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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Monte Carlo

Nur Rosberg mit zählbarem Erfolg

Nico Rosberg Foto: Williams F1 64 Bilder

Im Spielerparadies Monte Carlo hatten die fünf deutschen Piloten kein Glück. Nur Lokalmatador Nico Rosberg konnte eine positive Bilanz von drei Punkten vorweisen. Die anderen vier Deutschen gingen leer aus.

24.05.2009 Tobias Grüner

Nico Rosberg:

Der Einzige aus dem deutschen Quintett, der sein Wochenende als Erfolg verbuchen konnte, war Nico Rosberg. Drei Punkte für Platz sechs sind aller Ehren wert. "Viel mehr war heute wirklich nicht drin. Mit einer anderen Strategie hätten wir vielleicht den Red Bull von Mark Webber schlagen können. Aber ich bin zufrieden." Dabei sprach der Wahl-Monegasse auf den etwas zu langen Mittelstint an, den es nach seiner Ansicht gar nicht gebraucht hätte: "Wir hatten Angst vor den weichen Reifen. Aber die waren am Ende gar kein Problem."
 
Der Deutsche lieferte zudem das aufregendste Überholmanöver des Wochenendes ab: "Ich habe gesehen, dass Massa die Schikane abgekürzt hat. Da wusste ich, dass er Vettel vorbeilassen muss, habe mich ans Heck des Red Bull geklemmt und bin innen durchgegangen. "Der Plan wäre beinahe nicht aufgegangen. Massa versuchte natürlich die Tür wieder zuzumachen: "Da hat mein Herz kurz aufgehört zu schlagen", berichtet Rosberg. "Aber zum Glück hats geklappt."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld hakte seinen zehnten GP Monaco als Enttäuschung ab. Dabei kämpfte er sich vom 16. Startplatz im Rennen auf Rang elf vor. "Wir waren an den anderen näher dran als im Training, aber es war immer noch schlecht. Für einen Moment dachte ich, dass vielleicht ein Punkt möglich ist, aber wir waren einfach zu langsam. Wahrscheinlich haben wir zu früh auf die weichen Reifen gewechselt. Und 15 Runden vor Schluss ist auch noch mein Sitz gebrochen. Ich bin ganz schön im Cockpit hin und her gerutscht."
 
Heidfeld kam mit einem Boxenstopp in der 42. Runde über die Distanz. Die verbesserte Vorstellung im Rennen schreibt Heidfeld dem hohen Benzingewicht zu: "Das hat uns geholfen, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Trotzdem haben wir auch jetzt noch keinen Hinweis darauf, warum wir die Reifen nicht zum Arbeiten kriegen."

Timo Glock:

Auch bei Timo Glock lässt sich nach dem Monaco-Wochenende die Bilanz ziehen: Außer Spesen nichts gewesen. Immerhin war er im Gegensatz zu Heidfeld nach dem Rennen etwas schlauer: "Wir hätten am Samstag das Setup vom Donnerstag behalten sollen. Es war ein Fehler, das Auto für die Qualifikation umzubauen." Für das Rennen ging Glock zu Testzwecken wieder auf die Abstimmung vom Donnerstag zurück. Deshalb startete er aus der Boxengasse. Das erlaubt einen Umbau des Autos außerhalb der Parc fermé-Bedingungen.

Glocks Toyota war beim Start 700 Kilogramm schwer. "Das Auto war mit dem vielen Benzin an Bord nicht einfach zu fahren. Trotzdem konnte ich einigermaßen an Trulli dranbleiben. Ich musste unheimlich aufpassen, dass ich mir mit dem hohen Gewicht nicht die Hinterreifen ruiniere." Als Glock nach 57 Runden als letzter seinen ersten Tankstopp absolviert hatte, erlebte er eine Überraschung. "Die weichen Reifen waren unheimlich konstant. Damit hatten wir nicht gerechnet." Noch eine Bestätigung mehr dafür, dass ein totaler Umbau des Setups während eines Wochenendes meistens nach hinten losgeht.

Adrian Sutil:

Nachdem beide Force India im Training in die zweite Runde kamen, sollte es eigentlich auch im Rennen gut laufen. Dabei war der Start von Adrian Sutil vielversprechend: "Ich bin gut weggekommen, habe einige Lücken gefunden und Plätze gutgemacht." Danach ging aber nicht mehr viel. Neben den beiden Brawn GP und Sebastian Vettel war Sutil einer der Wenigen auf weichen Reifen: "Im Nachhinein war das ein Fehler. Das muss man leider zugeben." Allerdings habe das Team bewusst etwas auf Risiko gesetzt. "Wir mussten was riskieren, wenn man die kleine Chance auf Zähler hat."

Teamkollege Giancarlo Fisichella kam den Punkten auf Rang neun recht nahe. "Das war das, was mit dem Auto möglich war. Ich war im Rennspeed vielleicht noch einen Tick schneller." Am Ende kam Sutil nur auf Rang 14. "Im letzten Jahr ist die Aufholjagd besser gelaufen", grinste der Deutsche. Allerdings wurde er damals kurz vor Schluss auf Rang vier von Kimi Räikkönen abgeschossen. Für das Team sei es trotzdem ein gutes Wochenende gewesen, auch wenn man seine Chance verpasst hat. "In der Türkei wird es wohl nicht mehr ganz so gut laufen, auch wenn ich immer optimistisch bleibe."

Sebastian Vettel:

Für Sebastian Vettel lief das Wochenende seit dem Qualifying verkorkst. Mit ganz wenig Sprit versuchten die Red Bull-Strategen den Deutschen auf die Pole-Position zu hieven. Doch der Versuch blieb im Verkehr stecken. Mit wenig Sprit an Bord probierte es Vettel im Rennen mit einer Risiko-Strategie: "Wir haben leider mit den weichen Reifen viel Zeit verloren. Mehr als wir erwartet haben", bedauerte der Youngster die Fehlentscheidung. "Wir waren eigentlich zuversichtlich, dass sie den kurzen ersten Stint überleben. Haben sie aber nicht."

Beim Versuch den Rückstand wieder aufzuholen, kam Vettel der Begrenzung in der ersten Kurve zu nahe: "Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich habe etwas zu spät gebremst, dabei haben die Hinterräder blockiert. Da habe ich das Auto verloren und die Mauer getroffen." Die Enttäuschung war natürlich groß: "Solche Dinge passieren leider manchmal. Wenn man in Monaco einen kleinen Fehler macht, muss man den Preis dafür bezahlen."

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