Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Monte Carlo

Deutsche Sorgenkinder in Monaco

Monte Carlo 2009 Foto: dpa 22 Bilder

Von den fünf Deutschen F1-Piloten konnte nur Nico Rosberg ein zufriedenes Resümee des ersten Trainingstages ziehen. Die anderen vier müssen hoffen, am freien Freitag verlorenen Boden wieder gutzumachen.

21.05.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:
 
Mit seiner zwölften Trainingsbestzeit schloss Nico Rosberg den Tag ab. In den Straßen vor seiner Haustür freute sich der Wahl-Monegasse ganz besonders über den gelungenen Auftakt: "Das war definitiv ein guter Start. Ich bin noch zufriedener als erwartet", strahlte der Williams-Pilot. "Zunächst hatten wir noch leichte Probleme, aber nachdem wir ein wenig mit dem Setup gespielt haben, lief es am Ende richtig gut." Die Hoffnung auf einen Podiumsplatz hat Rosberg jedenfalls nicht verloren. "Warum nicht. Alles ist möglich."
 
Allerdings relativierte der 23-Jährige auch: "Wir sind sicher wieder etwas leichter gefahren als die Konkurrenz. Das Zeitenklassement spiegelt sicher nicht die wahren Abstände wider." Sorgen machen Rosberg allerdings die Reifen. "Beide Mischung fangen schnell an zu körnen", klagt der Deutsche. "Vor allem der weiche Reifen ist schlimm. Der hält vielleicht vier oder fünf Runden."

Nick Heidfeld:
 

Nick Heidfeld blickt mit Sorge auf das Resultat des ersten Trainingstages von Monte Carlo. Platz 17, das riecht nach vielen Problemen. "Es sieht nicht vielversprechend aus", ärgerte sich der BMW-Pilot. "Wir finden keinen Grip. Die Balance ist ganz okay, und das ist immer beunruhigend, wenn die Rundenzeit nicht stimmt."
 
Wie schon in Barcelona verlor Heidfeld viel Trainingszeit, weil die Bremsscheiben getauscht werden mussten. "Die Bremse war nie konstant. Mal zieht es nach links, mal nach rechts, mal hast du hinten mehr Bremskraft als vorne oder umgekehrt. Wenn dir das in der Qualifikation passiert, kannst du das Training abhaken."
 
Timo Glock:

 
Auch Timo Glock machte als 18. kein glückliches Gesicht. "Heute ging gar nichts. Ich rutsche nur herum, habe keine Traktion und keine Balance. Wir müssen viel nachdenken, wenn wir am Samstag besser sein wollen." Auch mit den Reifen gibt es Probleme. Die härtere Mischung ist zwar konstant, kommt aber nicht auf Temperatur. Die weiche schmilzt dahin. "Nach zwei Runden gehen sie in die Knie", bedauert Glock.

Da ist es auch kein Trost, dass es Teamkollege Jarno Trulli nicht viel besser geht. Die Hoffnung, dass sich die Reifenproblematik ohne Eingriffe am mechanischen Setup von selbst löst, weil bis Samstag mehr Gummi auf der Fahrbahn liegt, ist gering. Chefingenieur Dieter Gass hat mit den Slicks eine andere Erfahrung gemacht: "Bei den Rillenreifen hat es geholfen, wenn die Strecke mehr Grip entwickelt hat. Die Slicks bleiben in ihrer Charakteristik unabhängig von der Gummiauflage immer gleich."
 
Sebastian Vettel:

 
Sebastian Vettels Trainingstag begann mit einer Schrecksekunde. Er musste das erste Training abbrechen, weil der Motor platzte. "Es war ein Exemplar, das sich am Ende seiner Laufzeit befand. Es wäre am Ende des Tages sowieso ausgetauscht worden", verrät Teamchef Christian Horner. Also kein Alarm.
 
Vettel muss für den Rest der Saison nicht mit Motoren knausern. Für den Trainingsablauf hatte der Motorplatzer jedoch sehr wohl seine Auswirkungen. "So etwas kostet dich Zeit auf der Rennstrecke. Die ist gerade in Monte Carlo sehr wichtig, weil es dauert, bis du deinen Rhythmus findest. Die Jungs haben aber mit dem Motorwechsel einen tollen Job gemacht, was gar nicht so einfach war, weil zusätzlich noch eine ganze Ladung neuer Teile aus der Fabrik angekommen war. Wir konnten im zweiten Teil des Trainings noch 33 Runden fahren und ausreichend Daten sammeln."

Adrian Sutil:
 
Adrian Sutil erlebte einen typischen ersten Trainingstag in Monte Carlo. "Am Morgen war es wirklich noch sehr rutschig. Es hat lange gedauert, bis man etwas mehr riskieren konnte, um eine gute Runde hinzulegen", klagte der Deutsche. Mit dem Auto war Sutil soweit zufrieden. Im zweiten Training fuhr er immerhin auf Rang 13. "Das Auto war okay, die Balance war ganz vernünftig mit unserer Konfiguration für viel Abtrieb."
 
Wie viele andere Piloten klagte der Deutsche unter den unbeständigen Reifen: "Das größte Problem ist im Moment das Körnen der Hinterreifen. Sowohl die weiche als auch die superweiche Mischung scheinen sehr schlecht zu sein." Schon nach mittleren Stints würden die Gummis die Balance des Autos negativ beeinflussen, berichtet Sutil nach den ersten Kilometern. Die Pause am Freitag kommt da gerade recht: "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden. Der zusätzliche freie Tag wird dabei helfen."

Umfrage
Welcher Pilot hat 2009 die besten Chancen auf den Premierensieg in Monte Carlo?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden