." Von der sauberen Spur will Vettel von Beginn an Tempo machen. "Ich weiß allerdings nicht, wie es mit dem Sprit aussieht. Eigentlich dachte ich, wir wären von der Strategie ganz gut. Aber wir hatten auch damit gerechnet, dass Brawn weiter vorne steht."

Adrian Sutil:

Nach Monaco kam Adrian Sutil nun schon das zweite Mal in Folge in die zweite Runde des Qualifyings. "Das fühlt sich gut an. Da könnte ich mich dran gewöhnen", scherzte der Force India-Pilot anschließend. Ähnlich wie bei Vettel kam die gute Leistung allerdings etwas unverhofft. "Es war schon eine Überraschung, weil wir uns auf einer Strecke wie Istanbul nicht so viel ausgerechnet haben."

Sutil ließ im Zeittraining sogar seinen guten Freund und ehemaligen Formel 3-Teamkollegen Lewis Hamilton hinter sich. Am Start muss der Gräfelfinger aber keine besondere Vorsicht walten lassen, nur weil ein ebenfalls mit Mercedes-Motor ausgestatteter Bolide mit dem Weltmeister von hinten drückt: "Da gibt es ganz normale Zweikämpfe. Ich werde sicher nicht zurückstecken." Auch vor dem 82 PS-KERS-Schub am Start hat Sutil keine Angst: "Ich stehe auf der sauberen Seite und denke schon, dass ich eine gute Chance habe, vorne zu bleiben." Vor dem Deutschen steht mit Kovalainen übrigens ein weiterer Silberpfeil.

Nico Rosberg:

Nico Rosberg lehnte sich zufrieden zurück. Platz neun in der Qualifikation, zum siebten Mal im siebten Rennen unter den Top Ten. "Wir können auf jeder Strecke aus eigener Kraft in die Punkte fahren. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein großer Schritt." Dabei war der neue Frontflügel am Williams FW31 eher eine Enttäuschung. "Es war eine große Änderung mit kleinen Auswirkungen. Da hatten wir uns mehr erhofft."

Auch die Reifenwahl war nicht einfach. "Ich glaube, dass ich mich mit der harten Mischung richtig entschieden habe. Der weiche Reifen wäre vielleicht eine Spur schneller gewesen, doch es war schwieriger eine perfekte Runde damit zusammenzubringen. So hätte ich es vielleicht noch an Alonso vorbeigeschafft. Der neunte Startplatz ist trotzdem besser als der achte, weil auf meiner Seite die Spur sauberer ist."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld verpasste als Elfter das Top Ten-Finale um 0,066 Sekunden. Verkehr verhinderte eine bessere Platzierung. Der BMW-Pilot stellte trotzdem erleichtert fest: "Wir haben wie in Barcelona einen Fortschritt gemacht. Es war einfacher, die erste Qualifikationshürde zu überstehen. Ich warte jetzt auf die nächsten Modifikationen im Bereich des Unterbodens. Die sollten uns dann wirklich nach vorne bringen." Der Traum von der Titeljagd ist selbstverständlich ausgeträumt. "Es wird auch schwierig, dass wir zur Spitze aufschließen, aber wir können wieder regelmäßig um die Punkte kämpfen."

Der Lernprozess mit dem Doppeldiffusor ist noch nicht abgeschlossen. Auch da liegt noch Potenzial. "Wir haben das Setup am Freitag mit Bedacht kaum angefasst, dafür lieber am Abend die Daten genau studiert, und dann für Samstag einen größeren Schritt mit der Abstimmung vorgenommen. Zum Glück hat der Schuss auf Anhieb gesessen." In der zweiten K.O.-Runde fehlten den BMW vier Zehntel auf die Spitze. Heidfeld schließt daraus: "So dramatisch schlecht kann unser Auto nicht sein. Jetzt ist gleich eine ganz andere Stimmung in der Mannschaft. So ein Schritt nach vorne motiviert."

Timo Glock:

Während Teamkollege Jarno Trulli bis auf Rang fünf im Qualifying nach vorne fuhr, war für Timo Glock schon nach der zweiten Runde Schluss. "Ich hatte leider einen Verbremser in der entscheidenden Runde. Da war ich gut unterwegs und hätte es wohl auch unter die Top Ten geschafft." Am Ende sprang Rang 13 heraus. "Immerhin haben wir gezeigt, dass Monaco ein Ausrutscher war. Ich war heute richtig glücklich mit dem Auto. Dort wo Jarno jetzt steht, hinter den Brawn und den Red Bull, gehören wir momentan hin."

Natürlich würde Glock auch gerne wieder um Podiumsplätze kämpfen. Allerdings ist der Kölner auch beeindruckt von der Leistungsdichte. "Ein kleiner Fehler wie heute von mir und schon bist du weg." Prognosen für die nächsten Rennen möchte er deshalb auch nicht abgeben. "Das kann hoch und runter gehen." Für das Rennen sieht der Toyota kaum noch Hoffnung. "Ich hoffe schon, dass ich noch etwas nach vorne kommen kann, aber Punkte werden hier verdammt schwer."

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